Die jüngste „Vows & Venues“-Umfrage von Hyatt, die 2.002 Personen in Deutschland befragte, liefert relevante Daten zu den aktuellen Prioritäten bei der Planung von Hochzeiten und Flitterwochen. Diese Ergebnisse sind für Hotels, Veranstaltungsorte und Dienstleister in der Hochzeits- und Reisebranche von Bedeutung, da sie Einblicke in die Marktentwicklung geben.
Nur 58 Prozent der Befragten präferieren Deutschland als Hochzeitsland. Eine signifikante Anzahl zieht internationale Destinationen vor, wobei Italien (16 Prozent), die Malediven (12 Prozent) und Spanien (10 Prozent) die Top-Ziele für Hochzeiten im Ausland darstellen. Paul Dalgleish, Vice President Sales, Revenue and Business Development EAME bei Hyatt, konstatiert eine anhaltend hohe Nachfrage nach sogenannten Destination Weddings, die sich zunehmend als mehrtägige Veranstaltungen mit Anforderungen an Gruppenbuchungen und koordinierte Reiseplanung manifestieren.
Die Präferenzen für Hochzeitslocations sind divers. Ein Viertel der Befragten (25 Prozent) favorisiert Restaurants, während 20 Prozent eine Outdoor-Hochzeit in Gärten oder Parks wünschen. 17 Prozent können sich eine Strandhochzeit vorstellen. Hotels spielen ebenfalls eine Rolle, wobei 14 Prozent ein All-inclusive-Resort, 12 Prozent ein Fünf-Sterne-Hotel und 10 Prozent ein Boutiquehotel in Betracht ziehen. Die durchschnittliche ideale Gästezahl liegt bei 84 Personen.
Bei der Wahl eines Hotels als Hochzeitslocation sind praktische und atmosphärische Kriterien entscheidend. Ausreichender Platz für alle Gäste ist für 55 Prozent der Befragten prioritär. Bezahlbare Hochzeitspakete werden von 38 Prozent als wichtig erachtet. Eine romantische Atmosphäre sowie die Verfügbarkeit von Alternativen bei schlechtem Wetter sind für jeweils 28 Prozent relevant. Design und Inneneinrichtung, die dem persönlichen Geschmack entsprechen, beeinflussen die Entscheidung von 24 Prozent der Befragten. Die Möglichkeit zur individuellen Anpassung von Hochzeitspaketen ist für 23 Prozent von Bedeutung. Das durchschnittliche ideale Hochzeitsbudget wird mit 29.691,50 Euro beziffert. Jüngere Altersgruppen, insbesondere 25- bis 34-Jährige und 18- bis 24-Jährige, zeigen sich bereit, höhere Budgets von 42.602 Euro beziehungsweise 46.310 Euro zu investieren.
Hintergrund und Entwicklung des Hochzeitsmarktes
Der globale Hochzeitsmarkt, dessen Wert bereits 2025 auf über 1 Milliarde US-Dollar geschätzt wurde, wird Prognosen zufolge bis 2033 jährlich um 12,8 Prozent wachsen. Die Befragten planen, durchschnittlich 30,8 Prozent ihres Hochzeitsbudgets für die Location und die Unterbringung zu verwenden. Angesichts der Komplexität der Hochzeitsplanung würden 37 Prozent der Befragten direkt mit dem Eventteam eines Hotels zusammenarbeiten und 33 Prozent eine Liste bevorzugter Dienstleister der Location nutzen.
Flitterwochen: Präferenzen und neue Trends
Die beliebtesten Ziele für Flitterwochen sind laut Umfrage Italien (23 Prozent), Frankreich (13 Prozent), die Malediven (11 Prozent), Spanien (10 Prozent) und Griechenland (9 Prozent). Hierfür sind die Befragten bereit, durchschnittlich 9.000 Euro auszugeben. Das Preis-Leistungs-Verhältnis (51 Prozent) und die Wetteraussichten (46 Prozent) sind die wichtigsten Auswahlkriterien für Flitterwochenziele. Weitere Faktoren umfassen den Wunsch nach einem „Bucketlist-Reiseziel“ (36 Prozent), eine geringe Überfüllung (22 Prozent), eine romantische Destination (19 Prozent) und eine ansprechende Kulinarik (16 Prozent).
- —Romantische Kulisse (41 Prozent)
- —All-inclusive-Optionen (39 Prozent)
- —Romantische Zimmer (32 Prozent)
- —Nähe zum Strand (30 Prozent)
Neue Konzepte wie der „Early Moon“ (Urlaub vor der Hochzeit, von 37 Prozent in Betracht gezogen), der „Mini Moon“ (34 Prozent) oder der „Multi-Location Moon“ (31 Prozent) gewinnen an Bedeutung. Auch der „Buddy Moon“, bei dem Freunde das frisch vermählte Paar begleiten, wird von 25 Prozent der Befragten in Erwägung gezogen.




