W. P. Carey hat im April 2026 eine Sale-Leaseback-Transaktion für vier Industrieimmobilien in Deutschland abgeschlossen. Die Objekte liegen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg und umfassen zusammen 62.000 Quadratmeter. Vermietet ist das Portfolio auf Net-Lease-Basis an einen weltweit tätigen Engineering- und Fertigungsspezialisten.
Die Transaktion erfolgte im Zusammenhang mit der Übernahme des Unternehmens durch eine Private-Equity-Gesellschaft. Nach Angaben aus der Quelle wurden die Erlöse aus dem Sale-Leaseback zur Reduzierung des Kaufpreises eingesetzt. Damit wurde der Vorgang zugleich als Finanzierungsbaustein innerhalb der M&A-Transaktion genutzt.
Das Portfolio gilt für den Mieter als betriebskritisch. In den vier Immobilien werden Produkte hergestellt, die den überwiegenden Großteil des Unternehmensumsatzes ausmachen. Zudem beherbergen die Standorte kritische Maschinen, deren Replikation mit hohen Kosten verbunden wäre. Die Vereinbarung schafft damit die Grundlage für die Fortführung des laufenden Betriebs an den bestehenden Standorten.
Langfristige Mietstruktur und Indexierung
Für das Portfolio wurde ein Triple-Net-Master-Lease mit einer Laufzeit von 25 Jahren vereinbart. Die Miete steigt auf Basis des deutschen Verbraucherpreisindex. Die Struktur verbindet damit eine langfristige Bindung des Mieters mit einer laufenden Anpassung an die Preisentwicklung.
W. P. Carey verweist zugleich auf seine fortgesetzte Präsenz in Deutschland. Das Unternehmen schloss seine erste Transaktion dort im Jahr 2003 ab und hat seither Investitionen von insgesamt mehr als 1,2 Milliarden Euro getätigt. Die aktuelle Transaktion fügt sich in diese Entwicklung ein und erweitert das bestehende Engagement des Investors im deutschen Markt.
Einordnung der Transaktion
- —vier Industrieimmobilien in Deutschland
- —Standorte in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg
- —Gesamtfläche: 62.000 Quadratmeter
- —25-jähriger Triple-Net-Master-Lease mit Mietsteigerungen auf Basis des deutschen Verbraucherpreisindex
Christopher Mertlitz, Head of European Investments bei W. P. Carey, äußerte sich in der Quelle dahingehend, dass das Unternehmen sein Portfolio in Deutschland weiter ausbauen wolle und dort weiterhin attraktive Möglichkeiten für Investitionen in hochwertige Produktions- und Logistikimmobilien sehe. Zudem verwies er auf strukturellen Druck in energieintensiven und exportorientierten Branchen sowie auf restriktivere Finanzierungsbedingungen als Faktoren, die die Nachfrage nach flexiblen, langfristigen Kapitallösungen erhöhen. Sale-Leasebacks spielten in diesem Umfeld aus seiner Sicht eine zunehmend wichtige Rolle bei Private-Equity-getriebenen M&A-Aktivitäten.
Weiter führte er aus, W. P. Carey sei als Investor, der Transaktionen vollständig mit Eigenkapital finanzieren könne, gut positioniert, um Transaktionssicherheit und strategisches Kapital bereitzustellen. Damit könne das Unternehmen zur Umsetzung solcher Transaktionen beitragen.




