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Marktanalyse··2 min

ZIA äußert sich zu Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG)

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) hat den Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) grundsätzlich positiv bewertet, aber gleichzeitig auf offene Fragen und Kritikpunkte hingewiesen.

ZIA äußert sich zu Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG)

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) hat den jüngst bekannt gewordenen Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) einer ersten Prüfung unterzogen. Der Verband begrüßt prinzipiell die Initiative, da sie zu einer Klärung der grundlegenden Rahmenbedingungen für Investitionen im Immobiliensektor beitragen könnte. Die professionelle Immobilienwirtschaft befindet sich laut ZIA bereits aktiv auf dem Weg zur Dekarbonisierung ihrer Portfolios und setzt entsprechende Maßnahmen konsequent um. Dies impliziert, dass die im Entwurf enthaltene Offenheit für fossile Heizungsoptionen für die Branche von eher geringer Relevanz sein dürfte.

Spezifika für Gewerbeimmobilien und bürokratische Bedenken

Im Bereich der Gewerbeimmobilien sieht der ZIA sowohl positive als auch kritische Aspekte. Als positiv werden die pauschalen Erfüllungsoptionen für Renovierungsanforderungen in bestehenden Nichtwohngebäuden hervorgehoben. Hierzu zählen Spezifika wie das Gebäudealter, der Anschluss an Fernwärme oder die Nutzung von Wärmepumpen. Solche flexiblen und praxistauglichen Ansätze, die sich an den Gegebenheiten der jeweiligen Immobilie sowie an Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit orientieren, werden von den Immobilieneigentümern als notwendig erachtet.

Kritisch beurteilt der ZIA hingegen die vorgesehenen behördlichen Kontrollen von Inspektionsberichten für Klima- und Lüftungsanlagen sowie die Überprüfungen neuer Energieausweise. Iris Schöberl, Präsidentin des ZIA, äußerte Bedenken, dass derartige Maßnahmen primär staatlichen Bürokratismus erzeugen könnten, ohne einen signifikanten Mehrwert für den Klimaschutz oder die Gebäudeperformance zu generieren. Diese Einschätzung deutet auf die Präferenz für ergebnisorientierte statt prozessorientierte Kontrollmechanismen hin.

Unsicherheiten bei klimaneutralen Energieträgern und die Forderung nach Rechtssicherheit

Ein weiterer zentraler Kritikpunkt betrifft das Fehlen belastbarer Berechnungen bezüglich der künftigen Verfügbarkeit und der zu erwartenden Kosten für klimaneutrale Gase und Öle. Diese Unsicherheiten werden als maßgebliches Hindernis für die Planbarkeit und Realisierung von Investitionen in der Branche betrachtet. Schöberl betonte, dass ohne diese grundlegenden Informationen erhebliche Unklarheiten bestehen bleiben.

Der ZIA unterstreicht die Notwendigkeit einer zügigen Verabschiedung des Gesetzes, um endlich Rechtssicherheit für Gebäudeeigentümer zu schaffen. Die Rahmenbedingungen müssten so gestaltet sein, dass die erforderlichen Investitionen in einen klimaneutralen Gebäudebestand tatsächlich getätigt werden können. Dies impliziert die Forderung nach einem stabilen und planbaren Umfeld, das die Transformation des Immobilienbestands ermöglicht und fördert.

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