Der europäische Hotelmarkt zeigt sich widerstandsfähig gegenüber externen Belastungen. Aktuelle Analysen deuten auf ein fortgesetztes Umsatzwachstum hin, ungeachtet geopolitischer Unsicherheiten und anhaltender Inflationstendenzen. Diese Entwicklung wird maßgeblich durch ein robustes Wachstum der realen Haushaltseinkommen, durchgängig hohe Auslastungsraten sowie eine limitierte Neubautätigkeit im Hotelsektor getragen.
Geopolitische Ereignisse können den internationalen Tourismus kurzfristig beeinflussen. Es wird jedoch erwartet, dass diese Entwicklungen eine Verlagerung der Nachfrage auf inländische und innereuropäische Reisen bewirken. Dieser Mechanismus gleicht die Volatilität der Auslandsnachfrage aus. Ein Großteil der europäischen Hotel-Kernmärkte profitiert bereits von einer starken Binnennachfrage, insbesondere im Bereich der mittleren Preisklasse. Das begrenzte Angebot sorgt für hohe Auslastungsraten, die wiederum das Ertragswachstum stützen.
Für Investoren bieten europäische Hotelobjekte oft eine hohe Stabilität, da sie häufig mit einer bestehenden Mietstruktur erworben werden. Dies reduziert das Risiko unvorhergesehener Kapitalausgaben und minimiert die Belastung der Hotel-Investmentperformance. Vermietete Hotelobjekte weisen tendenziell stabilere Cashflows und eine geringere Renditevolatilität auf, was zu einem überzeugenden risikoangepassten Renditeprofil im Vergleich zum Durchschnitt aller Immobilienkategorien führt.
Potenziale im Open-Air-Hospitality-Segment
Neben dem klassischen Hotelmarkt bieten alternative Formen der Open-Air-Hospitality wie Campingplätze und Wohnwagenparks interessante Investitionschancen. Diese Segmente offerieren preiswerte Unterkünfte und stellen in Zeiten steigender Konsumausgaben eine attraktive Option für Touristen dar, die von klassischen Hotels auf kostengünstigere Alternativen ausweichen könnten. Dies bietet einen Schutz vor potenziellen Kursverlusten in anderen Bereichen des Tourismusmarktes.
Die Zahl der Campingplätze in Europa ist in den letzten zehn Jahren rückläufig, was auf begrenzte Entwicklungsaktivitäten zurückzuführen ist. Italien verzeichnete hierbei den stärksten Rückgang. Der Mangel an frischem Kapital für oft familiengeführte Open-Air-Gastgewerbeobjekte eröffnet professionellen Anlegern attraktive Möglichkeiten, durch gezielte Investitionsprogramme und eine verbesserte Betriebsführung in unterbewirtschafteten Objekten signifikanten Wert zu schaffen.
- —Prognostizierbare Nachfrage: Übernachtungen auf Campingplätzen sind tendenziell besser prognostizierbar als in Hotels, die stärker von internationaler Reisevolatilität beeinflusst werden.
- —Sich verbessernde Auslastung: Angesichts eines voraussichtlich weiterhin schrumpfenden Angebots und stabil bleibender Nachfrage wird eine weitere Verbesserung der Auslastung im Freiluft-Gastgewerbe erwartet.
- —Unterbewertete Standorte: Gezielte Investitionen in unterbewertete Standorte bieten professionellen Anlegern die Möglichkeit, Wert zu generieren.




