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Was kostet die Risikolebensversicherung?

Die Kosten für eine Risikolebensversicherung hängen von vielen Faktoren ab. Erfahren Sie, welche Prämien Sie erwarten können und wie Sie die für Sie passende Absicherung finden.

5 min Lesezeit
Was kostet die Risikolebensversicherung?

Die Risikolebensversicherung ist ein wichtiger Baustein der finanziellen Absicherung von Familien, Lebenspartnern oder Geschäftspartnern. Sie bietet Schutz für den Fall, dass die versicherte Person verstirbt und somit die finanzielle Grundlage für die Hinterbliebenen wegfällt. Doch wie setzen sich die Kosten für eine Risikolebensversicherung zusammen und welche Faktoren beeinflussen die Prämienhöhe? Dieser Ratgeber beleuchtet die entscheidenden Aspekte, die den Preis einer solchen Versicherung bestimmen, und gibt Ihnen wertvolle Hinweise, wie Sie den optimalen Schutz zu fairen Konditionen finden.

Grundsätzliches zur Risikolebensversicherung

Bevor wir uns den Kosten widmen, ist es wichtig, das Prinzip der Risikolebensversicherung zu verstehen. Im Gegensatz zur klassischen Kapitallebensversicherung dient die Risikolebensversicherung ausschließlich der Absicherung des Todesfallrisikos. Es wird kein Kapital angespart, das am Ende der Laufzeit ausgezahlt wird. Stattdessen wird im Todesfall der versicherten Person innerhalb der Vertragslaufzeit eine vorher vereinbarte Versicherungssumme an die Begünstigten ausgezahlt. Die Prämie "kauft" quasi den reinen Schutz. Stirbt die versicherte Person nicht während der Laufzeit, verfällt die gezahlte Prämie, und es erfolgt keine Auszahlung. Dieser Fokus auf den reinen Risikoschutz macht die Risikolebensversicherung in der Regel deutlich günstiger als eine Kapitallebensversicherung.

Die Hauptfaktoren der Prämienberechnung

Die Kosten einer Risikolebensversicherung sind individuell sehr unterschiedlich und hängen von einer Vielzahl von Merkmalen ab, die das versicherte Risiko für den Versicherer bestimmen. Die Höhe der Prämie wird in erster Linie durch das Alter, den Gesundheitszustand, den ausgeübten Beruf, die Versicherungssumme und die Vertragslaufzeit beeinflusst. Jeder dieser Faktoren wirkt sich direkt auf die Wahrscheinlichkeit eines Versicherungsfalls aus und wird entsprechend in der Prämienberechnung berücksichtigt.

  • Alter der versicherten Person bei Vertragsabschluss
  • Gesundheitszustand und medizinische Vorgeschichte
  • Berufliche Tätigkeit und Hobbys (Risikozuschläge)
  • Höhe der gewünschten Versicherungssumme
  • Laufzeit des Versicherungsvertrages (Anzahl der Jahre)
  • Raucherstatus (Raucher zahlen höhere Prämien)

Einfluss des Alters und des Gesundheitszustands

Das Alter des Versicherungsnehmers bei Vertragsabschluss ist ein entscheidender Faktor für die Prämienhöhe. Je jünger die versicherte Person ist, desto geringer ist statistisch gesehen das Risiko eines frühen Todes, und dementsprechend niedriger fallen die Beiträge aus. Mit jedem zusätzlichen Lebensjahr steigt das Risiko für den Versicherer, was sich in höheren Prämien niederschlägt. Aus diesem Grund ist es oft ratsam, eine Risikolebensversicherung frühzeitig abzuschließen.

Ein weiterer kritischer Punkt ist der Gesundheitszustand. Bei Antragstellung müssen umfassende Gesundheitsfragen beantwortet werden. Vorerkrankungen, chronische Leiden oder Krankenhausaufenthalte können zu Risikozuschlägen führen oder im schlimmsten Fall eine Ablehnung des Antrags nach sich ziehen. Auch der Body-Mass-Index (BMI) wird oft abgefragt. Raucher zahlen in der Regel deutlich höhere Beiträge als Nichtraucher, da das Rauchen das Risiko für schwere Erkrankungen signifikant erhöht. Es ist von größter Wichtigkeit, alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten, da eine Verletzung der Anzeigepflicht den Versicherungsschutz gefährden kann.

Beruf, Hobbys und Risikoeinstufung

Der ausgeübte Beruf sowie bestimmte Hobbys beeinflussen ebenfalls die Risikoeinstufung und damit die Prämie. Berufe mit einem erhöhten Unfallrisiko, wie beispielsweise Dachdecker, Bauarbeiter oder Gerüstbauer, werden von Versicherern häufig als risikoreicher eingestuft als Bürotätigkeiten. Auch gefährliche Hobbys wie Motorradrennen, Flugsport oder Bergsteigen können zu Risikozuschlägen führen oder sogar dazu, dass bestimmte Risiken vom Versicherungsschutz ausgeschlossen werden. Die Versicherer bewerten die Berufe und Hobbys anhand ihrer internen Risikotabellen, die regelmäßig aktualisiert werden.

Versicherungssumme und Laufzeit

Die Höhe der gewünschten Versicherungssumme ist direkt proportional zur Prämie: Je höher die Summe, die im Todesfall ausgezahlt werden soll, desto teurer wird die Versicherung. Die Wahl der richtigen Versicherungssumme ist entscheidend und sollte den finanziellen Bedarf der Hinterbliebenen abdecken. Als Faustregel gilt oft das Drei- bis Fünffache des Bruttojahresgehalts als Orientierung. Auch bestehende Schulden, wie zum Beispiel eine Baufinanzierung, sollten bei der Festlegung der Summe berücksichtigt werden, um die Familie im Falle eines Todesfalls nicht mit den Verbindlichkeiten allein zu lassen.

Die Laufzeit der Versicherung ist ebenfalls ein maßgeblicher Kostenfaktor. Eine längere Laufzeit bedeutet, dass der Versicherer das Risiko über einen längeren Zeitraum trägt, was sich in höheren Prämien niederschlägt. Die Laufzeit sollte idealerweise so gewählt werden, dass die wichtigsten finanziellen Verpflichtungen abgesichert sind, typischerweise bis zum Renteneintritt des Hauptverdieners oder bis die Kinder das Berufsleben aufgenommen haben und finanziell unabhängig sind.

  • Versicherungssumme: Bestimmt die Höhe der Auszahlung im Todesfall.
  • Laufzeit: Dauer des Versicherungsschutzes, oft bis zur finanziellen Unabhängigkeit der Kinder oder zur Tilgung großer Kredite.
  • Steigende oder fallende Versicherungssumme: Anpassung an den Bedarf über die Laufzeit.
  • Beitragszahlweise: Jährliche Zahlung ist oft günstiger als monatliche.

Optionen und Zusatzbausteine

Manche Versicherer bieten zusätzliche Optionen und Bausteine an, die den Schutz erweitern, aber auch die Kosten beeinflussen können. Dazu gehört beispielsweise die Möglichkeit einer Dynamisierung der Versicherungssumme, bei der die Summe und damit die Beiträge jährlich um einen bestimmten Prozentsatz erhöht werden, um den Inflationsausgleich zu gewährleisten. Auch eine Nachversicherungsgarantie ist ein beliebter Baustein, der es ermöglicht, die Versicherungssumme bei bestimmten Lebensereignissen (Heirat, Geburt eines Kindes, Immobilienkauf) ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Solche Optionen bieten Flexibilität, können aber die jährlichen Prämien leicht anheben.

Beispielrechnung zur Kosten verdeutlichung

Um die Auswirkungen der Faktoren auf die Kosten zu veranschaulichen, betrachten wir zwei fiktive Beispiele (keine verbindlichen Angebote, sondern illustrative Darstellungen):

Beispiel 1: Eine 30-jährige Nichtraucherin mit Bürotätigkeit, sehr gutem Gesundheitszustand wünscht eine Versicherungssumme von 250.000 Euro über eine Laufzeit von 30 Jahren. Hier könnten die monatlichen Beiträge in einem Bereich von 15 bis 25 Euro liegen.

Beispiel 2: Ein 45-jähriger Raucher mit Vorerkrankungen und einer handwerklichen Tätigkeit wünscht ebenfalls eine Versicherungssumme von 250.000 Euro, allerdings nur über 20 Jahre Laufzeit. In diesem Fall könnten die monatlichen Beiträge, aufgrund der erhöhten Risikofaktoren, durchaus zwischen 50 und 100 Euro oder mehr variieren. Diese Beispiele zeigen deutlich, wie stark die individuellen Voraussetzungen die Prämienhöhe beeinflussen können.

Sparmöglichkeiten und Auswahl des Anbieters

Um Kosten zu sparen, sollten Sie verschiedene Angebote miteinander vergleichen. Die Prämien können von Versicherer zu Versicherer erheblich variieren, selbst bei identischen Parametern. Nutzen Sie Vergleichsportale oder lassen Sie sich von unabhängigen Maklern beraten, die den Markt überblicken und Ihnen Tarife passend zu Ihrem individuellen Profil empfehlen können. Achten Sie dabei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Vertragsbedingungen, die Finanzstärke des Versicherers und die Flexibilität der Angebote.

  • Vergleichen Sie Angebote mehrerer Versicherer.
  • Wählen Sie die Versicherungssumme und Laufzeit bedarfsgerecht aus.
  • Achten Sie auf die Beantwortung der Gesundheitsfragen – Ehrlichkeit zahlt sich aus.
  • Erwägen Sie jährliche statt monatlicher Zahlweise für mögliche Rabatte.
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Absicherungsbedarf und passen Sie den Vertrag gegebenenfalls an.

Fazit

Die Kosten einer Risikolebensversicherung sind komplex und hängen von einer Vielzahl individueller Faktoren ab. Eine pauschale Aussage über 'die Kosten' ist daher nicht möglich. Es ist jedoch essenziell, die persönlichen Voraussetzungen genau zu analysieren und sich umfassend beraten zu lassen, um einen Versicherungsschutz zu finden, der sowohl bedarfsgerecht ist als auch finanziell tragbar bleibt. Eine Risikolebensversicherung ist eine Investition in die finanzielle Sicherheit Ihrer Liebsten und sollte sorgfältig geplant werden, um im Fall der Fälle optimalen Schutz zu bieten.

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