Wie lange dauert die Notarkosten?
Wie lange dauert es, bis die Notarkosten fällig sind? Ein Ratgeber zu Fälligkeit, Zahlungsfristen und typischen Zeiträumen nach dem Notartermin beim Hauskauf.

Beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie gehören Notarkosten zu den wichtigsten Nebenkosten. Viele Käuferinnen und Käufer fragen sich: Wie lange dauert es eigentlich, bis die Rechnung vom Notar kommt und wie lange habe ich Zeit, sie zu bezahlen? Dieser Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, wann die Notarkosten entstehen, wie lange die Fristen in der Praxis sind und was Sie konkret beachten sollten.
Wann entstehen die Notarkosten?
Die Notarkosten entstehen mit der notariellen Beurkundung des Kaufvertrags. Sobald Käufer und Verkäufer den Vertrag vor dem Notar unterschrieben haben, ist die Leistung des Notars erbracht und die Gebühren sind rechtlich fällig. Das bedeutet: Die Kosten entstehen nicht erst, wenn die Rechnung im Briefkasten liegt, sondern bereits mit dem Notartermin.
Die Höhe der Notarkosten richtet sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und hängt vor allem vom Kaufpreis der Immobilie ab. Zusätzlich können Gebühren für zusätzliche Leistungen wie die Eintragung einer Grundschuld, die Abwicklung über ein Notaranderkonto oder die Bearbeitung von Sondervereinbarungen anfallen. In der Regel liegen die Notarkosten beim Hauskauf zwischen etwa 1,5 und 2 Prozent des Kaufpreises.
- —Die Notarkosten entstehen mit der Beurkundung des Kaufvertrags.
- —Sie sind gesetzlich im GNotKG geregelt und an den Kaufpreis gekoppelt.
- —Zusätzliche Leistungen wie Grundschuld oder Notaranderkonto erhöhen die Kosten.
- —In der Praxis machen Notarkosten etwa 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises aus.
Wann kommt die Rechnung vom Notar?
Nach dem Notartermin verschickt der Notar in der Regel die Abschrift des Kaufvertrags zusammen mit der Rechnung für die Notarkosten. Dies geschieht meist innerhalb von ein bis zwei Wochen nach der Beurkundung. In dieser Zeit bereitet der Notar die Unterlagen vor, prüft die Angaben und erstellt die offizielle Rechnung.
Die Rechnung erhält in der Regel der Käufer, da dieser die Notarkosten trägt (sofern nichts anderes vereinbart ist). Der Verkäufer bekommt in der Regel nur die Abschrift des Vertrags, nicht aber die Rechnung. Die genaue Frist kann je nach Notar und Bundesland leicht variieren, aber ein bis zwei Wochen nach dem Notartermin sind ein realistischer Rahmen.
- —Die Rechnung kommt meist 1–2 Wochen nach dem Notartermin.
- —Sie wird in der Regel an den Käufer gesendet.
- —Der Verkäufer erhält in der Regel nur die Vertragsabschrift.
- —Die Rechnung enthält die gesetzlichen Notargebühren und ggf. zusätzliche Leistungen.
Wie lange habe ich Zeit, die Notarkosten zu zahlen?
Laut Gesetz sind die Notarkosten sofort nach ihrer Entstehung fällig. In der Praxis gewähren Notare jedoch häufig eine Schonfrist von etwa zwei bis vier Wochen. Das bedeutet: Sie erhalten die Rechnung und haben in der Regel zwei bis vier Wochen Zeit, den Betrag zu überweisen, bevor Mahnungen oder Verzugszinsen drohen.
Die genaue Zahlungsfrist steht auf der Rechnung. Wichtig ist, diese Frist einzuhalten, um unnötige Verzögerungen oder zusätzliche Kosten zu vermeiden. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie die Frist einhalten können, lohnt sich ein frühzeitiger Kontakt zum Notar, um eine individuelle Lösung zu besprechen.
- —Die Notarkosten sind gesetzlich sofort fällig.
- —In der Praxis werden meist 2–4 Wochen Zahlungsfrist eingeräumt.
- —Die genaue Frist steht auf der Rechnung.
- —Bei Zahlungsproblemen frühzeitig mit dem Notar sprechen.
Beispielrechnung: Wie hoch sind die Notarkosten in der Praxis?
Um die Notarkosten besser einzuschätzen, hilft ein Beispiel: Angenommen, Sie kaufen eine Immobilie für 300.000 Euro. Die Notarkosten liegen in diesem Bereich grob bei etwa 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises. Das entspricht etwa 4.500 bis 6.000 Euro. Hinzu kommen die Grundbuchgebühren, die in der Regel etwa 0,5 Prozent des Kaufpreises betragen, also rund 1.500 Euro.
Insgesamt können Sie für Notar- und Grundbuchkosten bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro mit etwa 6.000 bis 7.500 Euro rechnen. Diese Summe ist in der Regel vom Käufer zu tragen, sofern im Vertrag nichts anderes vereinbart ist. Die genaue Höhe hängt von der individuellen Gebührenordnung und den tatsächlich erbrachten Leistungen ab.
- —Bei 300.000 Euro Kaufpreis: etwa 4.500–6.000 Euro Notarkosten.
- —Grundbuchgebühren: etwa 1.500 Euro.
- —Gesamt: etwa 6.000–7.500 Euro.
- —Die genaue Höhe hängt von der Gebührenordnung und den Leistungen ab.
Welche Faktoren beeinflussen die Dauer bis zur Zahlung?
Mehrere Faktoren können beeinflussen, wie lange es dauert, bis die Notarkosten fällig sind. Dazu gehören die Bearbeitungszeit des Notars, die Verfügbarkeit der Unterlagen und die Koordination mit Banken und Behörden. Je schneller alle Unterlagen vorliegen, desto eher kann der Notar die Rechnung erstellen und versenden.
Auch die Art der Immobilie spielt eine Rolle. Bei Eigentumswohnungen kann die Zustimmung der Verwaltung oder der Eigentümerversammlung erforderlich sein, was den Prozess verlängern kann. Zudem kann die Abwicklung über ein Notaranderkonto oder die Eintragung einer Grundschuld zusätzliche Schritte erfordern, die die Bearbeitungszeit beeinflussen.
- —Bearbeitungszeit des Notars und Verfügbarkeit der Unterlagen.
- —Koordination mit Banken und Behörden.
- —Art der Immobilie (Eigentumswohnung, Haus, Grundstück).
- —Zusätzliche Leistungen wie Notaranderkonto oder Grundschuld.
Was passiert, wenn ich die Notarkosten nicht rechtzeitig zahle?
Wenn die Notarkosten nicht innerhalb der gesetzten Frist bezahlt werden, kann der Notar Mahnungen versenden und Verzugszinsen berechnen. In der Regel werden zunächst freundliche Erinnerungen verschickt, bevor rechtliche Schritte eingeleitet werden. Es ist daher wichtig, die Zahlungsfrist ernst zu nehmen und bei Problemen frühzeitig mit dem Notar zu sprechen.
In seltenen Fällen kann eine Zahlungsverzögerung auch Auswirkungen auf den Grundbucheintrag haben, wenn der Notar die Abwicklung der Zahlungen über ein Notaranderkonto vornimmt. Eine rechtzeitige Zahlung sorgt dafür, dass der Prozess reibungslos verläuft und keine zusätzlichen Kosten entstehen.
- —Mahnungen und Verzugszinsen bei verspäteter Zahlung.
- —Frühzeitige Kommunikation mit dem Notar bei Zahlungsproblemen.
- —Mögliche Auswirkungen auf den Grundbucheintrag.
- —Rechtzeitige Zahlung vermeidet zusätzliche Kosten.
Fazit
Die Notarkosten beim Hauskauf sind ein wichtiger Bestandteil der Nebenkosten und entstehen mit der Beurkundung des Kaufvertrags. Die Rechnung kommt in der Regel ein bis zwei Wochen nach dem Notartermin, und Sie haben meist zwei bis vier Wochen Zeit, sie zu bezahlen. Die genaue Frist steht auf der Rechnung, und es lohnt sich, sie einzuhalten, um unnötige Verzögerungen oder zusätzliche Kosten zu vermeiden. Mit einer guten Planung und frühzeitiger Kommunikation mit dem Notar können Sie den Prozess reibungslos gestalten und sicherstellen, dass alles nach Plan läuft.

