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Rick Gropper von Camber Property Group: Zwei Jahrzehnte im Bereich bezahlbarer Wohnungen

Nach zwei Jahrzehnten im Bereich bezahlbarer Wohnungen ist Rick Gropper, Mitbegründer der Camber Property Group, aktiver denn je und feiert das bislang geschäftigste Jahr des Unternehmens.

Rick Gropper von Camber Property Group: Zwei Jahrzehnte im Bereich bezahlbarer Wohnungen

Die in New York ansässige Camber Property Group feiert dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Rick Gropper, Principal und Mitbegründer des Unternehmens, bezeichnet es als das bislang geschäftigste Jahr der Firma. Camber Property Group wurde 2016 von Gropper und Andrew Moelis gegründet und ist auf die Entwicklung und Verwaltung von bezahlbarem, gemischt genutztem und Übergangs-Mehrfamilienwohnraum spezialisiert, wobei der Fokus auf dessen Schaffung und Erhalt liegt.

Diesen Sommer stand der Name Camber im Mittelpunkt zweier bedeutender Ankündigungen im Wohnungsbau. Eines davon war der Baubeginn der 167 Millionen US-Dollar teuren Neuentwicklung des Chelsea Beacon, bei dem 131 bezahlbare Wohneinheiten, unterstützendes Wohnen und Gemeinschaftsflächen die ehemalige Bayview Correctional Facility in der 550 West 20th Street ersetzen werden. Darüber hinaus wurde Camber als einer der Entwickler für die 62 Millionen US-Dollar umfassende Modernisierung der Unity Towers der NYCHA in Coney Island ausgewählt.

Das Unternehmen erweitert zudem sein nationales Portfolio und bringt seine Expertise bei der Sanierung notleidender Vermögenswerte und dem Bau neuer Wohneinheiten nach Pennsylvania, Connecticut, New Jersey und Ohio. Commercial Observer traf sich im Juli mit Gropper, um die beiden aufsehenerregenden Projekte, die Entwicklung von Camber und die bevorstehenden Herausforderungen zu besprechen.

Hintergrund und Unternehmensentwicklung

Rick Gropper berichtete, er sei seit etwa 20 Jahren in der Branche für bezahlbaren Wohnraum tätig. Er habe kurz nach seinem Abschluss in Immobilienentwicklung an der Columbia University als Praktikant bei L&M Development Partners begonnen. Der Markt sei 2008 sehr schwierig gewesen. Nach einem einjährigen Praktikum wurde er dort eingestellt und arbeitete sich vom stellvertretenden Projektmanager zum Projektmanager hoch, wobei er alle Aspekte des Entwicklungsprozesses kennenlernte. Er sei sehr operativ orientiert, löse gerne Probleme und versuche, kreative Wege zu finden, um anspruchsvolle, aber notwendige Projekte abzuschließen.

Bei L&M lernte er, alle Teile zusammenzufügen – vom Erwerb von Grundstücken oder Gebäuden über die Finanzierung, Bau und Design eines Gebäudes bis hin zum Navigieren durch das komplizierte Netz behördlicher Genehmigungen, die für einen Abschluss erforderlich sind. Gropper äußerte, er habe sich in die Branche verliebt und sei quasi im Bereich bezahlbaren Wohnraums in New York City aufgewachsen. Er beschrieb das Umfeld als kollegial und hilfsbereit. Camber gründete er 2016 nach etwa zehn Jahren bei L&M Development Partners, was ein großer Meilenstein sei.

Aktuelle Projekte und zukünftige Ziele

Gropper bestätigte, dass dies das bisher geschäftigste Jahr für Camber sei. Er erklärte, viele Faktoren hätten sich zusammengefunden, sowohl für das Unternehmen als auch in der Stadt. Es gebe einen starken Fokus auf die Erhaltung und Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Die aktuelle Stadtverwaltung habe viele erfahrene Führungskräfte im Bereich Wohnungsbau eingesetzt, die den Block-by-Block Wohnungsplan veröffentlicht hätten. Dieser Plan sieht ehrgeizige Ziele vor, nämlich die Schaffung von 200.000 neuen Wohneinheiten und die Erhaltung von weiteren 200.000 bestehenden Einheiten.

Für Camber seien in den letzten zehn Jahren der Aufbau der Unternehmensstruktur, Infrastruktur und des Teams entscheidend gewesen. Das Unternehmen verfüge nun über ein Portfolio von 13.000 Einheiten und sei vertikal integriert, um alle Teile des Entwicklungsprozesses steuern zu können, vom Grundstücks- oder Gebäudeerwerb bis hin zur Finanzierung, Bau und Immobilienverwaltung. Diese Kontrolle sei wichtig, um Unsicherheiten zu minimieren, da Immobiliengeschäfte von Natur aus risikoreich seien. Gropper führte aus, die Projekte des Unternehmens sprächen für sich und seien ein Grund, warum Camber für einige der kompliziertesten und anspruchsvollsten Projekte beauftragt werde.

Das Chelsea Beacon-Projekt stellt eine umfassende Aufgabe dar, so Gropper. Es handelt sich um die Wiederherstellung eines bestehenden, historischen Gebäudes. Ursprünglich in den frühen 1900er Jahren als YMCA erbaut, wurde es um 1970 in eine Frauenstrafvollzugsanstalt umgewandelt. Diese Einrichtung wurde nach Hurrikan Sandy im Jahr 2012 aufgegeben und stand seither leer. Die ESD (Empire State Development) schrieb die Entwicklung aus, um das Gebäude in bezahlbaren Wohnraum umzuwandeln. Camber Property Group und die Osborne Association, die sich um bezahlbaren Wohnraum und die Wiedereingliederung von Personen aus dem Strafvollzugssystem kümmert, erhielten den Zuschlag. Das Architekturbüro CookFox ist ebenfalls beteiligt. Es ist geplant, etwa zehn zusätzliche Stockwerke auf das Gebäude zu setzen, um weiteren Wohnraum zu schaffen.

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