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Stopp der Antragsannahme im Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung (KfW 432)“

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat die Annahme für Neuanträge im Programm „Energetische Stadtsanierung (KfW 432)“ aufgrund ausgeschöpfter Bundesmittel gestoppt, während eingereichte Anträge weiterhin geprüft werden.

Stopp der Antragsannahme im Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung (KfW 432)“

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) hat die weitere Annahme von Neuanträgen im Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung (KfW 432)“ eingestellt. Ausschlaggebend hierfür ist die vollständige Ausschöpfung der für Neuzusagen bereitgestellten Bundesmittel. Diese Entwicklung korreliert mit einer anhaltend hohen Nachfrage seitens der Kommunen nach den im Programm verfügbaren Förderungen.

Anträge, die bereits bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eingegangen sind, werden weiterhin nach den bestehenden Kriterien geprüft. Förderzusagen können in diesen Fällen weiterhin erteilt werden, sofern die Förderfähigkeit gegeben ist und entsprechende Bundesmittel zu diesem Zeitpunkt noch verfügbar sind. Bereits bewilligte Zuschüsse sind von dem aktuellen Antragsstopp nicht betroffen und behalten ihre Gültigkeit.

Zielsetzung und Relevanz des Förderprogramms

Das Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“ ist konzipiert, um Kommunen und ihre jeweiligen Partner bei der Durchführung klimagerechter Transformationen in städtischen Quartieren zu unterstützen. Dieser Ansatz dient der Erreichung des Klimaneutralitätsziels bis zum Jahr 2045. Der Fokus liegt primär auf der Reduktion des CO2-Ausstoßes durch gezielte Maßnahmen.

Im Rahmen des Programms werden insbesondere Konzepte für energetische Sanierungen gefördert, ebenso wie Strategien zur Dekarbonisierung der Energieversorgung auf Quartiersebene. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil ist das Sanierungsmanagement, welches die Implementierung dieser Konzepte begleitet und koordiniert. Die geförderten Konzepte sind dabei nicht auf rein energetische Aspekte beschränkt, sondern können zusätzlich städtebauliche, denkmalpflegerische, wohnungswirtschaftliche sowie soziale Fragestellungen interdisziplinär berücksichtigen.

Umfassende Quartiersentwicklung

Über die unmittelbare CO2-Reduktion hinaus ermöglicht das Programm die Integration weiterer Maßnahmen, die auf eine umfassende und nachhaltige Quartiersentwicklung abzielen. Dazu zählen Initiativen zur Klimaanpassung, der Ausbau und die Pflege städtischer Grünflächen sowie der Einsatz digitaler Technologien zur Verbesserung der Infrastruktur. Diese Ausrichtung des Förderprogramms „Energetische Stadtsanierung“ bietet somit die Gelegenheit, die erforderliche Transformation der Stadtquartiere im Sinne des Klimaschutzes auch zur Steigerung der Lebensqualität und zur Entwicklung nachhaltiger urbaner Lebensräume zu nutzen.

Es stellt zudem einen wichtigen Baustein dar, um die Wärmeplanung in den kommenden Jahren strukturiert voranzutreiben und die energetische Infrastruktur auf zukünftige Anforderungen auszurichten.

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