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Was ist die Heizungsförderung?

Die Heizungsförderung unterstützt den Austausch alter Heizungen durch klimafreundliche Systeme mit Zuschüssen von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten.

5 min Lesezeit
Was ist die Heizungsförderung?

Die Heizungsförderung ist ein zentrales Instrument, mit dem Bund und teilweise auch Länder und Kommunen den Umstieg von alten, ineffizienten Heizungen auf klimafreundliche Systeme finanziell unterstützen. Sie richtet sich vor allem an Eigentümer von Wohngebäuden, die ihre Heizung modernisieren oder komplett ersetzen wollen. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Klimaschutzziele im Gebäudebereich zu erreichen. In diesem Ratgeber werden die wichtigsten Aspekte der Heizungsförderung verständlich erklärt, damit Sie einschätzen können, ob und wie Sie davon profitieren können.

Was genau ist die Heizungsförderung?

Unter Heizungsförderung versteht man staatliche Zuschüsse, die bei der Anschaffung und Installation neuer Heizsysteme gezahlt werden. Diese Förderung wird in der Regel über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) abgewickelt und ist an bestimmte technische Anforderungen und Voraussetzungen geknüpft. Gefördert werden vor allem Heizungen, die mit erneuerbaren Energien arbeiten oder einen hohen Anteil an erneuerbaren Energien nutzen.

Die Förderung kann sowohl für den kompletten Austausch einer alten Heizung als auch für Einzelmaßnahmen wie die Installation einer Wärmepumpe oder die Ergänzung einer bestehenden Heizung durch erneuerbare Energien gelten. Die Höhe der Förderung hängt von der Art der Heizung, der Effizienz des Systems und den förderfähigen Kosten ab. In vielen Fällen werden bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss gewährt.

  • Staatliche Zuschüsse für neue Heizsysteme
  • Teil der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
  • Fokus auf erneuerbare Energien und hohe Effizienz
  • Kann für kompletten Heizungstausch oder Einzelmaßnahmen gelten
  • Höhe der Förderung abhängig von System und Kosten

Welche Heizungen werden gefördert?

Die Heizungsförderung richtet sich vor allem auf Systeme, die mit erneuerbaren Energien arbeiten oder einen hohen Anteil an erneuerbaren Energien nutzen. Dazu gehören insbesondere Wärmepumpen, Pellet- oder Holzheizungen sowie Solarthermie-Anlagen. Diese Systeme werden gefördert, weil sie den CO2-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Öl- oder Gasheizungen deutlich reduzieren.

Neue Öl- und Gasheizungen werden in der Regel nicht gefördert, auch wenn sie teilweise mit erneuerbaren Energien wie Biogas betrieben werden. Ausnahmen können bei bestimmten Gasheizungen gelten, die als H2-ready ausgelegt sind und damit für den späteren Betrieb mit Wasserstoff vorbereitet sind. In diesem Fall kann der Kostenanteil für die H2-ready-Ausstattung gefördert werden.

  • Wärmepumpen
  • Pellet- oder Holzheizungen
  • Solarthermie-Anlagen
  • Bestimmte H2-ready Gasheizungen
  • Keine Förderung für neue Öl- und Gasheizungen

Wie hoch ist die Förderung?

Die Höhe der Heizungsförderung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Art der Heizung, die Effizienz des Systems und die förderfähigen Kosten. In vielen Fällen werden bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss gewährt. Für ein Einfamilienhaus liegen die förderfähigen Investitionskosten in der Regel bei maximal 30.000 Euro, was einer maximalen Förderung von 21.000 Euro entspricht.

Bei Mehrfamilienhäusern werden die förderfähigen Kosten nach Wohneinheiten gestaffelt. Für die erste Wohneinheit gelten maximal 30.000 Euro förderfähige Kosten, für die 2. bis 6. Wohneinheit jeweils 10.000 Euro und ab der 7. Wohneinheit 3.000 Euro pro Wohneinheit. Diese Regelung gilt auch für Eigentümergemeinschaften.

  • Bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten
  • Maximal 30.000 Euro förderfähige Kosten für Einfamilienhäuser
  • Staffelung nach Wohneinheiten bei Mehrfamilienhäusern
  • Maximal 21.000 Euro Förderung für Einfamilienhäuser
  • Gilt auch für Eigentümergemeinschaften

Wie funktioniert die Beantragung?

Die Beantragung der Heizungsförderung erfolgt in der Regel über die KfW-Bankengruppe. Zunächst muss eine Bestätigung zum Antrag (BzA) von einer Expertin oder einem Experten für Energieeffizienz oder einer Fachunternehmerin oder einem Fachunternehmer erstellt werden. Diese Bestätigung enthält Angaben zur geplanten Heizung, den förderfähigen Gesamtkosten und eine Bestätigung, dass die technischen Mindestanforderungen eingehalten werden.

Nach Abschluss des Vorhabens und positiver Prüfung der Erfüllung der Fördervoraussetzungen wird der Zuschuss auf das Bankkonto überwiesen. Der Zuschuss setzt sich aus einer Grundförderung und gegebenenfalls Bonusförderungen wie dem Klimageschwindigkeitsbonus, dem Effizienzbonus und dem Einkommensbonus zusammen.

  • Beantragung über die KfW-Bankengruppe
  • Erstellung einer Bestätigung zum Antrag (BzA)
  • Angaben zur geplanten Heizung und Kosten
  • Bestätigung der technischen Mindestanforderungen
  • Überweisung des Zuschusses nach Abschluss und Prüfung

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Um die Heizungsförderung in Anspruch nehmen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören unter anderem die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen, die Verwendung eines geförderten Heizungstyps und die Einhaltung bestimmter Effizienzkriterien. Zudem müssen die förderfähigen Kosten innerhalb der festgelegten Grenzen liegen.

In einigen Fällen können zusätzliche Dokumente erforderlich sein, um Bonusförderungen in Anspruch zu nehmen. Dazu gehören beispielsweise Nachweise zur Energieeffizienz des Gebäudes oder zur Einkommenssituation der Antragsteller. Es ist wichtig, sich vor der Beantragung genau über die aktuellen Voraussetzungen und Anforderungen zu informieren.

  • Einhaltung der technischen Mindestanforderungen
  • Verwendung eines geförderten Heizungstyps
  • Einhalten bestimmter Effizienzkriterien
  • Förderfähige Kosten innerhalb der Grenzen
  • Möglicherweise zusätzliche Dokumente für Bonusförderungen

Beispielrechnung zur Förderung

Ein Beispiel kann die Höhe der Förderung veranschaulichen. Angenommen, ein Eigentümer eines Einfamilienhauses plant den Austausch seiner alten Ölheizung gegen eine Wärmepumpe. Die förderfähigen Gesamtkosten betragen 25.000 Euro. Bei einer Förderung von 70 Prozent erhält der Eigentümer einen Zuschuss von 17.500 Euro.

In einem weiteren Beispiel plant ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten den Austausch der Heizung. Die förderfähigen Kosten betragen 60.000 Euro. Bei einer Förderung von 70 Prozent erhält der Eigentümergemeinschaft ein Zuschuss von 42.000 Euro. Diese Beispiele zeigen, wie die Förderung die Investitionskosten erheblich senken kann.

  • Beispiel 1: Einfamilienhaus mit 25.000 Euro förderfähigen Kosten
  • Beispiel 2: Mehrfamilienhaus mit 60.000 Euro förderfähigen Kosten
  • Förderung von 70 Prozent der förderfähigen Kosten
  • Zuschuss von 17.500 Euro im Beispiel 1
  • Zuschuss von 42.000 Euro im Beispiel 2

Fazit

Die Heizungsförderung bietet eine wertvolle Unterstützung für Eigentümer, die ihre Heizung modernisieren oder ersetzen möchten. Sie kann die Investitionskosten erheblich senken und den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme erleichtern. Wichtig ist, sich vor der Beantragung genau über die Voraussetzungen, Anforderungen und die Höhe der Förderung zu informieren, um den maximalen Nutzen aus der Förderung zu ziehen.

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