Die MEAG, als Investmentmanager für ihre Kunden tätig, hat einen substanziellen Teil eines ursprünglich im niedrigen dreistelligen Millionen-Pfund-Bereich angesiedelten Mandats in professionell bewirtschaftete Waldflächen investiert. Der Fokus der Akquisitionen liegt überwiegend in Schottland. Das zugrunde liegende Mandat konzentriert sich auf hochwertige und ertragreiche Waldflächen, wobei die MEAG weitere attraktive Akquisitionsmöglichkeiten in einem als fragmentiert, aber professionell gemanagt beschriebenen Markt identifiziert. Details zu einzelnen Transaktionswerten, beteiligten Gegenparteien und spezifischen Kundendaten werden hierbei nicht offengelegt.
Großbritannien zählt zu den größten Nettoimporteuren von Holz weltweit, da die Eigenproduktion nur einen geringen Anteil des Verbrauchs deckt und der Großteil importiert werden muss. Diese strukturelle Übernachfrage bildet eine langfristige Basis für den Bedarf an produktiven Wäldern und unterstreicht die Robustheit dieser Anlageklasse. Insbesondere Schottland bietet aufgrund seiner klimatischen Bedingungen überdurchschnittliche biologische Wachstumsraten und verfügt über eine etablierte forstwirtschaftliche Infrastruktur. Die Zugänglichkeit der Wälder, die Möglichkeiten für den kostengünstigen Abtransport des Holzes sowie die Kapazitäten der Sägewerke tragen zur Effizienz bei. Eine etablierte Logistik, gesicherte Weiterverwertung und diversifizierte Absatzwege komplettieren das Umfeld.
Strategische Portfolioentwicklung und Management
Die MEAG verfolgt einen selektiven Ansatz beim Aufbau des Portfolios, indem Flächen sukzessive erworben und über einen längeren Zeitraum zu regionalen Clustern zusammengeführt werden. Diese Strategie ermöglicht es, bei der Flächenqualität wählerisch zu agieren und schrittweise eine Dimension zu erreichen, die eine effiziente Bewirtschaftung ermöglicht. Vor Ort erfolgt die Bewirtschaftung der Waldflächen durch etablierte professionelle Partner und Dienstleister, stets unter Aufsicht der MEAG. Dabei werden einheitliche Standards für Waldbau, Holzernte, Zertifizierung und Reporting über alle Flächen hinweg angewendet.
Die Implementierung einer geografischen und baumartenbezogenen Streuung dient der Diversifikation biologischer und marktspezifischer Risiken. Philipp Weber, Investment Manager Forestry bei MEAG, äußerte, dass das Programm mit der Überzeugung aufgebaut wurde, dass die britische Forstwirtschaft stabile, langfristige Real-Asset-Renditen mit der verantwortungsvollen Bewirtschaftung einer wesentlichen natürlichen Ressource verbindet. Er sieht für Kunden in diesem Markt weitere Dynamik, insbesondere da eine bedeutende Größenordnung erreicht wurde und eine starke Akquisitionspipeline existiert.
Otto zur Lippe, ebenfalls Investment Manager Forestry bei MEAG, betonte, dass der Erwerb von Wäldern lediglich den Ausgangspunkt darstellt. Für institutionelle Investoren sei es entscheidend, daraus verlässliche, langfristige Erträge zu generieren. Er führte aus, dass das Portfolio auf eine ausgewogene Alters- und Baumartenstruktur hin gesteuert wird. Dies beinhalte die Flexibilität, die Holzernte bei ungünstigen Holzpreisen aufzuschieben, damit die Bestände weiterwachsen können, bis sich die Marktbedingungen verbessern. In Kombination mit einem professionellen Management vor Ort und etablierten Absatzwegen wird somit aus ertragreichem Wald ein planbarer Ertrag für die Kunden der MEAG generiert.














