Die CA Immo, ein Immobilienkonzern mit Fokus auf hochwertige Büroflächen, hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 eine stabile operative Entwicklung ausgewiesen. Trotz eines Rückgangs der Mieterlöse, bedingt durch das hohe Verkaufsvolumen ertragsgenerierender Immobilien im Vorjahr, das zu einer Reduzierung der vermietbaren Fläche um 23% im Jahresvergleich führte, konnte eine positive Entwicklung bei den Like-For-Like-Mieterlösen verzeichnet werden. Diese lagen für Immobilien, die in beiden Vergleichszeiträumen – dem ersten Quartal 2025 und 2026 – zum Portfolio gehörten, um 2% höher als im Vorjahr.
Keegan Viscius, CEO der CA Immo, konstatierte im Rahmen der Quartalsberichterstattung eine fortgesetzte Qualitätssteigerung des Portfolios mittels Verkäufen von sogenannten Non-Core-Objekten. Gleichzeitig wurde eine Vermietungsquote von 95% auf hohem Niveau gehalten. Er betonte die positive Entwicklung im Vermietungsgeschäft und verwies auf eine zu 100% vorvermietete Entwicklungspipeline, welche weiteres profitables Wachstum indiziert. Die drei sich derzeit im Bau befindlichen Berliner Projekte, so Viscius, sollen nach ihrer Fertigstellung voraussichtlich zusätzliche annualisierte Bruttomieteinnahmen in Höhe von 28 Mio. € generieren und einen Immobilienwert von rund 650 Mio. € zum Bestandsportfolio beisteuern, was ab dem Jahr 2026 zu einer signifikanten Stärkung der Ertragskennzahlen führen soll.
Entwicklungs-Pipeline und Kapitalrotation
Die hohe Vermietungsquote der CA Immo von 95% konnte im ersten Quartal 2026 konstant gehalten werden. Insgesamt wurden Mietverträge über etwa 57.000 m² abgeschlossen. Hierbei sind rund 40% der zum Berichtsstichtag leerstehenden Flächen bereits mit künftigem Mietbeginn belegt. Mit dem Abschluss langfristiger Mietverträge für das Berliner Büroprojekt Anna-Lindh-Haus im ersten Quartal 2026 sind nun alle drei Entwicklungsprojekte des Unternehmens bereits vor ihrer Fertigstellung vollständig vorvermietet.
Die Entwicklungspipeline der CA Immo umfasst drei Projekte in innerstädtischen Toplagen Berlins, die vollumfänglich vorvermietet sind. Dazu zählen die im Bau befindlichen Bürogebäude 'Upbeat' und das 'Anna-Lindh-Haus' nahe dem Berliner Hauptbahnhof. Das 'Upbeat' soll planmäßig im zweiten Quartal 2026 fertiggestellt werden, das 'Anna-Lindh-Haus' ist für Anfang 2027 vorgesehen. Des Weiteren wurde Ende 2025 die 'Manage-to-Green'-Sanierung des Projekts 'Karlsgärten' in Berlin nach Abschluss eines 100%-Vorvermietvertrages begonnen. Nach Fertigstellung sollen diese Projekte jährliche Bruttomieteinnahmen von 28 Mio. € und rund 650 Mio. € im Immobilienwert zum Bestandsportfolio beitragen. Darüber hinaus werden zwei weitere Neubauprojekte in zentralen Berliner Lagen vorbereitet, um die Präsenz der CA Immo im Prime-Office-Segment zu konsolidieren.
Im Bereich der Kapitalrotation wurden im Jahr 2026 bis dato acht Non-Core-Liegenschaften mit einem Transaktionsvolumen von rund 205 Mio. € verkauft, davon drei im ersten Quartal für 134 Mio. €. Diese Verkäufe umfassten Büroimmobilien in Budapest, Warschau und Berlin, sowie eine Parkgarage und zwei nicht zum Kerngeschäft gehörige Grundstücke in Deutschland. Weitere Verkäufe von drei Immobilien wurden im zweiten Quartal 2026 vertraglich fixiert, deren Closing im Jahresverlauf erwartet wird. Diese Maßnahmen dienten der weiteren Verbesserung des Portfolios hinsichtlich Qualität, Fokus, Lage und Assetklasse, da die veräußerten Objekte nicht dem strategischen Kerngeschäft zugeordnet waren.
Finanzkennzahlen und Portfoliozusammensetzung
Die Mieterlöse der CA Immo beliefen sich im ersten Quartal 2026 auf 55,9 Mio. €, ein Rückgang von 18% gegenüber dem Vorjahreswert von 68,5 Mio. €. Dies ist primär auf die Verkäufe nicht-strategischer Immobilien zurückzuführen. Das Nettomietergebnis reduzierte sich um 15% auf 45,8 Mio. €. Das EBITDA verringerte sich um 31% auf 33,9 Mio. €. Das Ergebnis aus Immobilienverkäufen lag bei –0,2 Mio. €, nach 4,6 Mio. € im Vorjahr. Das Konzernergebnis betrug 16,6 Mio. €, gegenüber 22,5 Mio. € im Vorjahr. Das nachhaltige Ergebnis (FFO I) lag bei 25,9 Mio. € (Vorjahr: 34,2 Mio. €).
Das Immobilienvermögen der CA Immo umfasste zum 31. März 2026 rund 4,6 Mrd. €. Dieses verteilt sich auf Bestandsimmobilien mit 3,6 Mrd. € (79% des Gesamtportfolios) und Immobilien in Entwicklung mit 677 Mio. € (15%). Die verbleibenden 6% (265 Mio. €) entfallen auf zum Handel oder Verkauf bestimmte Immobilien. Deutschland stellt mit 73% den größten Anteil am Gesamtportfolio dar, gefolgt von CEE mit 22% und Österreich mit 5%.




