Im Franz Marc Quartier in München fand kürzlich eine Veranstaltung zur Würdigung des Baufortschritts bei der Revitalisierung und Erweiterung eines denkmalgeschützten Gebäudeensembles statt. Anwesend waren Bruno Koller, Senior Director Real Estate Investments bei KIRKBI A/S, Michael Ehret, Gründer von ehret+klein, sowie Tim Pöttrich, Technischer Leiter der Hochbau-Niederlassung München von Implenia, zusammen mit rund 120 Gästen.
Das Projekt integriert einen historischen neoklassizistischen Gebäudebestand an der Schwanthaler Straße 55 und 57 mit einem zeitgenössischen Neubau. Die architektonische Gestaltung erfolgte durch UNStudio und BKLS Architekten + Stadtplaner. Die revitalisierten Flächen umfassen im Erdgeschoss etwa 2.000 m² für gastronomische Angebote, Einzelhandel und Co-Working-Bereiche. Darüber hinaus entstehen in den oberen Etagen moderne Büroflächen von rund 10.000 m².
Nachhaltiges Konzept und Öffnung des Areals
Der Neubau, der den Bestand ergänzt, folgt dem Cradle-to-Cradle-Prinzip für Nachhaltigkeit. Ein zentraler Aspekt der Gesamtentwicklung ist die Öffnung der Innenhöfe für die Öffentlichkeit, die durch umfassende Begrünung und Sitzgelegenheiten gestaltet werden. Dadurch soll eine zugängliche Grünfläche inmitten des Central Quartiers geschaffen werden.
Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf den Rohbau des Neubaus im Innenhof sowie auf Ertüchtigungsmaßnahmen im Altbaubestand. Diese Bauphasen sollen nach aktueller Planung im Sommer dieses Jahres abgeschlossen werden. Eine erste Bezugsfertigkeit für Nutzer wird für Ende 2027 prognostiziert.
Bruno Koller von KIRKBI A/S unterstrich die Bedeutung des Franz Marc Quartiers als nachhaltiges Immobilieninvestment, das die Anforderungen an eine zukunftsorientierte Entwicklung erfüllt. Er betonte, dass das Projekt das Engagement in München stärke und Werte für gegenwärtige und zukünftige Generationen schaffe.
Michael Ehret von ehret+klein hob hervor, dass das Projekt einen grünen und ruhigen Gegenpol in einem bislang versiegelten Bereich des Central Quartiers darstellt. Das Vorhaben ziele darauf ab, durch die Integration moderner Büro-, Gastronomie- und Einzelhandelsflächen in den denkmalgeschützten Altbestand einen Mehrwert für das gesamte Umfeld zu generieren und sich behutsam in das bestehende Viertel einzufügen.
Tim Pöttrich von Implenia betonte die Herausforderungen, aber auch die Ressourcen- und Energieeffizienz des Bauens im denkmalgeschützten Bestand. Er lobte die Kooperation aller Beteiligten, die den voraussichtlichen Abschluss des Rohbaus im Sommer ermöglicht. Das entstehende Gebäude soll seine Geschichte sichtbar tragen und gleichzeitig zukunftsfähig konzipiert sein.
Energiekonzept und Zertifizierung
Das Franz Marc Quartier ist auf Ressourcenschonung ausgerichtet, insbesondere durch den Erhalt der vorhandenen Bausubstanz und die Nutzung grauer Energie. Das Gebäudekonzept beinhaltet einen Fernwärme- und Fernkälteanschluss, eine Photovoltaikanlage, Regenwassernutzung sowie adiabatische Kühlung. Diese Maßnahmen sollen eine hohe Energieeffizienz gewährleisten und das Erreichen einer DGNB Platin Zertifizierung anstreben.




