Die MPC Capital AG, gelistet an der Deutschen Börse (Scale, ISIN DE000A1TNWJ4), gab ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 bekannt. Trotz eines geringfügigen, primär währungsbedingten Umsatzrückgangs konnte das Unternehmen eine deutliche Steigerung des Gewinns vor Steuern verzeichnen. Diese Entwicklung unterstreicht die Ertragskraft auf Basis des bestehenden Geschäftsmodells und ermöglicht die Bestätigung der Jahresprognose.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich im Berichtsquartal um 17 % auf 8,3 Mio. EUR. Dies ist maßgeblich auf die gestiegenen Erträge aus dem Co-Investment-Portfolio zurückzuführen, welches als wesentlicher Treiber des Ergebniswachstums identifiziert wurde. Die Transparenz hinsichtlich zukünftiger Erträge, insbesondere durch wiederkehrende Management Fees sowie bereits abgeschlossene Transaktionen, bildet die Grundlage für die positive Einschätzung durch den Vorstand.
Operative Leistung und Währungseinfluss
Im ersten Quartal 2026 belief sich der Umsatz der MPC Capital auf 10,6 Mio. EUR, gegenüber 11,8 Mio. EUR im Vorjahresquartal 2025. Dieser Rückgang wird hauptsächlich auf die Entwicklung des US-Dollars zurückgeführt, da ein erheblicher Teil der Einnahmen im maritimen Servicegeschäft in dieser Währung generiert wird. Bei konstanter Währungsbasis hätte sich der Umsatz stattdessen leicht positiv entwickelt, wobei dieser Effekt voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2026 entfallen wird. Die wiederkehrenden Management Fees trugen mit 8,5 Mio. EUR zu einem stabilen Fundament bei (Q1 2025: 9,2 Mio. EUR).
Die Transaktionsgebühren, welche 2,0 Mio. EUR erreichten, blieben hinter dem Wert des starken Vorjahresquartals (2,4 Mio. EUR) zurück. Das Unternehmen erwartet jedoch eine deutliche Steigerung dieser Gebühren im Gesamtjahr 2026, basierend auf einer Reihe bereits kontrahierter und hochgradig wahrscheinlicher Transaktionen, die im weiteren Jahresverlauf realisiert werden sollen. Dies beinhaltet ein Neubauprogramm mit einem Investitionsvolumen von über 1,4 Mrd. USD sowie eine gut gefüllte Transaktionspipeline.
Stärkung der Bilanz und Ausblick
Das Finanzergebnis zeigte sich im ersten Quartal 2026 mit 6,7 Mio. EUR deutlich verbessert gegenüber 5,3 Mio. EUR im Vorjahr (ein Plus von 28 %). Diese Steigerung resultierte aus der Performance des Co-Investment-Portfolios, welches sowohl Rückflüsse aus Projektverkäufen als auch laufende Erträge aus strategischen Beteiligungen generierte. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,21 EUR (Q1 2025: 0,18 EUR).
Die finanzielle Stärke des Unternehmens wurde weiter ausgebaut. Der Cash-Bestand erhöhte sich zum 31. März 2026 auf 40,9 Mio. EUR (gegenüber 35,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2025). Die Eigenkapitalquote stieg parallel auf 90 % (31. Dezember 2025: 87 %). Diese Entwicklung ist unter anderem auf die geänderte Konsolidierungsmethode und die damit verbundene Vollkonsolidierung der Beteiligung an der MPC Container Ships ASA zurückzuführen, was zu einer entsprechenden Erhöhung der Finanzanlagen und der Minderheitenanteile am Eigenkapital führte.
Trotz eines herausfordernden geopolitischen Umfeldes erwies sich das Geschäftsmodell von MPC Capital als resilient. Der hohe Anteil wiederkehrender Management Fees, ein ertragsstarkes Co-Investment-Portfolio und eine robuste Bilanz bildeten die Grundlage für diese Stabilität. Vor diesem Hintergrund bestätigte der Vorstand die im April mit dem Geschäftsbericht 2025 kommunizierte Prognose für das Gesamtjahr 2026. Diese Prognose sieht einen Konzernumsatz zwischen 45 Mio. EUR und 50 Mio. EUR sowie ein Konzern-Ergebnis vor Steuern (EBT) zwischen 25 Mio. EUR und 30 Mio. EUR vor.




