Die Lindhorst Gruppe, als Bauherrin, und das Generalunternehmen MBN, Niederlassung Georgsmarienhütte II, haben den Richtkranz für das Ems-Quartier in Meppen gesetzt. Diese Zeremonie markiert einen wichtigen Meilenstein im Baufortschritt des Projekts. Zu den Anwesenden gehörten Helmut Knurbein, Bürgermeister der Stadt Meppen, Matthias Funke, Erster Stadtrat, sowie Hendrik Wirths vom Architektur- und Generalplanungsbüro Chapman Taylor.
Das Richtfest wurde im Beisein von rund 100 Gästen vollzogen, bei dem traditionell die letzten Nägel eingeschlagen wurden. Das Dachtragwerk des Gebäudes ist fertiggestellt, was einen wesentlichen Schritt in der Revitalisierung des ehemaligen Einkaufszentrums darstellt. Besucher erhielten vertiefende Einblicke in die Projektentwicklung, die sich seit etwa einem Jahr im aktiven Umbau befindet und zunehmend Gestalt annimmt.
Städtische Relevanz und Projektfortschritt
Bürgermeister Helmut Knurbein betonte die Bedeutung des Ems-Quartiers für die Stadt Meppen, indem er es als entscheidenden Baustein für die Innenstadt bezeichnete. Das Quartier schließe die bestehende Lücke zwischen dem Bahnhof und der Altstadt und werde das lokale Handels-, Dienstleistungs- und Kulturangebot umfassend erweitern. Herr Knurbein hob hervor, dass das Projekt ein Signal für die Attraktivität Meppens darstelle und eine moderne, nachhaltige Infrastruktur für die wachsende Stadt bereitstelle.
Angelina Graudons, Geschäftsführerin der Ems-Quartier Meppen GmbH, erläuterte den Projektverlauf. Sie verwies auf die Entkernung des Objekts Ende des Vorjahres als ersten sichtbaren Schritt und die seit dem Frühjahr intensiv betriebenen Um- und Rohbauarbeiten. Das Richtfest wurde als bedeutender Meilenstein für den Baufortschritt und das Gesamtprojekt gewürdigt, wobei der Dank allen Beteiligten für ihre bisherigen Leistungen ausgesprochen wurde. Die Fertigstellung ist für Sommer 2027 avisiert.
Carsten Völkerding, Niederlassungsleiter von MBN, äußerte sich zum Bauverlauf. Er bestätigte, dass ein Umbau dieser Größenordnung stets Herausforderungen mit sich bringe, das Projekt jedoch voll nach Plan verlaufe. Das Setzen des Richtkranzes sei ein Beleg für die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten auf der Baustelle. Mit der nun geschlossenen Gebäudehülle sei man für den Innenausbau in den bevorstehenden kalten Jahreszeiten vorbereitet.
Konzept und Nachhaltigkeit des Ems-Quartiers
Das Ems-Quartier, an der Bahnhofstraße 10 in Meppen gelegen, entwickelt sich seit der Leerziehung Ende 2024 zu einem nachhaltigen Mixed-Use-Quartier. Auf einer Fläche von rund 23.000 Quadratmetern sind Nutzungen aus den Segmenten Handel, Gastronomie, Büro, Fitness, Hotellerie sowie Kultur und Bildung vorgesehen. Eine Tiefgarage ergänzt das Angebot. Bereits vor Projektstart wurden Mieter wie B&B HOTELS, REWE und Deichmann bekannt gegeben. Zwischenzeitlich wurden die Rückkehr von Woolworth und dm-drogerie markt sowie neue Mieter wie ein Fitnessstudio und ein K-Kiosk bestätigt.
Die Lage des Quartiers zeichnet sich durch die Angrenzung an die Bahnhofstraße und die direkte Position am südlich verlaufenden Ems-Nebenarm aus, wodurch es eine Verbindung zwischen Bahnhof und Altstadt herstellt. In der direkten Umgebung wurde von der Stadt das Sanierungsgebiet „Rechts der Ems“ ausgewiesen, in dem bis 2030 etwa 1.000 neue Wohneinheiten entstehen sollen. Für eine wetterunabhängige Erreichbarkeit des Ems-Quartiers sind 468 Stellplätze auf zwei Ebenen in der Tiefgarage vorgesehen.
Ein zentrales Anliegen der Lindhorst Gruppe ist die Bewahrung der bestehenden Gebäudesubstanz, um Ressourcen zu schonen und Emissionen zu vermeiden. Geplante Eingriffe beschränken sich auf das Notwendigste, während Maßnahmen wie eine partielle Dachabsenkung neue Nutzungsmöglichkeiten schaffen und einen grünen, lichtdurchfluteten Innenhof generieren. Angestrebt wird eine BREEAM-Zertifizierung mit der Einstufung „Exzellent“, welche die Integration einer Photovoltaikanlage und die Optimierung der Betriebskosten umfasst. Die regionale Wirtschaftsförderung durch die Einbeziehung regionaler Bauunternehmen und Dienstleister sowie die Ergänzung des lokalen Handelsangebots durch namhafte Filialisten sind ebenfalls Bestandteile des Konzepts. Dieses Konzept verbindet ökologische, ökonomische und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit.














