Wenn die Zinsbindung Ihres Darlehens endet und noch Restschuld offen ist, brauchen Sie eine Anschlussfinanzierung. Der Rechner zeigt, wie sich die monatliche Rate verändert, wenn Sie zu aktuellen Marktzinsen verlängern müssen — und wie Sie sich auf den »Zinsschock« vorbereiten können.
Viele Käufer haben zwischen 2015 und 2021 zu Sollzinsen von 1,0 bis 1,5 % finanziert. Liegt das aktuelle Zinsniveau bei 3,8 %, verdreifacht sich der reine Zinsanteil. Selbst wenn die Tilgung gleich bleibt, kann die Monatsrate um 30 bis 50 % steigen. Das ist der gefürchtete »Zinsschock«.
Der Rechner ermittelt zuerst die Restschuld nach Ablauf Ihrer alten Zinsbindung. Dann berechnet er die neue Annuität auf Basis dieser Restschuld, des neuen Sollzinses und der neuen Tilgung. Aus der Differenz zur alten Rate sehen Sie unmittelbar, wie viel mehr Sie pro Monat ausgeben müssen.
Frühzeitig planen lohnt: Bis zu 5 Jahre vor Ablauf der Zinsbindung können Sie eine Anschlussfinanzierung als Forward-Darlehen abschließen — gegen einen Zinsaufschlag von typisch 0,01 bis 0,03 % pro Monat Vorlaufzeit. So sichern Sie sich heutige Konditionen für die Zukunft.
Prolongation: Sie nehmen das Angebot Ihrer bisherigen Bank an. Bequem, aber selten das günstigste Angebot.
Umschuldung: Sie wechseln zu einer anderen Bank. Der Aufwand ist überschaubar — der neue Anbieter übernimmt die Abwicklung. Bei Restschulden über 50.000 € fast immer wirtschaftlich sinnvoll.
Bei sinkenden Zinsen kann es lohnen, das gesetzliche Kündigungsrecht nach § 489 BGB nach 10 Jahren zu nutzen — auch wenn die Zinsbindung formal länger läuft. Eine Beratung durch einen unabhängigen Finanzierungsprofi ist hier Pflicht.