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Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in Bern?

Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in Bern? Ein praxisnaher Überblick zur aktuellen Lage, Preisniveau und zukünftigen Trends für Käufer und Investoren.

7 min Lesezeit
Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in Bern?

Die Stadt Bern gilt als eine der attraktivsten Wohnlagen der Schweiz – mit hoher Lebensqualität, guter Infrastruktur und einem stabilen Arbeitsmarkt. Entsprechend interessieren sich viele Käufer und Investoren für die Entwicklung der Immobilienpreise in der Hauptstadtregion. In den letzten Jahren hat sich das Preisniveau für Wohnungen und Einfamilienhäuser in Bern deutlich verändert: Nach einem langen Aufwärtstrend folgten zuletzt Phasen der Stabilisierung und teils leichter Korrekturen. In diesem Ratgeber wird gezeigt, wie sich die Immobilienpreise in Bern aktuell entwickeln, welche Faktoren die Preise beeinflussen und was Käufer und Verkäufer im Hinblick auf Kaufentscheidungen und Investitionsstrategien beachten sollten.

Aktuelles Preisniveau für Wohnungen und Häuser in Bern

In der Stadt Bern liegen die Quadratmeterpreise für Wohneigentum deutlich über dem kantonalen Durchschnitt. Für Eigentumswohnungen werden aktuell im Schnitt rund 8.500 bis 9.000 Schweizer Franken pro Quadratmeter verlangt. Einfamilienhäuser liegen im Durchschnitt etwa bei 9.500 bis 10.000 Franken pro Quadratmeter. Diese Werte sind Mittelwerte; je nach Lage, Zustand, Ausstattung und Objektart können die Preise deutlich darüber oder darunter liegen.

In der Stadt Bern gibt es eine breite Spanne zwischen den günstigsten und teuersten Wohnungen. Ein Grossteil der Angebote liegt in einem Bereich von etwa 6.000 bis 9.500 Franken pro Quadratmeter, während die teuersten Wohnungen deutlich darüber liegen. Bei Einfamilienhäusern ist die Spannbreite ähnlich: Viele Objekte liegen zwischen rund 11.000 und 13.000 Franken pro Quadratmeter, während besonders begehrte Lagen oder hochwertige Neubauten nochmals deutlich teurer sein können.

  • Eigentumswohnungen in Bern: Durchschnittlich etwa 8.500–9.000 CHF/m².
  • Einfamilienhäuser in Bern: Durchschnittlich etwa 9.500–10.000 CHF/m².
  • Breite Preisspanne: Viele Wohnungen zwischen 6.000 und 9.500 CHF/m², Häuser häufig zwischen 11.000 und 13.000 CHF/m².
  • Lage, Zustand und Ausstattung führen zu deutlichen Preisunterschieden innerhalb der Stadt.
  • Neubauten und hochwertige Objekte liegen oft deutlich über dem Durchschnitt.
  • Kleinere Wohnungen pro Quadratmeter oft teurer als grosse Wohnungen.

Preisentwicklung der letzten Jahre in Bern

Die Immobilienpreise in Bern haben in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren insgesamt deutlich zugenommen. Über mehrere Jahre hinweg stiegen sowohl die Quadratmeterpreise für Wohnungen als auch für Einfamilienhäuser kontinuierlich, getragen von hoher Nachfrage, begrenztem Angebot und niedrigen Zinsen. In dieser Phase wuchs das Preisniveau in Bern schneller als in vielen anderen Regionen der Schweiz.

Seit etwa 2022/2023 hat sich die Dynamik verändert. Die Zinsen sind gestiegen, die Finanzierung von Immobilien ist teurer geworden, und die Nachfrage hat sich leicht abgekühlt. Infolgedessen haben sich die Preise in Bern nicht mehr so stark erhöht wie zuvor. In einigen Quartalen kam es sogar zu leichten Rückgängen oder Stagnationen, insbesondere bei Wohnungen. Für Einfamilienhäuser zeigte sich hingegen teils eine etwas stabilere bis leicht steigende Entwicklung.

  • Lange Aufwärtsphase bis rund 2021/2022 mit deutlich steigenden Preisen.
  • Seit 2022/2023 moderatere Entwicklung, teils leichte Korrekturen.
  • Wohnungen: In den letzten 12 Monaten meist leicht fallende oder stagnierende Preise.
  • Einfamilienhäuser: Teilweise leicht steigende oder stabile Preise.
  • Gesamtmarkt in Bern insgesamt weiterhin relativ teuer im Schweizer Vergleich.
  • Kurzfristige Schwankungen möglich, langfristig bleibt Bern eine begehrte Lage.

Unterschiede zwischen Wohnungen und Häusern

In Bern unterscheiden sich die Preisentwicklung und das Preisniveau von Wohnungen und Einfamilienhäusern deutlich. Wohnungen sind in der Regel etwas günstiger pro Quadratmeter, bieten aber weniger Fläche und weniger Privatsphäre. Einfamilienhäuser sind pro Quadratmeter teurer, bieten dafür mehr Grundstück, Garten und meist mehr Freiheit bei Umbauten und Modernisierungen.

In den letzten Jahren haben sich die Preise für Wohnungen in Bern stärker korrigiert als die für Einfamilienhäuser. Während Wohnungen in den letzten 12 Monaten teils leicht gesunken oder stagnierend waren, haben sich die Preise für Häuser in einigen Analysen leicht erhöht oder zumindest stabil gehalten. Dies spiegelt die hohe Nachfrage nach Eigenheimen wider, insbesondere in familienfreundlichen Quartieren mit guter Infrastruktur.

  • Wohnungen: Günstiger pro m², aber stärkere Preiskorrekturen in den letzten Jahren.
  • Einfamilienhäuser: Teurer pro m², aber teils stabilere bis leicht steigende Preise.
  • Häuser gefragt bei Familien und Investoren mit langem Zeithorizont.
  • Wohnungen attraktiv für Singles, Paare und Investoren mit kleinerem Budget.
  • Preisniveau hängt stark von Lage, Zustand und Ausstattung ab.
  • Neubauwohnungen oft teurer als Altbestand, Häuser je nach Grundstücksgrösse und Lage sehr unterschiedlich.

Regionale Unterschiede innerhalb Berns

Nicht alle Quartiere in Bern sind gleich teuer. Innerhalb der Stadt gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Stadtteilen. In der Innenstadt und in beliebten Wohnquartieren mit guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten liegen die Preise deutlich über dem städtischen Durchschnitt. In den Randlagen oder in weniger zentralen Quartieren sind die Quadratmeterpreise tendenziell etwas günstiger.

Auch die Entwicklung der Preise verläuft je nach Quartier unterschiedlich. In besonders begehrten Lagen mit begrenztem Neubauangebot können die Preise trotz allgemeiner Marktträge weiterhin stabil bleiben oder sogar leicht steigen. In Quartieren mit grösserem Neubauvolumen oder weniger attraktiver Lage kann es hingegen zu stärkeren Preisdruck geben. Für Käufer ist es daher wichtig, nicht nur den städtischen Durchschnitt zu betrachten, sondern die konkrete Lage und das Quartier genau zu analysieren.

  • Innenstadt und beliebte Quartiere: Höhere Preise pro m².
  • Randlagen und weniger zentrale Quartiere: Teilweise günstigere Preise.
  • Beliebte Wohnlagen mit guter Infrastruktur oft teurer und stabiler.
  • Quartiere mit viel Neubau können stärkeren Preisdruck erfahren.
  • Lage, Anbindung und Umfeld beeinflussen Preisniveau und Entwicklung.
  • Individuelle Lageanalyse ist für Kaufentscheidung entscheidend.

Einfluss von Zinsen, Nachfrage und Angebot

Die Entwicklung der Immobilienpreise in Bern wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Zentral sind dabei die Zinsentwicklung, die Nachfrage nach Wohneigentum und das verfügbare Angebot. In den letzten Jahren haben steigende Hypothekarzinsen die Finanzierung von Immobilien teurer gemacht und damit den Kaufdruck etwas reduziert. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage in Bern aufgrund der hohen Lebensqualität und des stabilen Arbeitsmarktes weiterhin hoch.

Das Angebot an Wohneigentum in Bern ist begrenzt, insbesondere in begehrten Quartieren. Neue Bauprojekte entstehen, können aber die Nachfrage nicht vollständig decken. Dies führt dazu, dass die Preise in attraktiven Lagen trotz höherer Zinsen relativ stabil bleiben. In weniger begehrten oder überangebotsgeprägten Lagen kann es hingegen zu stärkeren Preisdruck kommen. Für Käufer bedeutet dies, dass sich die Lage und das Angebotsniveau eines Quartiers direkt auf den Kaufpreis auswirken.

  • Steigende Hypothekarzinsen machen Finanzierung teurer und dämpfen Kaufdruck.
  • Hohe Nachfrage in Bern hält Preise trotz Zinsanstieg relativ stabil.
  • Begrenztes Angebot in begehrten Quartieren stützt die Preise.
  • Neubau kann Preisdruck in einzelnen Lagen erhöhen.
  • Leerwohnungsquote und Mietniveau beeinflussen Kaufentscheidungen.
  • Wirtschaftslage und Arbeitsmarkt wirken sich indirekt auf Nachfrage aus.

Bedeutung von Lage, Zustand und Ausstattung

Neben allgemeinen Marktbedingungen spielen Lage, Zustand und Ausstattung eines Objekts eine entscheidende Rolle für den Preis. Eine Wohnung oder ein Haus in bester Lage, mit guter Anbindung, ruhiger Umgebung und moderner Ausstattung wird deutlich teurer sein als ein vergleichbares Objekt in weniger attraktiver Lage oder mit veraltetem Zustand. Auch energetische Effizienz, Barrierefreiheit und moderne Grundrisse können den Wert positiv beeinflussen.

Für Käufer lohnt es sich, bei der Bewertung eines Objekts nicht nur den Quadratmeterpreis zu betrachten, sondern auch die möglichen Modernisierungskosten und den zukünftigen Wertzuwachs. Ein Objekt in guter Lage mit etwas Modernisierungsbedarf kann langfristig attraktiver sein als ein teures Neubauobjekt in weniger gefragter Lage. Beispiel: Eine 80-m²-Wohnung in einem begehrten Quartier mit Renovierungsbedarf kann bei 8.000 Franken pro Quadratmeter 640.000 Franken kosten. Mit 100.000 Franken Modernisierungskosten liegt der Gesamtwert bei 740.000 Franken, was bei einer späteren Verkaufspreissteigerung auf 9.000 Franken pro Quadratmeter einen potenziellen Wertzuwachs von rund 80.000 Franken bedeutet.

  • Lage ist der wichtigste Preisfaktor: Zentrum, Anbindung, Umfeld.
  • Zustand und Ausstattung beeinflussen Preis pro m² deutlich.
  • Modernisierungskosten müssen in Kaufpreis und Finanzierung einbezogen werden.
  • Energieeffizienz und Barrierefreiheit steigern den Wert.
  • Grundriss, Belichtung und Ausrichtung wirken sich auf Attraktivität aus.
  • Individuelle Objektanalyse ist für faire Preisbewertung nötig.

Perspektiven für Käufer und Investoren

Für Käufer und Investoren stellt sich die Frage, ob der aktuelle Zeitpunkt in Bern günstig ist, um zuzukaufen. Die Preise sind nach wie vor hoch, aber die Phase der starken Steigerungen scheint vorerst vorbei. In einigen Segmenten gibt es leichte Preisdruck, insbesondere bei Wohnungen. Für Investoren mit langem Zeithorizont kann Bern weiterhin attraktiv sein, da die Stadt aufgrund ihrer Lage, Infrastruktur und Lebensqualität langfristig gefragt bleibt.

Käufer sollten realistisch planen: Finanzierung, Zinsen, Nebenkosten und mögliche Modernisierungen müssen in die Budgetierung einbezogen werden. Eine sorgfältige Lage- und Objektanalyse hilft, Fehlinvestitionen zu vermeiden. Für Investoren kann es sinnvoll sein, auf Quartiere mit guter Infrastruktur und zukünftigem Entwicklungspotenzial zu setzen, auch wenn die Preise dort heute höher sind. Langfristig kann sich dies durch stabile oder leicht steigende Mieten und Werte auszahlen.

  • Preise in Bern weiterhin hoch, aber starke Steigerungen gedämpft.
  • Leichter Preisdruck vor allem bei Wohnungen.
  • Bern bleibt langfristig attraktive Lage mit hoher Nachfrage.
  • Realistische Finanzierung und Budgetierung sind zentral.
  • Lage- und Objektanalyse vermeidet Fehlinvestitionen.
  • Langfristige Perspektive kann für Investoren attraktiv sein.

Fazit

Die Immobilienpreise in Bern haben sich in den letzten Jahren deutlich erhöht und liegen heute auf einem hohen Niveau. Während Wohnungen in den letzten 12 Monaten teils leicht gesunken oder stagnierend waren, zeigen Einfamilienhäuser eine etwas stabilere bis leicht steigende Entwicklung. Innerhalb der Stadt gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Quartieren, wobei zentrale und gut angebundene Lagen deutlich teurer sind als Randlagen. Zinsen, Nachfrage, Angebot und die individuelle Lage sowie der Zustand eines Objekts beeinflussen die Preise massgeblich. Für Käufer und Investoren bleibt Bern eine attraktive, aber teure Lage, in der eine sorgfältige Analyse und realistische Finanzierung entscheidend sind, um langfristig erfolgreich zu investieren.

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