Die jüngsten Kürzungen der staatlichen Förderquoten für den Heizungstausch durch die KfW haben bei Immobilieneigentümern und im Handwerk zu Verunsicherung geführt. Diese Entwicklung birgt das Risiko, den Fortschritt der Wärmewende im Gebäudebestand zu verlangsamen. Eigentümer sehen sich mit unerwarteten Mehrkosten konfrontiert, während im Handwerk Stornierungen von Aufträgen befürchtet werden.
In Reaktion auf diese Situation hat das norddeutsche Startup Nordwærme angekündigt, einen Förder-Rabatt aus eigenen Mitteln zu gewähren, um eine Übergangsphase bis Ende August zu sichern. Das Unternehmen möchte hiermit einen Investitionsstau vermeiden und die Umstellung auf effiziente Wärmepumpen weiterhin fördern. Die Maßnahme zielt darauf ab, die ursprünglichen Förderbedingungen für Bauherren teilweise zu restituieren.
Sönke Löser, Geschäftsführer von Nordwærme Fußbodenheizungen, äußerte, dass viele Familien fest mit der KfW-Förderung kalkuliert hätten und eine plötzliche Änderung der Rahmenbedingungen dringend benötigte Projekte infrage stelle. Er betonte, dass ein solches Vorgehen Bauherren erheblich verunsichere. Das Unternehmen setze mit dem Förder-Rabatt ein Zeichen für Verlässlichkeit, die unabhängig von der Haushaltslage des Staates sein sollte.
Nordwærme-Sondervermögen zur Kompensation
Nordwærme gleicht die Reduzierung des förderfähigen Höchstbetrags von 30.000 auf 28.000 Euro, entsprechend einer Kürzung von 6,67 Prozent, aus einem unternehmenseigenen Quellen aus. Dieser Rabatt wird bis Ende August auf die Leistungen des Unternehmens angewendet. Die Beantragung der Förderung erfolgt über einen unkomplizierten E-Mail-Prozess. Analog zu den KfW-Regelungen muss der Förderantrag vor der Auftragserteilung eingereicht werden, wobei der Rabatt direkt auf der Schlussrechnung ausgewiesen wird.
Das Leistungsangebot von Nordwærme konzentriert sich auf die Nachrüstung von Fußbodenheizungen in Bestandsgebäuden zur Begleitung von Wärmepumpen-Projekten. Insbesondere bei älteren Gebäuden ist eine Fußbodenheizung oft notwendig, um die Effizienz einer Wärmepumpe im Sinne der KfW-Förderkriterien sicherzustellen. Eine Fußbodenheizung trägt zur Senkung der Vorlauftemperatur bei und verbessert dadurch die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe. Die Nachrüstung einer Nordwærme-Fußbodenheizung kann somit oftmals im Rahmen der Wärmepumpenförderung mit denselben Sätzen gefördert werden.
Das von Nordwærme angewandte Fräsverfahren ermöglicht eine schnelle und saubere Installation innerhalb weniger Tage, ohne die Notwendigkeit einer vollständigen Entfernung des Estrichs. Herr Löser ermutigte Immobilieneigentümer, Investitionsentscheidungen nicht aufgrund kurzfristiger politischer Kursänderungen aufzuschieben. Er äußerte die Hoffnung, dass diese Initiative dazu beitragen möge, Neuinstallationen von Wärmepumpen zu ermöglichen, wovon Kunden, Handwerk und Klimaschutz profitieren.




