Nach der Kündigung durch den vormaligen Ankermieter Galeria Karstadt Kaufhof Anfang 2024 standen im Shoppingcenter Limbecker Platz in Essen rund 19.000 m² über vier Etagen leer. Diese Fläche wurde im Rahmen einer Neukonzeption durch Union Investment und ECE revitalisiert und einer neuen Nutzung zugeführt. Die Eigentümer, vertreten durch Union Investment über den Offenen Immobilienfonds UniImmo: Europa und die ECE / Familie Otto, haben hierfür gemeinsam Investitionen von circa 30 Millionen Euro getätigt. Diese Maßnahme diente der Repositionierung des Centers und der nachhaltigen Sicherung des Standorts.
Die ehemals große Einzelhandelsfläche wurde strategisch in fünf eigenständige Mieteinheiten unterteilt, um eine diversifizierte Nutzung und eine breitere Mieterstruktur zu ermöglichen. Diese Einheiten wurden erfolgreich am Markt platziert, wobei bereits nach anderthalb Jahren vier von fünf Einheiten neu vermietet sind. Etwa 50 Prozent der Gesamtfläche wurden seitdem wieder für den Publikumsverkehr geöffnet, was die Dynamik der Repositionierung unterstreicht.
Neue Ankernutzer und Mieterstruktur
Die Neubelegung erfolgte mit mehreren frequenzstarken Mietern. Peek & Cloppenburg Düsseldorf mietete rund 6.400 m² auf zwei Etagen an und präsentierte dort sein aktuelles Ladenbaukonzept, dessen Eröffnung im April dieses Jahres erfolgte. Der Sportspezialist Intersport Voswinkel sicherte sich eine Mietfläche von rund 2.000 m² im ersten Obergeschoss für einen Zeitraum von zehn Jahren und eröffnete bereits im März. Ergänzend konnten mit Netto ein Nahversorger sowie mit Lager 157 ein international agierender Modeanbieter als weitere Mieter gewonnen werden.
Die weit überwiegenden Anteile der neu geschaffenen Mietflächen sind somit langfristig vergeben, was nachhaltige Erträge für den beteiligten Fonds gewährleistet. Norman Naehrig, Senior Asset Manager bei Union Investment, bestätigte, dass für die letzte verbleibende Einheit fortgeschrittene Gespräche mit potenziellen Mietern aus den Segmenten Mode und Gesundheit geführt werden. Diese Entwicklung verdeutlicht die erfolgreiche Neuausrichtung in einem Marktumfeld, in dem der stationäre Einzelhandel teilweise kritisch bewertet wurde.
Der Limbecker Platz in Essen zählt mit über 200 Geschäften zu den größten innerstädtischen Shoppingcentern Deutschlands. Das architektonische Konzept des Centers basiert auf einem Entwurf des Münchner Architekten Gunter Henn. Eine Besonderheit stellt die Fassadengestaltung dar, die mit ihrer metallischen Textur einer Abendrobe nachempfunden ist. Die ECE ist sowohl Betreiber als auch Vermieter des Objekts und war bereits an dessen Entwicklung beteiligt.




