New York wird das erste US-Bundesstaat sein, das ein landesweites Moratorium für den Bau von großen Rechenzentrumsanlagen einführt. Dies hat weitreichende Auswirkungen auf die schnell wachsende Rechenzentrumsbranche, insbesondere angesichts des erhöhten Strombedarfs durch die Nutzung künstlicher Intelligenz (KI). Die Entscheidung, die durch eine Anordnung von Gouverneurin Kathy Hochul am Dienstag angekündigt wurde, markiert einen Präzedenzfall für die Regulierung dieser Infrastruktur.
Die Anordnung sieht ein einjähriges Verbot für neue Rechenzentren mit einer Kapazität von mindestens 50 Megawatt vor. Ziel dieser Maßnahme ist es, staatlichen Aufsichtsbehörden die Möglichkeit zu geben, neue Standards für den Umgang mit Umwelt-, Energie- und Wasserverbrauchsfragen zu entwickeln. Dies umfasst die Bewertung der langfristigen Auswirkungen von Rechenzentren auf die lokalen Ressourcen und Versorgungseinrichtungen.
Hintergrund und Begründung des Moratoriums
Gouverneurin Hochul betonte, dass sie als ihre Verantwortung ansehe, Maßnahmen zu ergreifen und zu führen, da die Entwicklung von Rechenzentren das Potenzial habe, die Stromrechnungen zu erhöhen, natürliche Ressourcen zu erschöpfen und Unsicherheit für die New Yorker zu schaffen. Diese Erklärung unterstreicht die Bedenken der Regierung hinsichtlich der Nachhaltigkeit des derzeitigen Wachstumsmodells der Branche.
Die Anordnung erfolgt fünf Wochen, nachdem die New Yorker Staatslegislative einen Gesetzesentwurf verabschiedet hatte, der ebenfalls ein einjähriges Moratorium für Rechenzentren vorsah, um strengere Leitplanken zu schaffen. Maine hatte im Frühjahr ebenfalls versucht, ein ähnliches Moratorium durchzusetzen, doch dieses Gesetz wurde von Gouverneurin Janet Mills mit einem Veto belegt. Dies verdeutlicht, dass die Regulierung von Rechenzentren ein nationales Thema ist, das in verschiedenen Bundesstaaten unterschiedlich behandelt wird.




