Die UBM Development AG hat im ersten Quartal einen positiven Geschäftsverlauf verzeichnet, der sich in verbesserten Quartalsergebnissen sowohl vor als auch nach Steuern manifestiert. Diese Entwicklung stellt eine klare Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres dar. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens liegt bei 33,7 Prozent, was dem oberen Bereich der angestrebten Bandbreite von 30 bis 35 Prozent entspricht.
Die Liquidität der UBM konnte im Vergleich zum Jahresende um über 40 Prozent gesteigert werden, wodurch das Unternehmen zum Quartalsende über Barmittel in Höhe von 168 Millionen Euro verfügt. Diese positive Entwicklung wird durch ein fortgesetztes hohes Niveau bei den Wohnungsverkäufen untermauert, das dem Rekordniveau des Jahres 2025 entspricht. Vorstandsvorsitzender Thomas G. Winkler äußerte, dass das Unternehmen wieder aus einer Position der Stärke agiere und alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Portfolio-Rebalancing gegeben seien.
Finanzielle Stärkung und strategische Ausrichtung
Der disziplinierte Umgang mit den Finanzmitteln wird durch die Zahlen des ersten Quartals bestätigt. Das Eigenkapital konnte um 27 Millionen Euro auf 377 Millionen Euro erhöht werden, während die Nettoverschuldung um 44 Millionen Euro auf 484 Millionen Euro reduziert wurde. Die Nettoverschuldung erreicht damit den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2021. Diese solide Finanzposition ermöglicht es der UBM, die fällige Sustainability-Linked UBM-Anleihe 2021 sowie die Sustainability-Linked Hybridanleihe 2021 vor ihrem Step-Up Termin zurückzuzahlen. Zwischen Juli 2027 und Oktober 2029 sind keine weiteren Anleihen-Rückzahlungen vorgesehen.
Im Premium-Wohnsegment erwartet UBM für das Jahr 2026 eine Fortsetzung des positiven Trends. Das Unternehmen plant, die Umsetzung seiner Strategie in diesem Segment, mit einem starken Fokus auf Holz-Hybridbauweise und erneuerbare Energien, konsequent fortzusetzen. Gleichzeitig wird der disziplinierte Umgang mit den vorhandenen Finanzmitteln beibehalten. Um das für bezahlbaren Wohnraum benötigte Kapital freizusetzen, stehen Verkäufe von Bestands- und nicht-strategischen Objekten in den kommenden Quartalen im Fokus.
- —Gesamtleistung im Q1: 95,3 Millionen Euro (Steigerung um 62,6% gegenüber Vorjahr).
- —Ergebnis vor Steuern (EBT) im Q1: 0,3 Millionen Euro (deutliche Verbesserung von -6,3 Millionen Euro im Vorjahr).
- —Ergebnis nach Steuern im Q1: 0,3 Millionen Euro (Verbesserung von -6,6 Millionen Euro im Vorjahr).
- —Liquide Mittel im Q1: 168,4 Millionen Euro (Steigerung um 43,1% gegenüber Vorjahr).
Die UBM Development AG berücksichtigt in ihrer Strategie die Herausforderungen des Wohnungsmarktes, die durch gestiegene Baukosten und eine verschärfte Regulatorik gekennzeichnet sind. Dies führt dazu, dass Wohnraum für breite Bevölkerungsgruppen zunehmend unerschwinglich wird. Während die Baubranche bereits mit Wohnsystemen zu reinen Baukosten von etwa 2.000 Euro pro Quadratmeter Wohnnutzfläche reagiert, werden noch Anpassungen seitens der Behörden erwartet, um bezahlbaren Wohnraum breiter zugänglich zu machen.




