Die PORR AG und ihre Projektpartner haben am 22. Juni den Durchschlag des ElbX-Tunnels für die SuedLink-Elbquerung vollzogen. Dieses Bauwerk, das Schleswig-Holstein und Niedersachsen über eine Strecke von etwa 5,2 Kilometern verbindet, stellt einen wichtigen Abschnitt der zukünftigen Stromtrasse dar, welche erneuerbare Energien aus dem Norden in den Süden Deutschlands transportieren wird. TenneT Germany beauftragte die Tunnelbauarbeiten in diesem Schlüsselabschnitt.
Das Vorhaben wurde im maschinellen Vortrieb in Tiefen von mehreren Dutzend Metern unter der Elbe realisiert. Die geologischen und hydrogeologischen Bedingungen stellten dabei hohe Anforderungen an die Planung und Ausführung. Trotz dieser Umstände konnte der Durchschlag, laut Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR, früher als ursprünglich vorgesehen erreicht werden.
Technische Details und Vortriebsleistungen
Besonders auf den letzten 400 Metern des Projekts profitierten die Baubeteiligten von günstigen Baugrundverhältnissen, die außergewöhnliche Vortriebsleistungen ermöglichten. Dabei wurden neue Bestwerte erzielt: Ein maximaler Tagesvortrieb von 32,6 Metern, beziehungsweise 25 Tübbingringen, sowie ein Wochenrekord von 158,7 Metern wurden registriert. Diese Resultate unterstreichen die technische Präzision und die Effizienz in der Ausführung.
René Hallbauer, Projektleiter Tunnelbau bei PORR, betonte, dass der erfolgreiche Abschluss auf dem Zusammenwirken moderner Tunneltechnik, umfassender Erfahrung und einer koordinierten Projektmannschaft basiert. Die Planung und die fachübergreifende Zusammenarbeit waren dabei von entscheidender Bedeutung. Der Vortrieb war während der gesamten Bauzeit von wechselhaften und anspruchsvollen Baugrundverhältnissen im Grundwasser der Elbe geprägt.
Bedeutung für die Energieinfrastruktur
Mit dem Durchschlag beginnen nun die Arbeiten am Innenausbau und der technischen Ausstattung des Tunnels. Nach der Fertigstellung wird die Elbquerung als Teil der SuedLink-Trasse einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit Deutschlands leisten. Das Projekt „SuedLink Elbquerung ElbX“ ermöglicht die Führung leistungsstarker Hochspannungs-Gleichstromkabel unter der Elbe, um Windstrom von Wewelsfleth (Schleswig-Holstein) nach Wischhafen (Niedersachsen) und weiter in die südlichen Regionen zu leiten. Die Elbquerung ist als zentrales Schlüsselprojekt der deutschen Energiewende zu verstehen.
Die frühzeitige Realisierung dieses technischen Bauwerks bestätigt die Leistungsfähigkeit der beteiligten Bauunternehmen und die Effektivität einer detaillierten Planung im Bereich komplexer Infrastrukturvorhaben.




