Der europäische Baustoffmarkt ist derzeit durch signifikante Herausforderungen charakterisiert, welche steigende Bau- und Rohstoffkosten, unsichere Lieferketten sowie erhöhte Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung umfassen. In diesem Kontext hat STRABAG entschieden, seine umfangreichen Aktivitäten im Baustoffsegment unter der neu geschaffenen Dachmarke roxit zu vereinheitlichen.
Die strategische Entscheidung, roxit als konsolidierende Marke einzuführen, zielt darauf ab, die verschiedenen spezialisierten Einheiten des Unternehmens zu integrieren. Dies umfasst eine breite Palette von Leistungen, angefangen bei spezialisierten Arbeiten im Straßenbau wie Fugen und Fräsen, über die Herstellung von Beton und mineralischen Bau- sowie Dämmstoffen, bis hin zu umfassenden Recyclinglösungen. Herr Stefan Kratochwill, CEO von STRABAG, äußerte, dass das Unternehmen mit roxit eine verlässliche Partnerin entlang zentraler Bereiche des Materialkreislaufs sein möchte, von der Rohstoffgewinnung über Verarbeitung und Veredelung bis zur Wiederverwertung und dem Einsatz recycelter Materialien.
Internationale Präsenz und operative Kapazitäten
Die operative Struktur der roxit-Baustofforganisation von STRABAG erstreckt sich über zwölf Länder und umfasst dabei mehr als 300 Standorte. Zusätzlich engagiert sich das Unternehmen im internationalen Projektgeschäft. Unter dieser Struktur sind etwa 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, die unter anderem in 116 Betonmischanlagen, über 70 Steinbrüchen, 17 Sand- bzw. Kiesgruben sowie einem Dutzend Bitumenemulsions- und PMB-Anlagen arbeiten. Die jährliche Produktionskapazität beläuft sich auf ungefähr 3 Millionen Kubikmeter Beton und 24 Millionen Tonnen Stein/Kies.
Herr Leopold Leonhartsberger, Kaufmännischer Unternehmensbereichsleiter bei roxit, hob hervor, dass die breite Aufstellung des Unternehmens eine planbare und verlässliche Bereitstellung von Baustoffen ermöglicht. Er betonte, dass das Zusammenspiel aus dem unternehmenseigenen Netzwerk, der industriellen Leistung und der regionalen Verankerung gewährleistet, dass Baustoffe auch unter anspruchsvollen Marktbedingungen dort verfügbar sind, wo sie benötigt werden.
Fokus auf Ressourcenschonung und Innovation
Ein zentraler Aspekt der neuen Markenstrategie von roxit liegt auf Ressourcenschonung, der Reduktion von CO2-Emissionen und dem verstärkten Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Das Unternehmen setzt dabei auf praxiserprobte Lösungen, die sich im laufenden Betrieb etabliert haben. Hierzu zählen alternative Antriebstechnologien, neue Recyclingverfahren sowie Pilotprojekte für CO2-reduzierte Betone.
- —Reorganisation von Prozessen in Steinbrüchen, etwa durch die Nutzung von Förderbändern zur Energiegewinnung.
- —Zunehmender Betrieb von Anlagen mit selbst erzeugtem Solarstrom.
- —Umstellung dieselbetriebener Geräte auf elektrische und klimafreundlichere Kraftstoffe.
- —Die Erprobung neuer Antriebstechnologien für Großgeräte wie Lastkraftwagen und Radlader mittels grünem Wasserstoff in Steinbrüchen.
In Wien werden im sogenannten Reallabor für Nachhaltiges Bauen zudem innovative Wege beschritten. Dort werden alternative Baustoffe wie Hanf, Schafwolle, Lehm oder Recyclingmaterialien unter realen Bedingungen getestet und für einen potentiellen breiten Einsatz weiterentwickelt. Dies unterstreicht das Engagement von roxit für nachhaltige Bauweisen und die kontinuierliche Suche nach umweltfreundlichen Materiallösungen.




