Das von ID Logistics Germany entwickelte Logistikzentrum im Großraum Aachen, spezifischer in Alsdorf, hat mit dem 4. August 2026 seinen operativen Betrieb aufgenommen. Die Inbetriebnahme erfolgte termingerecht nach einer dreimonatigen Umrüstphase. Von diesem geografisch zentralen Standort im Dreiländereck Deutschland-Niederlande-Belgien aus wird die Versorgung von Fulfillment- und Distributionszentren eines großen E-Commerce-Händlers koordiniert.
Leif Venus, Director Last Mile & Specialized E-Commerce bei ID Logistics, bestätigte den Beginn der Befüllung der Logistikanlage. Die Menge der umzuschlagenden Güter wird sukzessive erhöht. Prognostiziert wird, dass in der multifunktionalen Immobilie täglich bis zu 50.000 Pakete umgeschlagen, eingelagert oder ausgelagert werden können. Der Hochlauf des Betriebs orientiert sich an den Anforderungen des Kunden.
Revitalisierung einer Bestandsimmobilie
Die Gesamtfläche der acht Hallen, welche 72.800 Quadratmeter umfasst, soll bis zum zweiten Quartal 2027 in vier Abschnitten vollständig in Betrieb genommen werden. Robin Otto, CEO von ID Logistics Germany, hob hervor, dass ein bereits genutztes Industrieareal innerhalb kurzer Zeit revitalisiert und gezielt weiterentwickelt wurde. Dies ermöglichte eine bedarfsgerechte Zuführung der Immobilie zu einem neuen Nutzungskreislauf. Otto betonte, dass in Alsdorf durch intelligente Planung zukunftsfähige Logistikstandorte ohne zusätzliche Flächenversiegelung entstehen können.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Bestandsentwicklung ist die Realisierungszeit. Im Gegensatz zu Neubauprojekten sind Bestandsentwicklungen weniger stark vom Baufortschritt abhängig. Laut Otto können Entwicklungszeiten bei Bestandsimmobilien gegenüber klassischen Neubauprojekten häufig um 70 bis 90 Prozent reduziert werden. Der technische und intralogistische Ausbau wird parallel zum operativen Hochlauf fortgeführt.
Technologische Ausstattung und Personalentwicklung
Das Lagerkonzept für den zeitkritischen Online-Handel vereint Kapazitäten für unpalettierte und palettierte Waren. ID Logistics Germany investierte in Hochregal- und Schmalgangsysteme, Stapler sowie Fördertechnik. Eine zentrale Funktion übernehmen 45 spezielle Flurförderzeuge, sogenannte Man-up-Trucks, die es dem Bedienpersonal ermöglichen, Waren direkt aus hoch gelegenen Regalfächern zu kommissionieren. Die digitale Steuerung und Überwachung der Lagerbewegungen erfolgt über ein Warehouse-Management-System, welches eine durchgängige Transparenz und effiziente Bestandsführung sicherstellt.
- —Testphase: Eine dreiwöchige Testphase ging der Inbetriebnahme voraus.
- —Prozessoptimierung: Einlagerungsstrategien, Füllgrade sowie sämtliche Prozessschritte vom Lkw-Handling bis zur Qualitätsprüfung wurden unter realen Bedingungen erprobt.
- —Standardisierung: Die erprobten Abläufe wurden in standardisierte Prozesse überführt.
Das Team am Standort wird parallel zum operativen Hochlauf schrittweise erweitert. Derzeit sind in Alsdorf etwa 65 Mitarbeitende beschäftigt. Mit der sukzessiven Inbetriebnahme weiterer Hallen ist eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl auf insgesamt rund 300 Arbeitsplätze vorgesehen.




