HOCHTIEF hat von NTT Global Data Centers den Auftrag zur Errichtung eines Rechenzentrums am Standort Berlin erhalten. Das Projekt, dessen Gesamtvolumen sich im oberen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegt, beinhaltet die Realisierung einer Einrichtung mit einer Leistung von 36 MW. Die Bauarbeiten werden durch ein integriertes Team von HOCHTIEF Infrastructure und Turner, inklusive dessen Tochtergesellschaft Dornan, ausgeführt.
Die Planungen sehen einen Baubeginn im Sommer 2026 vor, mit einer avisierten Übergabe der ersten Rechenhallen im Jahr 2028. Die vollständige Inbetriebnahme des Komplexes ist für das Jahr 2029 vorgesehen. Dieses Bauvorhaben unterstreicht die fortlaufende Expansion im Sektor der digitalen Infrastruktur.
Strategische Bedeutung und Expertise
Juan Santamaría, Vorstandsvorsitzender von HOCHTIEF, betonte in diesem Zusammenhang den strategischen Fokus des Unternehmens auf digitale Infrastruktur und die Stärkung der Marktposition. Er hob die anhaltend hohe Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland hervor, welche als förderlich für das Wirtschaftswachstum und die Innovationskraft bewertet wird. Die Bündelung der Kompetenzen von HOCHTIEF Infrastructure und Dornan positioniere das Konsortium vorteilhaft für diese Entwicklung.
Peter Hingott, Chief Executive Officer von HOCHTIEF Infrastructure, führte aus, dass der Zuschlag auf einer fundierten Marktkenntnis der regionalen Einheiten beruhe. Die Umsetzung erfolgt durch ein internationales und integriertes Team, welches auf die spezifische Erfahrung von HOCHTIEF Infrastructure bei derartigen komplexen Bauvorhaben zurückgreifen kann. Micheál O’Connor, Group Managing Director von Dornan, ergänzte, dass Dornan spezialisiertes Know-how in den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik einbringe, was für die erfolgreiche Realisierung eines derartigen Rechenzentrums von entscheidender Bedeutung sei.
Projektumfang und Marktentwicklung
Der Auftrag umfasst die Errichtung eines dreistöckigen Rechenzentrums mit 36 MW Leistung sowie eines angrenzenden vierstöckigen Bürogebäudes. Der Leistungsumfang beinhaltet sämtliche elektrotechnischen und maschinenbaulichen Gewerke sowie die Implementierung modernster Arbeitssicherheits- und Managementsysteme. Diese Aspekte sind essenziell für den Betrieb solch komplexer und energieintensiver Anlagen.
Die Zuweisung dieses Auftrags spiegelt die aktuelle Marktentwicklung wider, in der Rechenzentren eine zentrale Rolle für die digitale Transformation spielen. HOCHTIEF konnte im Jahr 2025 neue Aufträge für Rechenzentren im Wert von 16,8 Milliarden Euro akquirieren. Dieses Segment nimmt mittlerweile 21 Prozent des gesamten Auftragsbestands des Unternehmens ein und zeigt die wachsende Bedeutung dieses Sektors im Portfolio von Immobilien- und Bauunternehmen.




