Immobilienverwaltungs- und Vermietungsagenturen im gesamten Vereinigten Königreich müssen sich ab Oktober 2026 auf erweiterte rechtliche Verpflichtungen hinsichtlich Belästigung am Arbeitsplatz einstellen. Dies ist die Folge des Employment Rights Act 2025, der im Dezember 2025 die königliche Zustimmung erhielt. Die Gesetzgebung führt drei wesentliche Änderungen ein, die Immobilienfachleute betreffen. Die genauen Umsetzungsdaten wurden mittlerweile von der Regierung veröffentlicht.
Wesentliche Neuerungen des Gesetzes
Das neue Gesetz zielt darauf ab, den Schutz von Arbeitnehmern vor Belästigung am Arbeitsplatz zu stärken und Arbeitgebern eine proaktivere Rolle in der Prävention zuzuweisen. Insbesondere wird die Verantwortung der Agenturen erweitert, Belästigungen nicht nur zu unterbinden, sondern auch Maßnahmen zu ergreifen, um diese von vornherein zu verhindern. Diese präventive Pflicht stellt eine signifikante Ergänzung zu den bisherigen Regelungen dar und erfordert eine Überarbeitung bestehender Richtlinien und Schulungsprogramme.
Zu den zentralen Änderungen zählt eine erweiterte Definition von Belästigung, die nun auch „dritte Parteien“ einschließt. Dies bedeutet, dass Immobilienmakler möglicherweise auch für Belästigungen haften können, die durch Kunden, Lieferanten oder andere externe Personen gegenüber ihren Mitarbeitern begangen werden, sofern die Agentur keine angemessenen Schritte zur Prävention oder Intervention unternommen hat. Dies erfordert eine umfassendere Risikobewertung und angepasste Verhaltensrichtlinien im Umgang mit Dritten.
Implikationen für die Immobilienbranche
Diese Neuregelung dürfte weitreichende Auswirkungen auf die Betriebsführung von Immobilienagenturen haben. Agenturen sind nun angehalten, nicht nur auf Beschwerden zu reagieren, sondern aktiv ein Umfeld zu schaffen, das Belästigungen minimiert. Dies beinhaltet die Implementierung robuster Meldeverfahren, regelmäßige Mitarbeiterschulungen und eine klare Kommunikation der neuen Standards. Es wird erwartet, dass die zuständigen Aufsichtsbehörden die Einhaltung dieser Vorschriften streng überwachen werden.
- —Überarbeitung der internen Richtlinien zur Belästigung.
- —Schulung aller Mitarbeiter bezüglich präventiver Maßnahmen.
- —Implementierung klarer Verfahren zur Meldung und Bearbeitung von Belästigungsvorfällen.
- —Erweiterte Risikoanalyse im Umgang mit externen Parteien.
Die Anpassung an diese neuen Anforderungen wird für Immobilienagenturen im Vereinigten Königreich eine wichtige Aufgabe in den kommenden Monaten sein, um rechtliche Risiken zu minimieren und ein sicheres Arbeitsumfeld für ihre Mitarbeiter zu gewährleisten. Die Zeit bis Oktober 2026 sollte daher genutzt werden, um alle notwendigen Anpassungen vorzunehmen und die Belegschaft umfassend zu informieren.













