Die Münchener Hypothekenbank hat das erste Halbjahr 2026 mit einer positiven Bilanz abgeschlossen. In einem von geopolitischen Spannungen, erhöhten Energiepreisen und konjunkturellen Unsicherheiten geprägten Umfeld konnte die Bank ihre Ertragskraft behaupten und das Neugeschäft steigern. Dr. Holger Horn, Vorstandsvorsitzender der Münchener Hypothekenbank, betonte, dass die Bank ihren Kurs beibehalte und auf einem robusten Fundament mit starker Ertragskraft stehe.
Das Darlehensvolumen im Neugeschäft erhöhte sich im Berichtszeitraum um 15 Prozent und erreichte 1,75 Milliarden Euro, gegenüber 1,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum (30.06.2025). Im Bereich der privaten Wohnimmobilienfinanzierung belief sich das Zusagevolumen auf 0,9 Milliarden Euro. Diese Stabilität wurde trotz der schwachen Neubautätigkeit am Markt erzielt. Das Neugeschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung stieg auf 0,85 Milliarden Euro, verglichen mit 0,6 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2025. Ein Großteil dieses Volumens resultierte aus Anschluss- und Umfinanzierungen, da Investoren weiterhin eine zurückhaltende Haltung einnahmen.
Refinanzierung und Ertragskennzahlen
Das Refinanzierungsvolumen am Geld- und Kapitalmarkt erreichte rund 2,5 Milliarden Euro. Hierzu trugen zwei Benchmark-Emissionen von Hypothekenpfandbriefen bei, welche jeweils 500 Millionen Euro umfassten. Diese Emissionen stießen auf eine sehr hohe Investorennachfrage und konnten zu historisch niedrigen Emissionsspreads platziert werden. Die Ertragslage der Bank zeigte sich stabil. Der Zinsüberschuss belief sich auf 247,9 Millionen Euro (30.06.2025: 260,4 Millionen Euro). Die Provisionsaufwendungen des ersten Halbjahres lagen bei 26,0 Millionen Euro (30.06.2025: 29,1 Millionen Euro). Daraus resultierte ein Zins- und Provisionsüberschuss von 221,8 Millionen Euro (30.06.2025: 231,3 Millionen Euro).
Die Verwaltungsaufwendungen stiegen auf 91,7 Millionen Euro (30.06.2025: 86,7 Millionen Euro). Die Gesamtrisikovorsorge im Kreditgeschäft war mit 37,6 Millionen Euro geringer als im Vorjahr (30.06.2025: 50,6 Millionen Euro). Für das gesamte Geschäftsjahr plant die Bank eine Risikovorsorge auf Höhe des Vorjahresniveaus. Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge verbesserte sich auf 93,5 Millionen Euro, nach 92,0 Millionen Euro im Vergleichszeitraum 2025. Nach Abzug von Steueraufwendungen in Höhe von 35,8 Millionen Euro belief sich der zeitanteilige Jahresüberschuss auf 57,8 Millionen Euro (30.06.2025: 56,6 Millionen Euro).
Kapitalausstattung und Ausblick
Die Kapitalausstattung der Münchener Hypothekenbank weist weiterhin eine solide Basis auf. Zum 30. Juni 2026 betrug die harte Kernkapitalquote 20,7 Prozent (31.12.2025: 21,0 Prozent). Die Gesamtkapitalquote lag bei 27,8 Prozent (31.12.2025: 28,0 Prozent). Die Bank äußert sich optimistisch hinsichtlich der Erreichung ihrer Ertrags- und Neugeschäftsziele für das Gesamtjahr. Dennoch wird betont, dass die weiteren Perspektiven aufgrund der anhaltenden konjunkturellen und geopolitischen Unsicherheiten sowie deren potenziellen Auswirkungen auf die Immobilien- und Immobilienfinanzierungsmärkte nur schwer einschätzbar sind.














