Die Noratis AG hat über eine wesentliche strategische Neuausrichtung im Rahmen ihres Insolvenzverfahrens informiert. Der zuständige Insolvenzverwalter hat sich am gestrigen Tag dazu entschieden, von den ursprünglichen Plänen einer Refinanzierung des Bestandsportfolios der Noratis Gruppe Abstand zu nehmen. Stattdessen wird eine Verwertung des Portfolios durch dessen Verkauf angestrebt. Diese Entscheidung markiert einen fundamentalen Wechsel im Ansatz zur Sicherung der Vermögenswerte des Unternehmens.
Im direkten Zusammenhang mit dieser strategischen Neuausrichtung hat der Insolvenzverwalter der Noratis AG heute außerdem die Beendigung der Einbeziehung der Aktien der Gesellschaft in den Freiverkehr (Basic Board) an der Frankfurter Wertpapierbörse beschlossen. Dieser Schritt, als Delisting bezeichnet, wird durch ein entsprechendes Schreiben an die Deutsche Börse AG formalisiert, welches noch heute übermittelt werden soll.
Details des Delistings und Auswirkungen für Aktionäre
Die Kündigungsfrist für die Einbeziehung in den Freiverkehr beträgt gemäß § 30 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutsche Börse AG drei Monate. Dies bedeutet, dass der Handel der Aktien der Noratis AG im Freiverkehr des Basic Board an der Frankfurter Wertpapierbörse spätestens zum 1. Dezember 2026 eingestellt wird. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt den Aktionären der Gesellschaft die Möglichkeit erhalten, ihre Aktien im Freiverkehr zu handeln.
Nach Beendigung der Einbeziehung in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse wird die Noratis AG keine Veranlassung zur Notierung ihrer Aktien an einer anderen Börse mehr geben. Dies führt zu einer vollständigen Einstellung des organisierten Handels der Unternehmensanteile auf Initiative der Gesellschaft. Die Entscheidung des Insolvenzverwalters unterstreicht die Priorität, die Vermögenswerte des Portfolios effektiv zu monetarisieren, um den Interessen der Gläubiger bestmöglich zu dienen.
- —Strategiewechsel von Refinanzierung zu Veräußerung des Bestandsportfolios.
- —Delisting der Noratis AG-Aktien aus dem Freiverkehr (Basic Board) der Frankfurter Wertpapierbörse.
- —Handel der Aktien endet spätestens zum 1. Dezember 2026.
- —Keine zukünftige Notierung an anderen Börsen auf Initiative der Gesellschaft.
Dieser Schritt ist als eine konsequente Maßnahme im Rahmen des Insolvenzverfahrens zu verstehen, um eine geordnete Abwicklung und Verwertung der Unternehmenswerte zu gewährleisten. Die Konzentration liegt nun primär auf dem effizienten Verkauf des Immobilienportfolios, um die bestmöglichen Ergebnisse für alle Beteiligten zu erzielen, anstatt den Weg einer komplexen Refinanzierung weiter zu verfolgen.














