München setzte im zweiten Quartal seine Entwicklung als führender Investmentstandort im Umsatz-Ranking der deutschen A-Städte fort. Mit einem Transaktionsvolumen von circa 1,24 Milliarden Euro erreichte die bayerische Landeshauptstadt als einzige Metropole zur Jahresmitte die Milliarden-Euro-Marke. Diese Ergebnisse basieren auf einer Analyse von BNP Paribas Real Estate. Der Umsatzanstieg um nahezu 35 Prozent im Vorjahresvergleich signalisiert eine positive Entwicklung, obwohl die Anzahl der Transaktionen im Langzeitvergleich um fast 38 Prozent zurückging.
Michael Morgan, Münchner Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate GmbH, führte aus, dass sowohl größere Umsatztreiber als auch eine höhere Anzahl an Abschlüssen, die zuletzt im Jahr 2022 übertroffen wurde, zu diesem Resultat beitrugen. Unter den markanten Transaktionen der ersten sechs Monate befanden sich insbesondere Investments im dreistelligen Millionenbereich. Ein zentrales Beispiel hierfür ist die Alte Akademie, die ehemals zum Signa-Portfolio gehörte und als eine der größten deutschen Retail-Transaktionen des laufenden Jahres gilt.
Fokus auf Büro- und Innenstadtlagen
Zwei der bundesweit fünf größten Office-Investments wurden ebenfalls in München registriert: die innerstädtischen Büroimmobilien am Prinzregentenplatz 7–9 und in der Sonnenstraße 15 (ehemals Lindberg-Haus). Bei den Spitzenrenditen blieben im Retail Highstreet-Bereich (3,45 Prozent) und im Office-Sektor (4,20 Prozent) im Jahresverlauf bisher keine wesentlichen Veränderungen sichtbar. Im Logistik-Segment führte der Aufwärtsdruck zu einer geringfügigen Anpassung um zehn Basispunkte auf 4,60 Prozent.
Die Umsatzverteilung im ersten Halbjahr zeigte eine klare Präferenz für Büroinvestitionen und zentrale Lagen. Büroobjekte trugen knapp 47 Prozent zum Gesamtvolumen bei, und fast 57 Prozent des Resultats entfielen auf das Stadtzentrum. Neben den bereits erwähnten großvolumigen Büroobjekten und der Alten Akademie wechselten auch das Excelsior Hotel und Serviced Apartment-Immobilien in Innenstadtlagen den Eigentümer. Dies trug zu einer diversifizierten Investitionstätigkeit im wichtigsten Münchner Teilmarkt bei. Außerhalb der City waren die Transaktionsaktivitäten kleinteiliger, umfassten jedoch Büroobjekte, Logistik- und Einzelhandels- beziehungsweise Food-Retail-Verkäufe. Gut 43 Prozent des Volumens wurden außerhalb der Innenstadt generiert.
- —Transaktionsvolumen in München: ca. 1,24 Mrd. € im Q2
- —Umsatzanstieg: ca. 35 % im Vorjahresvergleich
- —Anzahl der Deals: Rückgang um ca. 38 % im Langzeitvergleich
- —Spitzenrenditen: Retail Highstreet bei 3,45 %, Office bei 4,20 %, Logistik bei 4,60 %
Hinsichtlich der Größenklassen wurde in etwa gleichermaßen in Top-Objekte über der 100-Millionen-Euro-Marke wie in mittelgroße und kleinere Gewerbeimmobilien bis zu diesem Schwellenwert investiert, was ein durchschnittliches Volumen von circa 39 Millionen Euro pro Deal ergibt. Morgan äußerte, der Münchner Investmentmarkt habe zum Halbjahr eine gute Ausgangsbasis geschaffen, um auch im weiteren Jahresverlauf einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr zu erzielen. Die weiterhin starke Wettbewerbsposition der bayerischen Metropole im Städtevergleich wird durch ihre Führung im Standort-Ranking sowie durch Top-Office- und Retail-Abschlüsse untermauert, die zu den größten bundesweiten Investments ihrer jeweiligen Assetklasse zählen.
Der Bürovermietungsmarkt in München zeigte sich in den ersten sechs Monaten in solider Verfassung, mit einem überdurchschnittlichen Flächenumsatz und steigenden Mieten. Dies stärkte das Vertrauen in den Bürosektor zusätzlich. Des Weiteren konnten immer wieder größere Highstreet-Transaktionen und Hotel-Verkäufe über der 50-Millionen-Euro-Marke verzeichnet werden, was positive Rahmenbedingungen in diesen Sektoren indiziert. Trotz geopolitischer Unsicherheiten, Finanzierungsbedingungen und Konjunkturentwicklungen, die das Investmentumfeld beeinflussen können, verfügt die Metropolregion München über die grundlegenden Voraussetzungen für ein anhaltend steigendes Investmentvolumen. Die Stadt gilt als ein wirtschaftliches Powerhouse mit einem zukunftsfähigen Technologiesektor und innovativen Industrien, was ein entscheidendes Investmentargument darstellt.




