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Wie lange dauert die Sondertilgung?

Wie lange dauert eine Sondertilgung? Erfahren Sie, wann und wie oft Sie zusätzliche Tilgungen leisten können und wie sich das auf Laufzeit und Zinsen auswirkt.

5 min Lesezeit
Wie lange dauert die Sondertilgung?

Sondertilgungen sind ein wichtiges Instrument, um eine Baufinanzierung oder einen Ratenkredit schneller abzubezahlen und Zinskosten zu sparen. Viele Kreditnehmer fragen sich jedoch: Wie lange dauert eine Sondertilgung eigentlich? Gemeint ist damit nicht die Dauer der Zahlung selbst, sondern vielmehr, wie lange das Recht auf Sondertilgung besteht, in welchem Zeitraum die Sonderzahlung geleistet werden muss und wie sich das auf die Gesamtlaufzeit des Darlehens auswirkt. In diesem Ratgeber wird Schritt für Schritt erklärt, was Sondertilgung bedeutet, wie sie im Vertrag geregelt ist, welche Fristen gelten und wie sich eine Sondertilgung auf die Laufzeit auswirkt.

Was ist eine Sondertilgung?

Eine Sondertilgung ist eine außerplanmäßige Zahlung, die zusätzlich zur regulären Monatsrate geleistet wird, um die Restschuld eines Kredits zu reduzieren. Im Gegensatz zur laufenden Tilgung, die im Vertrag festgelegt ist, handelt es sich bei der Sondertilgung um eine freiwillige Sonderzahlung. Sie kann einmalig oder regelmäßig erfolgen, je nach Vereinbarung im Kreditvertrag.

Sondertilgungen werden vor allem bei Baufinanzierungen genutzt, um die Laufzeit zu verkürzen und Zinskosten zu sparen. Durch die zusätzliche Tilgung sinkt die Restschuld schneller, wodurch sich die Zinszahlungen verringern. Die genaue Höhe und Häufigkeit der Sondertilgung ist im Kreditvertrag festgelegt und variiert je nach Bank und Kreditart.

  • Sondertilgung ist eine außerplanmäßige Zahlung zusätzlich zur regulären Rate.
  • Sie dient dazu, die Restschuld schneller zu reduzieren.
  • Die Höhe und Häufigkeit sind im Kreditvertrag festgelegt.
  • Sondertilgungen können die Laufzeit verkürzen und Zinskosten sparen.
  • Sie sind freiwillig und können je nach Vertrag einmalig oder regelmäßig erfolgen.

Wie lange besteht das Recht auf Sondertilgung?

Das Recht auf Sondertilgung besteht in der Regel während der gesamten Laufzeit des Kredits, solange keine gesonderten Einschränkungen im Vertrag stehen. Viele Banken erlauben Sondertilgungen nur nach einem bestimmten Zeitraum, zum Beispiel nicht im ersten oder in den ersten zwei Jahren der Laufzeit. Danach kann in der Regel jährlich eine Sondertilgung geleistet werden.

Einige Verträge sehen vor, dass Sondertilgungen nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt möglich sind, zum Beispiel bis zum Ende der Zinsbindung. Danach kann der Kredit umgeschuldet oder angepasst werden, was die Notwendigkeit einer Sondertilgung entfallen lässt. Es ist daher wichtig, den Vertrag genau zu prüfen, um zu wissen, wie lange das Recht auf Sondertilgung besteht.

  • Das Recht auf Sondertilgung besteht meist während der gesamten Laufzeit.
  • Manche Banken erlauben keine Sondertilgungen im ersten Jahr.
  • Einige Verträge beschränken Sondertilgungen auf die Zinsbindungsphase.
  • Nach der Zinsbindung kann der Kredit umgeschuldet werden.
  • Die genauen Fristen sind im Kreditvertrag festgelegt.

Wann muss die Sondertilgung geleistet werden?

Die meisten Banken legen feste Termine oder Zeitfenster für Sondertilgungen fest. Üblicherweise ist eine Sondertilgung einmal pro Jahr möglich, entweder innerhalb eines bestimmten Kalenderjahres oder in einem definierten Zeitraum, zum Beispiel vom 1. Januar bis zum 30. November. Wird die Zahlung nicht innerhalb dieses Zeitfensters geleistet, verfällt das Recht auf Sondertilgung für dieses Jahr.

Einige Banken erlauben auch mehrere Sondertilgungen pro Jahr, allerdings ist dies seltener. Es ist wichtig, den genauen Termin im Vertrag zu beachten, da verspätete oder verpasste Zahlungen nicht auf das Folgejahr übertragen werden können. Je früher im Jahr die Sondertilgung geleistet wird, desto größer ist der Effekt auf die Restschuld und die Zinszahlungen.

  • Sondertilgungen sind meist einmal pro Jahr möglich.
  • Feste Termine oder Zeitfenster sind im Vertrag festgelegt.
  • Verpasste Zahlungen verfallen und können nicht nachgeholt werden.
  • Einige Banken erlauben mehrere Sondertilgungen pro Jahr.
  • Je früher im Jahr, desto größer der Effekt auf Zinsen und Laufzeit.

Wie hoch darf die Sondertilgung ausfallen?

Die Höhe der Sondertilgung ist im Kreditvertrag begrenzt. In der Regel können zwischen 5 und 10 Prozent der Nettodarlehenssumme pro Jahr sondertilgt werden. Einige Banken erlauben bis zu 5 Prozent ohne Zinsaufschlag, andere bis zu 10 Prozent. Es gibt auch Anbieter, die höhere Sondertilgungen zulassen, allerdings oft mit zusätzlichen Gebühren.

Ein Beispiel: Bei einem Darlehen von 200.000 Euro könnten 5 Prozent Sondertilgung 10.000 Euro betragen. Diese Summe kann einmal im Jahr zusätzlich zur regulären Rate gezahlt werden. Wird die vereinbarte Höchstsumme überschritten, können Vorfälligkeitsentschädigungen oder andere Gebühren anfallen. Es ist daher ratsam, die genauen Bedingungen im Vertrag zu prüfen.

  • Die Höhe liegt meist zwischen 5 und 10 Prozent der Darlehenssumme.
  • Einige Banken erlauben bis zu 5 Prozent ohne Zinsaufschlag.
  • Andere erlauben bis zu 10 Prozent.
  • Höhere Sondertilgungen können mit Gebühren verbunden sein.
  • Die genauen Limits sind im Kreditvertrag festgelegt.

Wie wirkt sich eine Sondertilgung auf die Laufzeit aus?

Eine Sondertilgung verkürzt die Laufzeit des Kredits, da die Restschuld schneller sinkt. Je früher und je höher die Sondertilgung, desto größer ist der Effekt. Durch die reduzierte Restschuld fallen weniger Zinsen an, wodurch sich die Gesamtlaufzeit verkürzt und die Zinskosten sinken.

Ein Beispiel: Ein Kredit von 200.000 Euro mit 2 Prozent Tilgung und 3 Prozent Zinsen hat eine Laufzeit von etwa 30 Jahren. Wird jährlich eine Sondertilgung von 2.000 Euro geleistet, kann die Laufzeit um mehrere Jahre verkürzt werden und Zinskosten in Höhe von mehreren tausend Euro gespart werden. Die genaue Verkürzung hängt von Zinsen, Tilgung und Höhe der Sondertilgung ab.

  • Sondertilgungen verkürzen die Laufzeit des Kredits.
  • Je früher und höher, desto größer der Effekt.
  • Durch reduzierte Restschuld sinken die Zinszahlungen.
  • Die genaue Verkürzung hängt von Zinsen und Tilgung ab.
  • Zinskosten können erheblich gespart werden.

Sondertilgung vs. Teilkündigung nach 10 Jahren

Nach 10 Jahren besteht bei vielen Baufinanzierungen ein gesetzliches Kündigungsrecht nach § 489 BGB. Dieses erlaubt es, den Kredit nach Ablauf der Zinsbindung ohne Vorfälligkeitsentschädigung zu kündigen oder teilweise zurückzuzahlen. Diese Teilkündigung ist keine Sondertilgung, sondern ein gesondertes Recht.

Während Sondertilgungen während der Laufzeit zusätzlich zur regulären Rate geleistet werden, erfolgt die Teilkündigung nach 10 Jahren oft im Rahmen einer Umschuldung oder Anpassung der Konditionen. Beide Optionen können genutzt werden, um die Restschuld zu reduzieren und die Laufzeit zu verkürzen. Es ist sinnvoll, beide Möglichkeiten zu prüfen und mit der Bank zu besprechen.

  • Nach 10 Jahren besteht ein gesetzliches Kündigungsrecht.
  • Teilkündigung ist keine Sondertilgung.
  • Sie erfolgt oft im Rahmen einer Umschuldung.
  • Beide Optionen reduzieren die Restschuld.
  • Es lohnt sich, beide Möglichkeiten zu prüfen.

Fazit

Die Dauer einer Sondertilgung ist weniger eine Frage der Zeit als vielmehr eine Frage der Vertragsbedingungen. Das Recht auf Sondertilgung besteht in der Regel während der gesamten Laufzeit, solange keine Einschränkungen im Vertrag stehen. Wichtige Punkte sind der Zeitpunkt der Zahlung, die Höhe der Sondertilgung und die Auswirkungen auf Laufzeit und Zinsen. Durch eine frühzeitige und regelmäßige Sondertilgung kann die Laufzeit erheblich verkürzt und Zinskosten gespart werden. Es ist ratsam, den Kreditvertrag genau zu prüfen und gegebenenfalls mit der Bank zu besprechen, um die besten Möglichkeiten zu nutzen.

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