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Fassadensanierung: Kosten im Überblick

Wie viel kostet eine Fassadensanierung wirklich? Wir geben einen detaillierten Überblick über typische Preise, Einflussfaktoren und Fördermöglichkeiten für Eigentümer von Wohnimmobilien.

4 min Lesezeit
Fassadensanierung: Kosten im Überblick

Eine Fassadensanierung ist für viele Eigentümer eine der größten Investitionen am Haus. Sie dient nicht nur dem äußeren Erscheinungsbild, sondern schützt die Bausubstanz, verbessert den Wärmeschutz und kann den Wert der Immobilie deutlich steigern. Doch die Kosten sind je nach Umfang, Material und Region stark unterschiedlich. In diesem Ratgeber werden die typischen Kosten für eine Fassadensanierung im Kontext von Wohnimmobilien im DACH-Markt (Schwerpunkt Deutschland) übersichtlich dargestellt, inklusive konkreter Beispielrechnungen und Hinweisen zu Fördermöglichkeiten.

Was versteht man unter Fassadensanierung?

Unter Fassadensanierung versteht man alle Maßnahmen, die dazu dienen, die Außenwand eines Gebäudes zu erneuern, zu schützen oder energetisch zu verbessern. Dazu gehören das Entfernen von Schäden, das Aufbringen neuer Putzschichten, das Streichen oder Beschichten sowie die Installation einer Wärmedämmung. Eine Fassadensanierung kann sich auf einzelne beschädigte Stellen beschränken oder die gesamte Außenwand betreffen.

Im Immobilienkontext ist eine Fassadensanierung oft Teil einer energetischen Sanierung, die den Energieverbrauch senkt und die Immobilie zukunftsfähig macht. Dabei spielt die Wahl der Materialien und Systeme eine entscheidende Rolle für die Kosten und den Nutzen der Maßnahme.

  • Reparatur von Putzschäden und Rissen
  • Entfernung und Erneuerung des Putzes
  • Anbringung einer Wärmedämmung
  • Neue Beschichtung oder Farbe
  • Fassadenbekleidung mit Holz oder Faserzementplatten

Kosten für einfache Fassadenreparaturen

Bei kleineren Schäden wie Rissen oder abblätterndem Putz reicht oft eine punktuelle Sanierung. Die Kosten hierfür sind vergleichsweise gering und liegen in der Regel zwischen 20 und 40 Euro pro Quadratmeter. Dazu gehören das Ausbessern mit Spachtelmasse oder speziellem Putz sowie das Streichen der behandelten Flächen.

Beispielrechnung: Für eine beschädigte Fläche von 10 Quadratmetern können Material- und Arbeitskosten von etwa 200 bis 400 Euro anfallen. Hinzu kommen eventuell Gerüstkosten, wenn die Schäden in größerer Höhe liegen.

  • Materialkosten für Spachtelmasse: 1–2 Euro pro Quadratmeter
  • Kosten für Putz: 5–15 Euro pro Quadratmeter
  • Arbeitskosten für Ausbesserung: 10–15 Euro pro Quadratmeter
  • Gerüstkosten: 6–12 Euro pro Quadratmeter

Kosten für eine komplette Fassadenrenovierung

Eine komplette Fassadenrenovierung umfasst das Entfernen des alten Putzes, das Aufbringen eines neuen Putzes und das Streichen der gesamten Fläche. Die Kosten liegen hier in der Regel zwischen 40 und 200 Euro pro Quadratmeter, je nach Umfang und Materialien.

Beispielrechnung: Für eine Fassadenfläche von 100 Quadratmetern können Gesamtkosten von 4.000 bis 20.000 Euro anfallen. Dazu gehören Gerüst, Material und Arbeitskosten. Eine Fassadenrenovierung ohne Dämmung kostet in der Regel weniger als eine Sanierung mit Wärmedämmung.

  • Gerüstkosten: 6–12 Euro pro Quadratmeter
  • Grundierung: 4–6 Euro pro Quadratmeter
  • Neuer Putz: 25–60 Euro pro Quadratmeter
  • Streichen: 10–15 Euro pro Quadratmeter

Kosten für eine Fassadendämmung

Eine Fassadendämmung ist Teil einer energetischen Sanierung und kann die Heizkosten deutlich senken. Die Kosten für eine Fassadendämmung liegen in der Regel zwischen 110 und 230 Euro pro Quadratmeter, je nach System und Materialien.

Beispielrechnung: Für eine Fassadenfläche von 100 Quadratmetern können Gesamtkosten von 11.000 bis 23.000 Euro anfallen. Dazu gehören Dämmmaterial, Gerüst, Arbeitskosten und eventuell zusätzliche Ausbesserungsarbeiten.

  • Einblasdämmung: ca. 40 Euro pro Quadratmeter
  • Wärmedämmverbundsystem mit Polystyrol: ca. 180 Euro pro Quadratmeter
  • Wärmedämmverbundsystem mit Mineralwolle: ca. 200 Euro pro Quadratmeter
  • Faserzementplatten mit Dämmung: ca. 240 Euro pro Quadratmeter

Einflussfaktoren auf die Kosten

Die Kosten für eine Fassadensanierung hängen von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die Größe der Fassadenfläche, der Zustand der bestehenden Fassade, die gewählten Materialien und Systeme sowie die Region und der Handwerkerpreisniveau.

Beispielrechnung: In einer Region mit hohem Handwerkerpreisniveau können die Kosten um 20–30 Prozent höher liegen als in Regionen mit niedrigerem Preisniveau. Zudem können zusätzliche Arbeiten wie das Entfernen von Altputz oder das Ausbessern von Schäden die Kosten erhöhen.

  • Größe der Fassadenfläche
  • Zustand der bestehenden Fassade
  • Gewählte Materialien und Systeme
  • Region und Handwerkerpreisniveau
  • Zusätzliche Arbeiten wie Entfernen von Altputz

Fördermöglichkeiten für Fassadensanierungen

Fassadensanierungen können in vielen Fällen gefördert werden, insbesondere wenn sie Teil einer energetischen Sanierung sind. Förderungen können in Form von Zuschüssen oder günstigen Krediten erfolgen und die Investitionskosten deutlich senken.

Beispielrechnung: Eine Fassadendämmung mit Wärmedämmverbundsystem kostet in der Regel 160–190 Euro pro Quadratmeter. Mit einer Förderung von 15 Prozent können die Kosten um etwa 24–28,5 Euro pro Quadratmeter gesenkt werden.

  • Zuschüsse für energetische Sanierungen
  • Günstige Kredite für Fassadendämmung
  • Steuerliche Vorteile bei Sanierungsmaßnahmen

Fazit

Eine Fassadensanierung ist eine sinnvolle Investition für Eigentümer von Wohnimmobilien. Sie schützt die Bausubstanz, verbessert den Wärmeschutz und kann den Wert der Immobilie steigern. Die Kosten variieren je nach Umfang, Materialien und Region, liegen aber in der Regel zwischen 20 und 230 Euro pro Quadratmeter. Mit Fördermöglichkeiten können die Investitionskosten deutlich gesenkt werden.

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