Für das Projekt Gerberquartier in Worms wird eine Neuordnung der Strukturen vollzogen. Die Ehret+Klein AG hat die Überführung der Projektgesellschaft in eine treuhänderische Verwaltung durch die Wirtschaftskanzlei Dentons initiiert. Ziel dieser Maßnahme ist die Stabilisierung der finanziellen Basis der Projektgesellschaft sowie die Vorbereitung eines geordneten Veräußerungsprozesses. Diese Schritte wurden notwendig, nachdem das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Senioren Wohnen Holding GmbH, die 50 Prozent der Anteile an diesem Gemeinschaftsunternehmen hält, im Jahr 2025 begann und die Handlungsfähigkeit der Projektgesellschaft erheblich einschränkte.
Die Implementierung der treuhänderischen Struktur erfolgte in Abstimmung mit der finanzierenden Bank. Die Ehret+Klein AG übernimmt die Finanzierung der Treuhandkonstellation. Ein Stillhalteabkommen trägt zusätzlich zur finanziellen Absicherung bei. Die übergeordneten Ziele sind die Wiederherstellung der operativen Handlungsfähigkeit der Projektgesellschaft und die bestmögliche Verwertung des Grundstücks im Interesse aller beteiligten Parteien. Aktuell werden bereits Gespräche mit verschiedenen regionalen Interessenten geführt, die sich in einem fortgeschrittenen Stadium befinden.
Strategische Neuausrichtung und Projektstatus
Sebastian Wasser, CEO der Ehret+Klein AG, erklärte hierzu, dass in einer herausfordernden Situation gemeinsam mit den Partnern eine tragfähige und zukunftsorientierte Lösung entwickelt werden konnte. Die nun etablierte Struktur stelle die Handlungsfähigkeit der Projektgesellschaft wieder her und ermögliche einen geordneten Verkaufsprozess. Maximilian Neumann, Head of Investments bei Ehret+Klein AG, ergänzte, dass die Bereitschaft aller Beteiligten, die Situation offen zu analysieren und eine belastbare Struktur zu entwickeln, entscheidend war. Damit werde die Grundlage für einen geordneten Verkaufsprozess und eine verlässliche Perspektive für das Gerberquartier geschaffen.
Das betreffende Areal, welches etwa 16.000 Quadratmeter umfasst und sich zwischen der Schönauer Straße, der Gerbergasse und der Pankratiusgasse in Worms befindet, ist für die Entwicklung von rund 200 Wohneinheiten konzipiert. Der Fokus liegt dabei auf dem Mehrgenerationenwohnen, ergänzt durch Gewerbeflächen und ein Hotel. Das übergeordnete Entwicklungsziel ist die Schaffung eines lebendigen, zentrumsnahen Quartiers. Die Ehret+Klein AG begleitet dieses Gemeinschaftsprojekt seit 2021. Die bisherigen Planungen sind weit fortgeschritten; das bestehende Baurecht wurde kürzlich bis zum Jahr 2030 verlängert. Ein erfolgreicher Verkauf würde die zeitnahe Fortführung der Projektentwicklung ermöglichen.
Es wird betont, dass dieser Vorgang ausschließlich die Projektgesellschaft Gerberquartier Worms GmbH & Co. KG betrifft. Es bestehen keine Auswirkungen auf andere Projekte oder Gesellschaften, die durch die Ehret+Klein AG betreut werden.




