In Flensburg-Handewitt entsteht ein neues Fertigungswerk für die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG). Die GOLDBECK-Tochter GSE wurde mit dem Bau des Projekts betraut, das eine signifikante Erweiterung der bestehenden Produktionskapazitäten der FFG darstellt. Im ersten Halbjahr 2027 werden im neuen „Werk 3“ die ersten Panzer und Militärfahrzeuge hergestellt werden.
Das Gesamtvorhaben, welches GSE und GOLDBECK partnerschaftlich umsetzen, beinhaltet die Errichtung eines automatisierten Hochregallagers durch Jungheinrich, ein fünfgeschossiges Verwaltungsgebäude sowie zwei Produktionshallen. Die Gesamtfläche der Produktionshallen beträgt rund 50.000 Quadratmeter. Der erste Spatenstich für das Werk erfolgte bereits im Februar.
Projektstruktur und Beteiligte
Die Rollenverteilung innerhalb des Projekts ist klar definiert: Der Engineering-Spezialist GSE Deutschland ist für die Konzeption und Errichtung der Industrie- und Logistikimmobilien verantwortlich. Parallel dazu übernimmt GOLDBECK den Bau des Verwaltungsgebäudes, welches eine Fläche von rund 10.000 Quadratmetern umfasst. Herr Dany Brodhag, Geschäftsführer von GSE Deutschland, betonte, dass für eine zügige Umsetzung die Expertise von Spezialisten aus dem Defence- und Industriesektor gebündelt wurde.
Im Rahmen der Ausschreibung der FFG wirkten die Planer und Projektentwickler der UNITY AG aus Büren sowie die Sander Projekt aus Detmold an dem von GSE entwickelten Konzept für den neuen Standort mit. Laut Herrn Marian Kühl, Vorstand der UNITY AG, waren kurze Wege, schnelle Entscheidungen und ein Dialog auf Augenhöhe wesentliche Faktoren für den Erfolg in der Planungs- und Genehmigungsphase.
Mario Kling, Geschäftsführer von GOLDBECK Nord, hob hervor, dass die aktuellen geopolitischen Entwicklungen eine angepasste industrielle Infrastruktur erfordern. Er äußerte, dass durch die Kooperation von GSE Deutschland und den weiteren Partnern Geschwindigkeit und technologische Präzision für die FFG gebündelt werden, um die Produktion sicherheitsrelevanter Systeme widerstandsfähiger und leistungsfähiger zu gestalten. Auch Herr Brodhag bekräftigte den Anspruch, einen effizienten und nachhaltigen Produktionsstandort für FFG in kurzer Zeit zu realisieren.
- —Objekt: Neues Fertigungswerk für FFG, Flensburg-Handewitt
- —Beteiligte: GSE (Architektur und Bau), GOLDBECK (Bau Verwaltungsgebäude), Jungheinrich (Hochregallager), UNITY AG und Sander Projekt (Planung & Konzept)
- —Flächen: Zwei Produktionshallen mit ca. 50.000 Quadratmetern, Verwaltungsgebäude ca. 10.000 Quadratmeter
- —Zeitrahmen: Baubeginn Februar, Fertigstellung und Betriebsaufnahme erstes Halbjahr 2027




