Die Immobilienbranche in New York City, welche bereits Bedenken hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen der vom Bürgermeister Zohran Mamdani vorgeschlagenen Pied-à-Terre-Steuer auf den Luxuswohnungsmarkt geäußert hatte, erhielt am Montag eine kurzzeitige Atempause. Wayne Ozzi, Richter des Obersten Gerichtshofs von Staten Island, blockierte die Einführung einer kontroversen Abgabe auf Zweitwohnungen mit einem Wert von über 5 Millionen US-Dollar durch die Mamdani-Administration. Ferner ordnete er die Entfernung von fast einer Million Immobilien von der städtischen Online-Liste an, die von dieser Steuer betroffen wären.
Die Entscheidung des Richters, die auf eine Klage von Immobilieneigentümern in der vergangenen Woche folgte, wurde bereits am Montagabend von der Stadt angefochten. Diese Berufung führte automatisch zu einem Aufschub des Urteils, bis die Rechtsmittelverhandlung am 31. August stattfindet.
Hintergrund und Implikationen der Steuer
Eine mit den New Yorker Steuergesetzen vertraute Quelle wies darauf hin, dass die Steuer voraussichtlich weiterhin in Kraft treten wird, selbst wenn sich die gerichtliche Auseinandersetzung verzögert. Die Quelle riet den Eigentümern, die bereits die ursprünglichen Steuerbescheide im Juli erhalten hatten, ihre Unterlagen bereitzuhalten.
Die Pied-à-Terre-Steuer wurde im Mai von der New York State Legislature genehmigt und soll nach einer Analyse des New York City Comptrollers Mark Levine voraussichtlich Einnahmen von 500 Millionen US-Dollar für die Stadt generieren. Die Einführung dieser Politik hat jedoch bei vielen Immobilienexperten Bedenken hervorgerufen. Sie befürchten mögliche negative Auswirkungen auf Luxusentwickler und Käufer, die New York City meiden könnten, obwohl der Luxusmarkt im Juni einen Aufschwung verzeichnete.
Reaktion der Stadtverwaltung
Matt Rauschenbach, Sprecher von Bürgermeister Mamdani, äußerte sich gegenüber dem Wall Street Journal zu der gerichtlichen Entscheidung: „Wir sind mit dem heutigen Urteil nicht einverstanden, sind jedoch sowohl von der Pied-à-Terre-Abgabe als auch von der Fähigkeit der Stadt überzeugt, diese fair und effektiv umzusetzen.“ Er betonte, dass diese Abgabe von Eigentümern von Zweitwohnungen mit einem Wert von 5 Millionen US-Dollar oder mehr verlangt, ihren gerechten Beitrag zu der Stadt zu leisten, von der sie profitieren.




