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Volltilgerdarlehen: Wer zahlt was?

Volltilgerdarlehen: Wer zahlt was? Ein Ratgeber zur Baufinanzierung ohne Restschuld, mit Beispielen, Vor- und Nachteilen sowie typischen Kostenstrukturen.

5 min Lesezeit
Volltilgerdarlehen: Wer zahlt was?

Ein Volltilgerdarlehen ist eine spezielle Form der Immobilienfinanzierung, bei der die gesamte Darlehensschuld innerhalb einer einzigen Zinsbindungsfrist vollständig zurückgezahlt wird. Am Ende der Laufzeit bleibt keine Restschuld übrig, sodass keine Anschlussfinanzierung nötig ist. In diesem Ratgeber wird Schritt für Schritt erklärt, wer welche Kosten trägt, wie sich die monatliche Rate zusammensetzt und welche Faktoren die Gesamtkosten beeinflussen.

Was ist ein Volltilgerdarlehen?

Ein Volltilgerdarlehen ist eine Variante des Annuitätendarlehens, bei der Zinsbindung und Laufzeit identisch sind. Das bedeutet, dass die vereinbarte Zinsfestschreibung genau so lange läuft wie die gesamte Tilgung des Darlehens. Während dieser Zeit zahlt der Kreditnehmer monatlich eine feste Rate, die aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil besteht. Am Ende der Laufzeit ist die Immobilienfinanzierung vollständig abbezahlt.

Im Gegensatz zum klassischen Annuitätendarlehen, bei dem nach Ablauf der Zinsbindung oft noch eine Restschuld besteht, wird beim Volltilgerdarlehen das Ziel verfolgt, schuldenfrei zu werden. Typische Laufzeiten liegen zwischen 10 und 30 Jahren, je nach gewählter Zinsbindung und individueller Finanzkraft.

  • Zinsbindung entspricht der Laufzeit des Darlehens.
  • Keine Restschuld am Ende der Laufzeit.
  • Feste monatliche Rate über die gesamte Laufzeit.
  • Keine Anschlussfinanzierung erforderlich.
  • Hohe Planungssicherheit für den Kreditnehmer.

Wer zahlt die Zinsen?

Die Zinsen beim Volltilgerdarlehen werden vom Kreditnehmer gezahlt. Sie entstehen auf die noch ausstehende Darlehenssumme und werden monatlich zusammen mit der Tilgung in der Rate verrechnet. Zu Beginn der Laufzeit ist der Zinsanteil relativ hoch, da die Restschuld am größten ist. Mit fortschreitender Tilgung sinkt der Zinsanteil, während der Tilgungsanteil steigt.

Der Zinssatz wird bei Vertragsabschluss festgeschrieben und bleibt über die gesamte Zinsbindungsfrist unverändert. Dadurch gibt es kein Zinsänderungsrisiko, was die Planung der monatlichen Ausgaben erleichtert. Die Bank trägt das Risiko, dass sich die Marktzinsen während der Laufzeit verändern, während der Kreditnehmer von der Zinssicherheit profitiert.

  • Zinsen werden vom Kreditnehmer gezahlt.
  • Zinssatz ist über die gesamte Laufzeit fest.
  • Zinsanteil sinkt mit fortschreitender Tilgung.
  • Kein Zinsänderungsrisiko für den Kreditnehmer.
  • Bank trägt das Zinsänderungsrisiko.

Wer zahlt die Tilgung?

Die Tilgung wird ebenfalls vom Kreditnehmer gezahlt und dient dazu, die Darlehenssumme schrittweise zu reduzieren. Im Volltilgerdarlehen ist die Tilgung so bemessen, dass am Ende der Laufzeit die gesamte Schuld getilgt ist. Die Höhe der Tilgung ergibt sich aus der gewählten Laufzeit, dem Zinssatz und der Darlehenssumme.

Da die Tilgung höher ist als bei einem klassischen Annuitätendarlehen, sind die monatlichen Raten in der Regel höher. Dies führt dazu, dass die Schulden schneller abgebaut werden und weniger Zinsen insgesamt anfallen. Der Kreditnehmer trägt somit die volle Verantwortung für die Tilgung, während die Bank die Darlehenssumme bereitstellt.

  • Tilgung wird vom Kreditnehmer gezahlt.
  • Tilgung ist höher als bei klassischen Darlehen.
  • Schneller Schuldenabbau.
  • Weniger Zinsen insgesamt.
  • Bank stellt die Darlehenssumme bereit.

Wer trägt die Nebenkosten?

Nebenkosten wie Bearbeitungsgebühren, Notarkosten, Grundbuchgebühren und eventuelle Provisionen werden in der Regel vom Kreditnehmer getragen. Diese Kosten entstehen unabhängig von der Darlehensart und sind bei einem Volltilgerdarlehen nicht anders als bei anderen Baufinanzierungen. Die Bank kann jedoch manchmal Zinsrabatte gewähren, um die Attraktivität des Volltilgerdarlehens zu erhöhen.

Es ist wichtig, alle Nebenkosten vor Vertragsabschluss genau zu prüfen, da sie die Gesamtkosten der Finanzierung erheblich beeinflussen können. Einige Banken bieten Pakete an, bei denen bestimmte Gebühren eingeschlossen sind, was die Transparenz erhöht.

  • Bearbeitungsgebühren vom Kreditnehmer.
  • Notar- und Grundbuchgebühren vom Kreditnehmer.
  • Eventuelle Provisionen vom Kreditnehmer.
  • Bank kann Zinsrabatte gewähren.
  • Transparenz über alle Nebenkosten wichtig.

Wer profitiert von der Zinssicherheit?

Die Zinssicherheit beim Volltilgerdarlehen profitiert in erster Linie dem Kreditnehmer. Da der Zinssatz über die gesamte Laufzeit festgeschrieben ist, können unvorhergesehene Zinserhöhungen nicht zu höheren Raten führen. Dies bietet hohe Planungssicherheit, insbesondere für Familien oder Personen mit festem Einkommen.

Die Bank profitiert indirekt, da sie durch die längere Zinsbindung und die höhere Tilgung ein stabiles Einkommen aus Zinsen erhält. Zudem ist das Risiko einer Restschuld am Ende der Laufzeit ausgeschlossen, was die Kreditvergabe für die Bank attraktiver macht.

  • Kreditnehmer profitiert von Zinssicherheit.
  • Hohe Planungssicherheit.
  • Bank erhält stabiles Zinseinkommen.
  • Kein Restschuld-Risiko für die Bank.
  • Attraktive Konditionen für beide Parteien.

Wer trägt das Risiko der Restschuld?

Beim Volltilgerdarlehen gibt es keine Restschuld am Ende der Laufzeit, da die gesamte Darlehenssumme vollständig getilgt wird. Das Risiko einer Restschuld wird somit vollständig ausgeschlossen. Dies unterscheidet das Volltilgerdarlehen von klassischen Annuitätendarlehen, bei denen nach Ablauf der Zinsbindung oft noch eine Restschuld besteht.

Der Kreditnehmer trägt das Risiko, dass die monatlichen Raten höher sind als bei anderen Darlehen. Dies kann die finanzielle Belastung erhöhen, bietet aber gleichzeitig die Sicherheit, schuldenfrei zu werden. Die Bank trägt kein Restschuld-Risiko, da die Tilgung so bemessen ist, dass die Schuld vollständig abbezahlt wird.

  • Keine Restschuld beim Volltilgerdarlehen.
  • Risiko der Restschuld ausgeschlossen.
  • Höhere monatliche Raten für den Kreditnehmer.
  • Bank trägt kein Restschuld-Risiko.
  • Sicherheit für den Kreditnehmer.

Wer profitiert von der schnellen Tilgung?

Die schnelle Tilgung beim Volltilgerdarlehen profitiert in erster Linie dem Kreditnehmer. Durch die höhere Tilgung werden die Schulden schneller abgebaut, was zu weniger Zinsen insgesamt führt. Dies kann die Gesamtkosten der Finanzierung erheblich senken und die finanzielle Freiheit früher erreichen.

Die Bank profitiert ebenfalls, da sie das Darlehen schneller zurückbekommt und das Risiko eines Ausfalls verringert wird. Zudem können Zinsrabatte gewährt werden, um die Attraktivität des Volltilgerdarlehens zu erhöhen. Beide Parteien profitieren von der schnellen Tilgung.

  • Kreditnehmer profitiert von schneller Tilgung.
  • Weniger Zinsen insgesamt.
  • Frühere finanzielle Freiheit.
  • Bank profitiert von schneller Rückzahlung.
  • Zinsrabatte möglich.

Wer trägt das Risiko der höheren Raten?

Die höheren monatlichen Raten beim Volltilgerdarlehen werden vom Kreditnehmer getragen. Da die Tilgung höher ist als bei klassischen Darlehen, sind die Raten entsprechend höher. Dies kann die finanzielle Belastung erhöhen, insbesondere in Zeiten von Einkommensrückgängen oder unvorhergesehenen Ausgaben.

Es ist wichtig, die eigene finanzielle Situation genau zu prüfen und sicherzustellen, dass die Raten langfristig tragbar sind. Die Bank trägt kein Risiko der höheren Raten, da sie die Darlehenssumme bereitstellt und die Zinsen erhält. Der Kreditnehmer trägt das volle Risiko der höheren Belastung.

  • Höhere Raten vom Kreditnehmer getragen.
  • Finanzielle Belastung erhöht.
  • Risiko in Zeiten von Einkommensrückgängen.
  • Bank trägt kein Risiko der höheren Raten.
  • Kreditnehmer trägt volles Risiko.

Fazit

Ein Volltilgerdarlehen bietet hohe Planungssicherheit und die Sicherheit, schuldenfrei zu werden. Die Zinsen und die Tilgung werden vom Kreditnehmer gezahlt, während die Bank die Darlehenssumme bereitstellt und die Zinssicherheit garantiert. Nebenkosten wie Bearbeitungsgebühren, Notar- und Grundbuchgebühren werden ebenfalls vom Kreditnehmer getragen. Die schnelle Tilgung führt zu weniger Zinsen insgesamt und früherer finanzieller Freiheit, während die Bank von der schnellen Rückzahlung und dem ausgeschlossenen Restschuld-Risiko profitiert. Die höheren monatlichen Raten tragen jedoch das Risiko einer erhöhten finanziellen Belastung, die sorgfältig geprüft werden sollte.

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