Der paneuropäische Logistikimmobilienspezialist Verdion hat sich in der Metropolregion Rhein-Ruhr ein strategisch gelegenes Industrieareal gesichert. Diese Akquisition dient der Entwicklung einer modernen urbanen Logistikimmobilie für Verdions zweiten europäischen Logistikfonds VELF 2. Das Projekt in Gelsenkirchen weist ein Wertpotenzial von 68 Millionen Euro auf. Verdion, tätig als Investor, Entwickler und Asset Manager, fokussiert sich nun auf die Planung und das Genehmigungsverfahren für diese spekulative Entwicklung, die unter dem Namen „LiteHub“ firmieren wird.
Das Vorhaben umfasst die Errichtung von insgesamt 37.675 Quadratmetern urbaner Logistikflächen, die sich auf zwei eigenständige Gebäudekomplexe verteilen. Die Flächen sind flexibel konzipiert und reichen von 2.945 Quadratmetern bis zu 20.098 Quadratmetern, mit der Option, in bis zu zehn eigenständige Einheiten unterteilt zu werden. Die Entwicklung wird nach den Standards EG40 und DGNB-Gold realisiert, was die hohen Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit unterstreicht. Das 6,67 Hektar große Grundstück, ein ehemaliges Gelände einer Stahlseilfabrik, wurde von Bekaert, einem global führenden Unternehmen in der Stahldrahtverarbeitung, erworben.
Standort und strategische Relevanz
Die Lage am nördlichen Stadtrand von Gelsenkirchen, in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A42 zwischen Duisburg und Dortmund, kennzeichnet den Standort. Diese Anbindung ermöglicht eine schnelle Erreichbarkeit des Duisburger Hafens sowie der Essener Innenstadt innerhalb von weniger als 30 Minuten. Moritz Heißenberg, Executive Director und Head of Germany bei Verdion, äußerte, dass diese Akquisition die Entwicklungspipeline in Deutschland erweitert und ein strategisch hervorragend gelegenes Grundstück im Herzen eines der größten Industrie- und Verbrauchermärkte Europas sichert. Er betonte die exzellente Verkehrsanbindung und den Zugang zu einem breiten Kundenstamm, welche beste Voraussetzungen für eine hohe Nachfrage schaffen, insbesondere aus den Bereichen E-Commerce, Leichtindustrie und Last-Mile-Distribution.
Das Projekt in Gelsenkirchen steht stellvertretend für die Strategie Verdions, moderne, flexible Logistikflächen an urbanen Top-Standorten zu entwickeln, wo Flächen knapp und die Nachfrage entsprechend hoch ist. Oliver Kemper, Head of Investment – Germany bei Verdion, ergänzte, dass diese Akquisition präzise zur Investmentstrategie für VELF 2 passt. Der Fonds setzt weiterhin gezielt auf Brownfield-Standorte in etablierten urbanen Märkten, bei denen durch Neuentwicklung ein Mehrwert generiert werden kann. Gelsenkirchen biete hierfür sehr gute Voraussetzungen, da die starke Nachfrage auf die Möglichkeit trifft, ein bislang untergenutztes Industrieareal in moderne, flexible Logistikflächen umzuwandeln.
Erweiterung des VELF 2 Portfolios
Die Transaktion in Gelsenkirchen ist bereits die dritte Akquisition für den VELF-2-Fonds in Deutschland innerhalb der vergangenen sechs Monate. Im Juni erwarb Verdion ein Brownfield-Grundstück in München, auf dem ebenfalls spekulativ ein LiteHub mit einem Wertpotenzial von 96 Millionen Euro entwickelt wird. Bereits im Februar hatte sich das Unternehmen ein ehemaliges Produktionsareal im Kölner Norden gesichert. Dort entsteht ein urbanes Logistikzentrum im Wert von 95 Millionen Euro, welches sowohl LiteHub- als auch CoreHub-Flächen umfassen wird. Für VELF 2 wurde im Juni des Vorjahres zudem ein Brownfield-Grundstück in Rastatt an der deutsch-französischen Grenze erworben. Eine Logistikimmobilie mit einem Wert von 45 Millionen Euro soll dort spekulativ entstehen, deren Fertigstellung für Juli 2027 geplant ist. Das Gebäudekonzept in Rastatt ist zudem auf die Anforderungen potenzieller Nutzer aus der Automobilindustrie ausgerichtet.
Der Verdion European Logistics Fund 2 (VELF 2) wurde Ende 2024 nach der Einwerbung von über 300 Millionen Euro Eigenkapital geschlossen. Der Fonds profitiert von Verdions breitem Team, welches sämtliche Leistungen von der Planung und Entwicklung bis hin zum Betrieb abdeckt, sowie von dessen technischer Expertise bei Refurbishments und Projektentwicklungen in wichtigen europäischen Märkten. Der Investitionsfokus liegt primär auf Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und Schweden. Die Transaktion in Gelsenkirchen wurde durch JLL vermittelt.














