Projektentwicklung··2 min

reconcept expandiert mit Tochtergesellschaft nach Spanien

Die reconcept GmbH, spezialisiert auf Projektentwicklung im Bereich erneuerbarer Energien, gründete die reconcept Iberia S.L. und setzt damit ihren internationalen Expansionskurs fort, wobei der Fokus auf Solarparks und Batterieenergiespeichersystemen liegt.

reconcept expandiert mit Tochtergesellschaft nach Spanien

Die reconcept GmbH, ein Projektentwickler im Sektor der Erneuerbaren Energien, hat mit der Etablierung ihrer spanischen Tochtergesellschaft, reconcept Iberia S.L., ihren internationalen Wachstumskurs fortgesetzt. In Spanien konzentriert sich reconcept auf die Realisierung von Solarparks sowie Batterieenergiespeichersystemen (BESS). Diese Projekte sind primär für Standorte energieintensiver Industrien vorgesehen, insbesondere für Rechenzentren. Ergänzend werden BESS-Projekte konzipiert, welche in das Transportnetz integrierbar sind. Erste Projekte in diesem Segment wurden bereits identifiziert und befinden sich in der Entwicklungsphase.

Mit der Gründung der neuen Gesellschaft etabliert reconcept erstmals eine direkte Präsenz auf spanischem Territorium. Die reconcept Gruppe ist somit in drei europäischen Ländern aktiv: Deutschland, Finnland und Spanien. Über Europa hinaus agiert reconcept in Kanada und Südostasien. Diese Expansion unterstreicht die Strategie des Unternehmens, seine Präsenz in globalen Märkten für erneuerbare Energien zu stärken.

Marktpotenzial in Spanien

Karsten Reetz, Geschäftsführer der reconcept GmbH, äußerte sich zur Marktsituation in Spanien und betonte, dass der spanische Markt für erneuerbare Energien nach der Abschaffung des Subventionsmodells klaren Marktmechanismen unterliegt. Er zählt heute zu den attraktivsten, selbstregulierten Märkten Europas für Solarenergie. Reetz hob die festen Ausbauziele, das Interesse energieintensiver Industrien an erneuerbarer Energie sowie die hohe Anzahl an Sonnenstunden als relevante Faktoren hervor, welche das Land für Projektentwickler attraktiv machen.

reconcept verfolgt die Entwicklungen im spanischen Markt bereits seit einer längeren Periode. Das Ziel Spaniens, bis zum Jahr 2030 81 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen, befördert die Dynamik des Ausbaus. Spanien avancierte zu einem der am schnellsten wachsenden Märkte für erneuerbare Energien in Europa und hat bereits zwei Drittel seiner installierten Stromkapazität auf erneuerbare Quellen umgestellt. Trotz dieser Fortschritte besteht weiterhin eine Differenz zum gesetzten Ziel: Bis zum 31. Dezember 2025 waren 41,7 Gigawatt (GW) Photovoltaik installiert, während das Ziel für 2030 bei 76 GW liegt. Aus diesem Grund sieht reconcept erhebliche Wachstumschancen in Spanien.

Strategische Ausrichtung und Lokale Präsenz

Die Kombination aus einem hohen Solarenergiepotenzial, verfügbaren Flächen, einer robusten internationalen Datenanbindung und politischer Unterstützung hat Spanien zu einem attraktiven Standort für Rechenzentren gemacht, insbesondere für Cloud-Dienste und KI-Infrastrukturen. reconcept plant, Erneuerbare-Energien-Projekte direkt mit diesen und anderen Industrien an den entsprechenden Standorten zu entwickeln. Dies beinhaltet den Abschluss langfristiger Stromabnahmeverträge, sogenannte Power Purchase Agreements (PPAs), direkt mit den Abnehmern. Regulatorische Vorgaben zur Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Stromverbrauch der Industrie sowie steuerliche Anreize unterstützen diese Strategie maßgeblich. Erste Sondierungen mit Betreibern von Rechenzentren sind bereits im Gange.

Für die Intensivierung der Aktivitäten auf dem spanischen Markt wurde die Tochtergesellschaft reconcept Iberia S.L. gegründet. Ein lokales Team in Madrid ist für die Projektentwicklung vor Ort zuständig. Mit Richard Wicke konnte reconcept einen erfahrenen Juristen und Manager für die Projektentwicklung gewinnen, der den spanischen Markt für erneuerbare Energien seit vielen Jahren begleitet. Reetz äußerte die Überzeugung, dass der spanische Markt, auch aufgrund seiner gewonnenen Reife, ein beträchtliches Potenzial für die Projektentwicklung ihres Unternehmens bietet und der Standort in Madrid schrittweise ausgebaut werden soll.

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