Der Konzern Prism, der Muttergesellschaft der Marke Sunday Hotels ist und vormals unter dem Namen Oyo firmierte, hat Berichte über die Akquisition von 24 Hotels aus dem Portfolio der insolventen Revo-Gruppe in Deutschland bestätigt. Diese Bestätigung erfolgte im Anschluss an eine Veröffentlichung von Hotel vor9, welche die Übernahmeaktivitäten bereits thematisierte und eine Liste der betroffenen Immobilien kommunizierte.
Die offizielle Mitteilung von Sunday Hotels datiert auf den 22. Juli 2026 und informiert über die Integration der betreffenden 24 Objekte in das bestehende deutsche Portfolio des Unternehmens. Details hinsichtlich der finanziellen Konditionen oder weiterer operativer Einzelheiten bleiben hierbei weiterhin unklar. Der Fokus der Kommunikation liegt auf der Bestätigung der Portfolioerweiterung.
Operatives Modell und strategische Bedeutung
Die neu erworbenen Hotelstandorte werden zukünftig im Rahmen von Managementverträgen betrieben. Diese Vorgehensweise ermöglicht Sunday Hotels eine direkte operative Kontrolle über die Immobilien. Die Buchbarkeit der Hotels ist über die eigenen digitalen Kanäle, die Websites und Anwendungen von Sunday Hotels, sowie über etablierte Online-Reisebüros gegeben. Dies stellt eine schnelle Marktanbindung der neuen Objekte sicher.
Puneet Yadav, Senior Vice President und Head of Hotels für Deutschland und Großbritannien bei Sunday und Belvilla Hotels, äußerte sich in der Pressemitteilung zur strategischen Bedeutung Deutschlands für das Unternehmen. Er bezeichnete den deutschen Markt als einen „Eckpfeiler“ der europäischen Wachstumsstrategie. Dieser statement unterstreicht die Einschätzung, dass in Deutschland ein „erhebliches Wachstumspotenzial“ für Sunday Hotels besteht.
Die Transaktion reflektiert eine fortgesetzte Konsolidierung im deutschen Hotelmarkt, insbesondere im Segment der Immobilien von Gesellschaften, welche in Schieflage geraten sind. Für Sunday Hotels stellt diese Akquisition eine substanzielle Erweiterung der Kapazitäten und geografischen Reichweite in einer wichtigen europäischen Volkswirtschaft dar. Die Entscheidung für Managementverträge deutet auf den Wunsch nach einer effizienten Integration und operativen Steuerung der Liegenschaften hin, um Synergien zu nutzen und die Marktdurchdringung zu erhöhen.




