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Neuer Berliner Mietspiegel 2026 publiziert – BFW Berlin/Brandenburg beteiligt

Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat am 28. Mai 2026 den neuen Berliner Mietspiegel veröffentlicht, ein qualifiziertes Zahlenwerk mit rund 17.000 Datensätzen und einem Median von 7,71 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete.

Neuer Berliner Mietspiegel 2026 publiziert – BFW Berlin/Brandenburg beteiligt

Am Donnerstag, den 28. Mai 2026, hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in Berlin den aktualisierten Berliner Mietspiegel vorgelegt. Dieses qualifizierte Zahlenwerk, welches ab dem Tag der Veröffentlichung in Kraft tritt und den vorherigen Mietspiegel aus dem Jahr 2024 ablöst, basiert auf etwa 17.000 repräsentativen Datensätzen und erfasst zirka 1,6 Millionen mietspiegelrelevante Wohneinheiten. Der Median der Nettokaltmieten liegt laut diesem Instrument bei 7,71 Euro pro Quadratmeter.

Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg war als aktives Mitglied der Arbeitsgruppe Mietspiegel maßgeblich an der Erstellung beteiligt. Der Verband begrüßt die wissenschaftlich fundierte Methodik als eine faire Basis für die Marktbeteiligten, auch wenn er die Spuren der anhaltenden Mietenregulierung im Markt zur Kenntnis nimmt. Er weist auf die potenziellen Folgen einer fortgesetzten politischen Blockade des freifinanzierten Wohnungsbaus hin, welche sich marktschädigend auswirken könnte.

Fundierte Methodik und Marktrealitäten

Michael Kranz, Vorsitzender des BFW Landesverband Berlin/Brandenburg, erklärte, dass der Verband die fundierte Methodik des neuen Mietspiegels schätze und unterstütze, an dessen Erstellung man verlässlich mitgewirkt habe. Er betonte jedoch, dass das Instrument aufgrund der anhaltenden und sich verschärfenden Mietenregulierung kein tatsächliches Abbild freier Marktmieten mehr darstellen könne. Kranz führte weiter aus, dass die aktuellen Zahlen das politische Narrativ des „Vermieterbashings“ in Teilen der Politik entlarven würden.

Die im Mietspiegel ausgewiesene Steigerung der Neuvermietungsmieten seit 2024 beläuft sich auf lediglich 5,1 Prozent. Dies belege, dass Wohnungsunternehmen die Vorgaben der Mietpreisbremse einhalten. Inflationsbereinigt sei der Anstieg der Neuvertragsmieten seit der letzten Erhebung vor zwei Jahren geringfügig, mit etwa 0,3 Prozent pro Jahr. Demgegenüber stehe ein politisch motivierter Fokus auf extreme Angebotsmieten in Online-Portalen, der ein potenziell verzerrtes Bild erzeuge. Obwohl der BFW die Mietpreisbremse aufgrund ihrer Folgen für das Angebot und die Sanierungsqualität grundsätzlich ablehne, sprächen die Zahlen eine deutliche Sprache.

Neue Wohnlagenzuordnung und Zugänglichkeit

Der aktuelle Mietspiegel bringt neben den neuen Mietwerten auch eine überarbeitete statistische Einordnung der Berliner Wohnlagen mit sich. Basierend auf einem wissenschaftlichen Verfahren werden nunmehr 29,4 Prozent der Adressen der einfachen Wohnlage zugeordnet. Der Großteil, 49,9 Prozent, fällt in die mittlere Wohnlage, während 20,7 Prozent der guten Wohnlage entsprechen. Die ermittelte ortsübliche Vergleichsmiete kann für alle Beteiligten über eine Broschüre oder den Online-Service der Senatsverwaltung unkompliziert abgerufen werden. Damit soll das neue Zahlenwerk von Beginn an zur Vermeidung von Streitigkeiten beitragen und somit zur Herstellung von Klarheit im lokalen Wohnungsmarkt.

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