Institutionelle Anleger halten Immobilienquoten stabil – Fokus auf Core und Deutschland
Eine aktuelle Befragung von INDUSTRIA unter institutionellen Investoren zeigt eine Tendenz zur Stabilisierung der Immobilienallokation mit einem verstärkten Fokus auf Core-Immobilien und den deutschen Markt.

Der Frankfurter Immobilien-Asset-Manager INDUSTRIA hat unter dem Titel „Wohninvestment Trends 2026“ eine Befragung zu den zukünftigen Immobilienallokationen institutioneller Investoren veröffentlicht. Die Erhebung identifiziert wesentliche Strömungen im Anlegerverhalten für die kommenden zwölf Monate. Die Ergebnisse zeichnen ein differenziertes Bild hinsichtlich der Portfoliosteuerung und Präferenzbildung auf dem Immobilienmarkt.
Ein Kernergebnis der Studie ist die Intention von 50 Prozent der befragten Investoren, ihre Immobilienquote in den kommenden zwölf Monaten konstant zu halten. Eine Reduktion der Quote ist bei rund 31 Prozent der Teilnehmer in geringem Maße (unter einem Prozentpunkt) und bei weiteren 5,6 Prozent in stärkerem Umfang (über einem Prozentpunkt) vorgesehen. Ein Wachstum der Quote, entweder leicht oder stark, wird von etwa 14 Prozent der Befragten angestrebt. Thomas Wirtz FRICS, Geschäftsführer bei INDUSTRIA Immobilien, kommentierte hierzu, dass viele institutionelle Investoren über bereits volle Immobilienquoten verfügen und derzeit nur sehr selektiv investieren, was mit den praktischen Beobachtungen des Unternehmens übereinstimme.
Portfolioallokation und Renditeerwartungen
Hinsichtlich der Kapitalverteilung ist festzustellen, dass etwa ein Drittel (30,4 Prozent) des in den nächsten zwölf Monaten für Immobilien vorgesehenen Kapitals in Wohnimmobilien fließen soll, während der verbleibende Anteil gewerblichen Nutzungsarten zugewiesen wird. Die Präferenz für Core-Immobilien hat sich im Jahresvergleich signifikant verstärkt; 91,3 Prozent der Investoren planen Investitionen in diesem Segment, gegenüber 72,1 Prozent im Vorjahr.
Gleichzeitig sind die Anforderungen an die Ausschüttungsrendite gesunken. Über 53 Prozent der Befragten nannten für nationale Wohnimmobilien eine Spanne von 3,5 bis 4,0 Prozent p.a., während für internationale Wohnimmobilien mehr als 55 Prozent 4,0 bis 4,5 Prozent angaben. Beide Werte liegen marginal über den Vorjahreswerten von 52,2 Prozent beziehungsweise 52,9 Prozent.
Modulbauweise und geografische Präferenzen
Die Offenheit für Wohnimmobilien in Modulbauweise hat im Vergleich zum Vorjahr leicht abgenommen. Aktuell beabsichtigen 35,3 Prozent der Investoren, in solche Objekte zu investieren (2025: 44,7 Prozent). Eine abwartende Haltung nehmen 61,8 Prozent ein (2025: 44,7 Prozent), während 2,9 Prozent (2025: 10,5 Prozent) diese Bauweise kategorisch ausschließen. Eine Erwartung höherer Renditen bei Modulbauweise äußerten 64,7 Prozent der Befragten (2025: 56,1 Prozent).
Ein weiterer Aspekt der Befragung ist die gestiegene „Deutschland-Neigung“ der Investoren. Der Anteil derer, die in den nächsten zwölf Monaten in deutsche Wohnimmobilien investieren wollen, stieg von 64,2 Prozent im Jahr 2025 auf 74,2 Prozent im Jahr 2026. Dies ging einher mit einem Rückgang der Investitionen im restlichen Europa von 28,8 Prozent auf 20,8 Prozent. Andere Märkte wie die USA, Kanada oder der Asien-Pazifik-Raum spielen eine nachrangige Rolle.
Die Präferenz von 42,4 Prozent der Investoren liegt in einer Kombination aus Bestands- und Neubauimmobilien. Bestandsimmobilien mit Entwicklungspotenzial sind mit 9,1 Prozent der Nennungen weniger gefragt.
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