Der paneuropäische Immobilieninvestmentmanager Vengrove hat die Akquisition eines Logistikobjekts in Leverkusen abgeschlossen. Der Transaktionswert beläuft sich auf 23,10 Millionen Euro. Vengrove, im Jahr 2013 gegründet, fokussiert sich als unabhängiger Investmentmanager auf die Assetklasse Industrie- und Logistikimmobilien und hat ein Transaktionsvolumen von über 1,17 Milliarden Euro realisiert. Das Unternehmen verfügt über Büros in München, Paris und London und verfolgt einen vertikal integrierten Ansatz, bei dem eigene Teams in allen Zielmärkten das Asset- und Property-Management sowie die Kommunikation mit Mietern übernehmen.
Das erworbene Objekt in der Rhein-Ruhr-Region, der größten Metropolregion Deutschlands, wurde von einem institutionellen Verkäufer veräußert. Es ist das jüngste deutsche Objekt im Portfolio von VRE Evergreen Logistics Partners (VREELP). VREELP tätigt Investitionen in Light-Industrial- und Logistikobjekte. Der Fokus liegt dabei auf urbanen Ballungsräumen, Logistikkorridoren und Standorten nahe wichtiger Verkehrsknotenpunkte in Kernstädten in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
Objektdetails und Marktkontext
Die Logistikeinheit umfasst eine Fläche von 16.571 m² und zeichnet sich durch eine moderne Ausstattung aus. Hierzu zählen eine lichte Höhe von 10 Metern, 31 Verladetore sowie ein vollflächiges Sprinklersystem. Die Hoftiefe beträgt 50 Meter, ergänzt um Stellplätze für 123 Pkw und 15 Lkw. Die Immobilie befindet sich an der Anschlussstelle 27 der A59, einer zentralen Verkehrsachse zwischen Leverkusen, Köln und Düsseldorf, was eine gute Anbindung innerhalb der Rhein-Ruhr-Region gewährleistet. Die Logistik-Leerstandsquote in der Region liegt derzeit unter vier Prozent, was auf ein begrenztes Angebot hindeutet.
Der aktuelle Mieter des Objekts ist TMD Friction, ein international führender Anbieter von Bremsbelagstechnologie mit einem globalen Netzwerk von 23 Standorten in 12 Ländern und rund 4.200 Mitarbeitern. Die Wirtschaft Leverkusens ist traditionell durch die Chemie-, Automobilzuliefer- und Kunststoffverarbeitungsindustrie geprägt. Produzierende Unternehmen bilden dort eine konstante Nachfragequelle, verstärkt durch den E-Commerce-Sektor und zunehmend die Verteidigungsindustrie. Der aktuelle Mietvertrag läuft Ende 2027 aus.
Wertsteigerungspotenziale und Strategie
Korbinian Kirchner, Partner & Head of Germany bei Vengrove, bezeichnete die Akquisition als gezielte Erweiterung des deutschen Logistikportfolios innerhalb von VREELP. Er betonte, die strategische Lage, die starken Marktfundamentaldaten und das vorhandene Entwicklungspotenzial böten eine ausgezeichnete Grundlage für die Wertsteigerung. Die geringe Grundstücksausnutzung von 21 Prozent und eine Reservefläche von etwa 15.000 m² bieten zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten, was Vengrove attraktive Wertsteigerungspotenziale eröffnet.
Will Hunting, Partner & Head of European Acquisitions bei Vengrove, hob hervor, dass Deutschland eine zentrale Säule der paneuropäischen Industrie- und Logistikstrategie von VREELP darstelle. Er verwies auf die fortgeschrittene Konsolidierung in dieser Assetklasse, die zu einer geringen Anzahl unabhängiger, paneuropäischer Manager mit lokalen Teams geführt habe. Diese Situation begünstige Vengrove. Im Rahmen der Transaktion wurde Vengrove von Simmons & Simmons, Gleeds, KAM und Nova Ambiente beraten. Die Vermittlung erfolgte durch CBRE.




