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IPH Gruppe vermietet 47.000 m² Einzelhandelsfläche im ersten Halbjahr

Die IPH Gruppe verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 die Vermietung von 47.000 Quadratmetern Einzelhandelsfläche durch Neuvermietungen und Prolongationen, was einer Steigerung der Vertragsabschlüsse um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

IPH Gruppe vermietet 47.000 m² Einzelhandelsfläche im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr 2026 hat die IPH Gruppe insgesamt 47.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche neu vermietet oder bestehende Verträge prolongiert. Dies umfasste 154 Mietverträge, von denen etwa 60 Prozent Verlängerungen waren. Die Anzahl der Vertragsabschlüsse stieg damit um 26 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025.

Lars Jähnichen, Geschäftsführer der IPH Gruppe, konstatierte, dass sich der Vermietungsmarkt trotz gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten in Deutschland als deutlich stabiler erwiesen habe als noch vor einigen Jahren. Er betonte, dass Eigentümer und Vermieter heute eine proaktivere Marktbearbeitung betreiben müssten, um ihre Immobilien nachhaltig zu positionieren. Händler prüfen Standorte intensiver und stellen höhere Anforderungen an die Flächenqualität, Wirtschaftlichkeit und Flexibilität.

Entwicklungen im Einzelhandel

Der Markt wird zunehmend von flexiblen Storekonzepten geprägt. Handelsunternehmen entwickeln standortindividuelle Konzepte, die von standardisierten Filialgrößen abweichen. Großflächige Händler passen ihre Flächen an die jeweiligen Einzugsgebiete und die lokale Nachfrage an, was zu wirtschaftlich tragfähigen Lösungen für alle Beteiligten führt. Parallel dazu gewinnt das Shop-in-Shop-Prinzip an Relevanz, wobei Händler zusätzliche Konzepte in bestehende Flächen integrieren oder Teilflächen anderen Marken zur Verfügung stellen. Herr Jähnichen wies darauf hin, dass Shop-in-Shop-Konzepte bei korrekter Implementierung die Flächeneffizienz steigern und neue Kundengruppen erschließen können, wobei die Synergieeffekte der beteiligten Konzepte entscheidend sind.

Ein weiterer Trend betrifft die stationäre Etablierung von Marken, die ursprünglich im Onlinehandel agierten. Diese Marken eröffnen physische Standorte zur Steigerung ihrer Sichtbarkeit, zur Schaffung direkterer Kundenerlebnisse und zur Stärkung der Kundenbindung. Der stationäre Handel dient dabei als Ergänzung einer Omnichannel-Strategie und zur Erschließung zusätzlicher Verkaufspotenziale.

Marktdynamik und Mietniveaustabilisierung

Die IPH Gruppe beobachtet ferner einen verstärkten Markteintritt neuer Handelskonzepte, darunter internationale Lebensmittelanbieter, koreanische Beauty-Marken sowie Lifestyle- und Non-Food-Konzepte. Diese erweitern den Branchenmix in deutschen Innenstädten und Einkaufszentren und sprechen insbesondere jüngere Zielgruppen an. Die IPH Gruppe schätzt das Mietniveau inzwischen als weitgehend stabil ein. Neuvermietungen und Vertragsverlängerungen der letzten Jahre zeigen eine insgesamt positive Entwicklung, wenngleich langfristige Altverträge aus der Zeit vor der Corona-Pandemie teils niedrigere Anschlussmieten aufweisen. In den von der IPH Gruppe betreuten Shopping Centern bewegen sich die Besucherfrequenzen auf Vorjahresniveau. Die Umsätze im Gesamtportfolio liegen inflationsbereinigt leicht über diesem Wert.

Herr Jähnichen betonte, dass erfolgreiche Vermietung eine aktive Schärfung der Standortprofile erfordert. Händler investieren bevorzugt an Standorten, die professionell weiterentwickelt werden und deren Eigentümer in Aufenthaltsqualität, Gestaltung und moderne Flächenkonzepte investieren. Eine proaktive Betreuung von Mietverhältnissen ist aufgrund längerer Entscheidungsprozesse zunehmend wichtig. Dies umfasst ein frühzeitiges Monitoring von Mietverträgen, Performancekennzahlen und Flächenentwicklungen, um Leerstandsphasen bei Vertragsverlängerungen oder Nachvermietungen zu minimieren. Eine solche Vermietungssteuerung beugt ungenutzten Flächen vor, generiert Frequenz, stärkt die Mieterleistung und sichert den Immobilienwert, was als entscheidender Werttreiber für den Anlageerfolg gilt. Hierzu sind neben Marktkenntnis ein kontinuierlicher Dialog mit Mietern und Eigentümern sowie eine fundierte Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung jedes Standorts erforderlich.

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