Barry Sternlicht, Vorsitzender und Gründer der Starwood Capital Group, beabsichtigt eine signifikante Expansion im wachsenden Markt für Rechenzentren. Starwood Capital Group gab hierzu bekannt, dass sie einen opportunistischen Immobilienfonds in Höhe von 10,2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen hat, der in Wohn-, Industrie-, Hotelimmobilien und Rechenzentren investieren soll. Der Fonds wird sich hauptsächlich auf Transaktionen in den USA und Europa konzentrieren, dabei auch Märkte in Asien ins Auge fassen.
Bloomberg berichtete erstmals über den Abschluss. Starwood sieht vor, dass der Fonds – bekannt als Starwood Distressed Opportunity Fund XIII – sein bisheriges Engagement im Bereich der Rechenzentren verdoppeln und 35 Prozent des opportunistischen Kapitals in diese Anlageklasse einsetzen wird, welche die aktuelle KI-Revolution antreibt.
Strategie und bisherige Erfolge
Sternlicht äußerte sich erfreut über die bereits identifizierten Investmentchancen für diesen Fonds und betonte die Erfolgsbilanz des Unternehmens bei der Erzielung von Ergebnissen für seine Investoren über verschiedene Marktzyklen hinweg. Die Strategie von Starwood wird sich im Bereich der Rechenzentren auf Co-Investitionen mit größeren Akteuren konzentrieren. Ziel ist es, den enormen Kapitalbedarf zu decken, den die meisten Rechenzentrumsentwicklungen erfordern – dieser kann für eigenständige Anlagen bis zu 2 Milliarden US-Dollar betragen. Andere Ansätze sehen vor, dass das Unternehmen Eigenkapital oder Fremdkapital in Projekte investiert.
Jonathan Pollack, Präsident von Starwood Capital, stellte fest, dass sein Unternehmen Investitionsaufwind erlebt, sei es aufgrund eines Mangels an Angebot in traditionellen Anlageklassen wie Mehrfamilienhäusern, Gastgewerbe und Industrie, oder wegen des enormen Wachstums technologischer und industrieller Vermögenswerte. Er sieht dies als eine vielversprechende Zeit, um in Immobilien zu investieren.
Bisherige Transaktionen und Gesamtvermögen
Der Starwood Distressed Opportunity Fund XIII hat bereits 20 Transaktionen mit einem Eigenkapitalvolumen von insgesamt 3 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Das Unternehmen hat sich mit MARA Holdings, einem vertikal integrierten digitalen Energie- und Infrastrukturunternehmen, zusammengetan, um ehemalige Bitcoin-Mining-Standorte in neue Rechenzentren umzuwandeln. Die Starwood Capital Group verwaltet derzeit ein Vermögen von rund 130 Milliarden US-Dollar.




