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Welche Förderungen für Wohneigentum gibt es in Bremen?

In Bremen gibt es trotz knapper Haushaltsmittel gezielte Förderungen für Wohneigentum – vom Eigenheimzuschuss über Modernisierungskredite bis zu KfW-Programmen und BAFA-Förderungen für effiziente Haustechnik.

7 min Lesezeit
Welche Förderungen für Wohneigentum gibt es in Bremen?

Wer in Bremen ein Eigenheim bauen, kaufen oder sanieren möchte, steht vor der Frage, welche finanziellen Hilfen das Land und der Bund bereitstellen. Die Förderlandschaft ist im kleinsten Bundesland etwas anders aufgestellt als in vielen anderen Ländern: Klassische Wohnbauprogramme des Landes sind rar, dafür gibt es gezielte Zuschüsse, Kredite und Programme auf Bundesebene, die sich sinnvoll kombinieren lassen. Dieser Ratgeber zeigt auf, welche Förderungen für selbstgenutztes Wohneigentum in Bremen aktuell relevant sind, welche Voraussetzungen gelten und wie sich die einzelnen Bausteine in der Praxis sinnvoll kombinieren lassen.

Eigenheimzuschuss: Zuschuss für Familien mit Kindern

Ein zentraler Baustein der Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum in Bremen ist der sogenannte Eigenheimzuschuss. Dieser Zuschuss richtet sich vor allem an Familien mit mindestens einem Kind, die in bestimmten Stadtteilen ein Eigenheim bauen oder kaufen und selbst darin wohnen. Der Zuschuss ist einmalig und muss nicht zurückgezahlt werden, was ihn zu einem besonders attraktiven Element der Baufinanzierung macht.

Voraussetzung ist, dass die Gesamtkosten des Bau- oder Kaufvorhabens bestimmte Grenzen nicht überschreiten. Für Neubauten liegen diese in der Regel unter einer Obergrenze von rund 360.000 Euro, für den Erwerb einer gebrauchten Immobilie unter etwa 260.000 Euro – jeweils ohne Erwerbsnebenkosten wie Notar- und Grundbuchgebühren. Zudem muss das Objekt in einem förderfähigen Stadtteil liegen, der im Rahmen der städtischen Wohnraumförderung definiert ist. Die genaue Liste der förderfähigen Gebiete kann sich im Zeitverlauf ändern, daher lohnt sich ein Blick in die aktuellen Richtlinien der zuständigen Stelle.

  • Einmaliger Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro für Familien mit mindestens einem Kind.
  • Förderung gilt für Neubau und Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum in bestimmten Stadtteilen.
  • Kostenobergrenze für Neubau liegt in der Regel bei rund 360.000 Euro, für Gebrauchtimmobilien bei etwa 260.000 Euro.
  • Selbstnutzung des Objekts ist verpflichtend, meist über einen definierten Zeitraum.
  • Antragstellung erfolgt über die zuständige Stelle, häufig über die Bremer Aufbau-Bank oder die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung.
  • Zuschuss kann als Eigenkapitalersatz in die Baufinanzierung eingerechnet werden.

Modernisierungskredite für Wohneigentümer

Neben der Förderung beim Bau oder Kauf von Wohneigentum bietet Bremen auch Programme zur Modernisierung bestehender Immobilien. Für Privatpersonen stehen sogenannte Modernisierungskredite zur Verfügung, die in der Regel als zinsverbilligte Darlehen ausgereicht werden. Diese Kredite eignen sich insbesondere für energetische Sanierungen, barrierefreie Umbauten oder andere Maßnahmen, die den Wohnkomfort und die Energieeffizienz erhöhen.

Die Kredite werden häufig über die Bremer Aufbau-Bank vergeben und können je nach Programm bis zu einem bestimmten Höchstbetrag – beispielsweise bis 20.000 Euro – reichen. Die genaue Höhe hängt von der Art der Maßnahme, der Wohnfläche und der wirtschaftlichen Situation der Antragsteller ab. Wichtig ist, dass die Finanzierung der Gesamtmaßnahme gesichert ist und die Modernisierung die technischen Anforderungen der jeweiligen Förderprogramme erfüllt.

  • Zinsverbilligte Darlehen für Modernisierungsmaßnahmen an selbstgenutzten Immobilien.
  • Höchstbeträge liegen in der Regel im Bereich von bis zu 20.000 Euro pro Maßnahme.
  • Förderung richtet sich auf energetische Sanierung, barrierefreie Umbauten und ähnliche Maßnahmen.
  • Antragsberechtigt sind Eigentümer von selbstgenutzten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen.
  • Kombination mit anderen Förderprogrammen wie KfW-Programmen ist oft möglich.
  • Nachweis der technischen Anforderungen und der gesicherten Finanzierung ist erforderlich.

Förderprogramm „Rund ums Haus“ für Sanierungen

Ein weiteres wichtiges Programm in Bremen ist das Förderprogramm „Rund ums Haus“, das sich an Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften richtet. Es gliedert sich in mehrere Programmbereiche wie energieeffizientes Sanieren, Photovoltaik, altersgerechtes Umbauen, Einbruchschutz und Maßnahmen rund um Wasser und Abwasser. Ziel ist es, bestehende Gebäude energetisch zu verbessern, barrierefrei zu gestalten und die Wohnqualität zu erhöhen.

Über dieses Programm können einmalig bis zu 50.000 Euro beantragt werden, entweder für einen einzelnen Programmbereich oder für eine Kombination verschiedener Maßnahmen. Voraussetzung ist, dass die Maßnahmen die aktuellen technischen Anforderungen erfüllen und die Finanzierung der Gesamtmaßnahme gesichert ist. Die Programme sind eng an die KfW-Richtlinien angelehnt, sodass eine Kombination mit KfW-Förderungen möglich ist.

  • Einmalige Förderung bis zu 50.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen.
  • Programmbereiche: Energieeffizientes Sanieren, Photovoltaik, altersgerechtes Umbauen, Einbruchschutz, Wasser- und Abwassermanagement.
  • Antragsberechtigt sind Eigentümer von selbstgenutzten oder vermieteten Wohngebäuden sowie Eigentumswohnungen.
  • Kombination mit KfW-Programmen ist möglich.
  • Technische Anforderungen und gesicherte Finanzierung sind Voraussetzung.
  • Programm wird über die Bremer Aufbau-Bank oder die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung vergeben.

KfW-Förderprogramme für Bau, Kauf und Sanierung

Unabhängig von den landeseigenen Programmen stehen in Bremen alle Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung. Die KfW unterstützt Privatpersonen beim Bau oder Kauf einer selbstgenutzten Immobilie sowie bei Sanierungsmaßnahmen mit zinsverbilligten Darlehen und Zuschüssen. Die Programme sind bundesweit gültig und können in Bremen genauso genutzt werden wie in anderen Bundesländern.

Die KfW-Förderprogramme gliedern sich in mehrere Bausteine, die beliebig kombiniert werden können: Energieeffizientes Sanieren, Photovoltaik und Speicheranlagen, barrierefreie Umbauten, Einbruchschutz, Maßnahmen rund um Wasser und Abwasser sowie energetische Maßnahmen. Für den Bau oder Kauf einer Immobilie gibt es spezielle Programme, die je nach Energieeffizienz des Gebäudes unterschiedliche Zuschüsse und Zinsverbilligungen bieten. Beispiel: Bei einem Neubau mit hohem Energieeffizienzstandard kann der Zuschuss bis zu 10 Prozent der förderfähigen Kosten betragen, bei einem Standardneubau weniger.

  • Zinsverbilligte Darlehen und Zuschüsse für Bau, Kauf und Sanierung von Wohneigentum.
  • Programme: Energieeffizientes Sanieren, Photovoltaik, barrierefreie Umbauten, Einbruchschutz, Wasser- und Abwassermanagement.
  • Kombination mehrerer Bausteine möglich.
  • Förderung richtet sich nach Energieeffizienzstandard und Art der Maßnahme.
  • Antragsberechtigt sind Eigentümer von selbstgenutzten Immobilien.
  • Programme werden über Hausbanken vergeben, die die Anträge an die KfW weiterleiten.

BAFA-Förderung für effiziente Haustechnik

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert mit seinen Programmen insbesondere effiziente Haustechnik wie moderne Heizungssysteme, Solarthermieanlagen und andere energieeffiziente Komponenten. Diese Förderungen sind unabhängig vom Bundesland und können in Bremen genutzt werden, wenn die technischen Anforderungen erfüllt sind. Die BAFA-Förderung ist besonders interessant für Bauherren, die bewusst auf sehr effiziente und klimafreundliche Technik setzen.

Die Förderung erfolgt in der Regel als Zuschuss, der einen bestimmten Prozentsatz der förderfähigen Kosten abdeckt. Die genaue Höhe hängt von der Art der Maßnahme und dem gewählten System ab. Beispielsweise können moderne Heizungssysteme mit erneuerbaren Energien höhere Zuschüsse erhalten als konventionelle Systeme. Die Anträge werden über die BAFA-Website gestellt, und die technischen Anforderungen müssen von einem Fachbetrieb nachgewiesen werden.

  • Zuschüsse für effiziente Haustechnik wie moderne Heizungssysteme und Solarthermieanlagen.
  • Förderung richtet sich nach Energieeffizienz und Art der Technik.
  • Anträge werden über die BAFA-Website gestellt.
  • Technische Anforderungen müssen von einem Fachbetrieb nachgewiesen werden.
  • Kombination mit KfW-Programmen ist möglich.
  • Programm ist bundesweit gültig und unabhängig von landeseigenen Förderungen.

Wohn-Riester und Wohnungsbauprämie als zusätzliche Bausteine

Neben den direkten Förderungen für Bau, Kauf und Sanierung gibt es in Bremen – wie im gesamten Bundesgebiet – weitere staatliche Förderungen, die sich in die Finanzierung von Wohneigentum integrieren lassen. Dazu gehören die Wohn-Riester-Förderung und die Wohnungsbauprämie. Beide Programme unterstützen die private Altersvorsorge und können beim Kauf, Bau oder altersgerechten Umbau einer selbstgenutzten Immobilie genutzt werden.

Die Wohn-Riester-Förderung bietet Zulagen und Steuervorteile für bestimmte Altersvorsorgeverträge, die für den Erwerb oder Umbau einer selbstgenutzten Immobilie verwendet werden. Die Wohnungsbauprämie ist ein Zuschuss zum Bausparvertrag und fördert jeden, der ein Eigenheim bauen, kaufen oder renovieren möchte. Beide Programme haben eigene Voraussetzungen und Höchstbeträge, die je nach Einkommen und Familiensituation variieren.

  • Wohn-Riester: Zulagen und Steuervorteile für Altersvorsorgeverträge, die für Wohneigentum genutzt werden.
  • Wohnungsbauprämie: Zuschuss zum Bausparvertrag für Bau, Kauf oder Renovierung von Wohneigentum.
  • Beide Programme sind bundesweit gültig und unabhängig von landeseigenen Förderungen.
  • Förderung richtet sich nach Einkommen, Familiensituation und Art des Vertrags.
  • Kombination mit anderen Förderprogrammen ist möglich.
  • Anträge werden über die jeweiligen Anbieter gestellt.

Neue Programme und zukünftige Entwicklungen

Die Förderlandschaft in Bremen entwickelt sich stetig weiter. Ein neues Förderprogramm ist in Planung, dessen Beschluss voraussichtlich im Jahr 2026 erfolgen soll. Mögliche Förderbausteine sind die Neubauförderung für Mietwohnungen in bestimmten Mietenstufen, die Modernisierungsförderung sowie der Ankauf und die Verlängerung von Miet- und Belegungsbindungen. Diese Programme zielen darauf ab, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und die Wohnraumförderung des Landes zu stärken.

Für Privatpersonen bedeutet dies, dass sich die Fördermöglichkeiten in den kommenden Jahren weiter verbessern könnten. Es lohnt sich daher, regelmäßig die aktuellen Informationen der zuständigen Stellen zu prüfen und sich über geplante Programme zu informieren. Ein Blick in den Bremer Förderlotse kann dabei helfen, die passenden Förderprogramme zu finden und die Antragsstellung zu erleichtern.

  • Neues Förderprogramm in Planung mit Fokus auf Neubau, Modernisierung und Miet- und Belegungsbindungen.
  • Programm soll bezahlbaren Wohnraum schaffen und die Wohnraumförderung stärken.
  • Beschluss voraussichtlich im Jahr 2026.
  • Regelmäßige Information über aktuelle Programme empfehlenswert.
  • Bremer Förderlotse hilft bei der Suche nach passenden Förderungen.
  • Zukünftige Programme können zusätzliche Möglichkeiten für Wohneigentum bieten.

Fazit

In Bremen gibt es trotz knapper Haushaltsmittel gezielte Förderungen für Wohneigentum, die sich sinnvoll kombinieren lassen. Der Eigenheimzuschuss für Familien mit Kindern, Modernisierungskredite, das Programm „Rund ums Haus“, KfW-Förderungen, BAFA-Förderungen für effiziente Haustechnik sowie Wohn-Riester und Wohnungsbauprämie bilden ein vielfältiges Förderangebot. Wer sich frühzeitig über die Voraussetzungen informiert und die Programme geschickt kombiniert, kann die Finanzierung seines Eigenheims erheblich entlasten und langfristig von niedrigeren Zinsen und Zuschüssen profitieren.

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