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Welche Förderungen für Wohneigentum gibt es in Frankfurt am Main?

In Frankfurt gibt es mehrere Programme für gefördertes Wohneigentum – von zinsgünstigen Darlehen für junge Familien bis zu Förderungen für den Erwerb bestehender Immobilien und energetische Modernisierung.

7 min Lesezeit
Welche Förderungen für Wohneigentum gibt es in Frankfurt am Main?

In Frankfurt am Main ist der Traum vom eigenen Zuhause für viele Haushalte nur mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung realistisch. Die Stadt setzt daher auf gezielte Förderprogramme für Wohneigentum, die vor allem Familien, Paare und Alleinerziehende mit Kindern unterstützen sollen. Diese Programme reichen von zinsgünstigen Baudarlehen für den Neubau über Förderungen beim Erwerb bestehender Immobilien bis hin zu Zuschüssen für energetische Modernisierungen. In diesem Ratgeber werden die wichtigsten Fördermöglichkeiten für selbst genutztes Wohneigentum in Frankfurt vorgestellt, erklärt, wer Anspruch hat und wie die Programme in der Praxis funktionieren.

Wofür es Förderungen für Wohneigentum gibt

Förderungen für Wohneigentum in Frankfurt zielen darauf ab, den Erwerb oder Bau einer selbst genutzten Immobilie finanziell tragbar zu machen. Das betrifft vor allem Familien, Paare und Alleinerziehende mit Kindern, die noch nicht im Besitz von Wohneigentum sind. Die Stadt möchte damit verhindern, dass Haushalte mit mittlerem Einkommen aus der Stadt gedrängt werden, und gleichzeitig die Stadtentwicklung unterstützen. Die Förderungen können in Form von zinsgünstigen oder zinslosen Darlehen, Zuschüssen oder Kombinationen aus beidem gewährt werden.

Die Programme unterscheiden sich vor allem danach, ob es um den Neubau einer Immobilie oder den Erwerb eines bestehenden Objekts geht. Zudem gibt es Förderungen, die sich speziell auf energetische Modernisierungen oder die Schaffung von Wohnraum für bestimmte Zielgruppen wie Studierende oder gemeinschaftliche Wohnprojekte konzentrieren. Für den privaten Erwerb von Wohneigentum sind vor allem die Programme für den Neubau und den Bestandserwerb relevant.

  • Förderung von selbst genutztem Wohneigentum für Familien mit Kindern
  • Unterstützung beim Neubau oder Ersterwerb von Eigenheimen und Eigentumswohnungen
  • Zinsgünstige oder zinslose Darlehen mit Tilgungsfreijahren
  • Förderung von energetischen Modernisierungen bestehender Immobilien
  • Unterstützung gemeinwohlorientierter Wohnprojekte und Genossenschaften

Frankfurter Programm für neuen Wohnraum für selbst genutztes Wohneigentum

Ein zentrales Instrument für den Neubau von Wohneigentum in Frankfurt ist das Frankfurter Programm zur Förderung von neuem Wohnraum für selbst genutztes Wohneigentum. Es richtet sich an Haushalte, die noch nicht im Besitz von Wohneigentum sind und eine selbst genutzte Immobilie im Stadtgebiet errichten oder erwerben möchten. Gefördert werden vor allem familienfreundliche, größengerechte Eigenheime und Eigentumswohnungen, die den Anforderungen an modernes Wohnen entsprechen.

Die Förderung erfolgt in Form von zinsgünstigen Baudarlehen, die über einen längeren Zeitraum zurückgezahlt werden können. Die genauen Konditionen wie Zinssatz, Laufzeit und Tilgungsfreijahre können je nach Programmstand und Haushaltssituation variieren. Wichtig ist, dass die Immobilie im Stadtgebiet Frankfurt liegt und bestimmte Anforderungen an Größe, Ausstattung und Energieeffizienz erfüllt. Die Stadt prüft zudem, ob der Haushalt die finanzielle Belastung langfristig tragen kann.

  • Richtet sich an Haushalte ohne bestehendes Wohneigentum
  • Förderung von Neubau oder Ersterwerb selbst genutzter Immobilien
  • Zinsgünstige Baudarlehen mit langfristiger Rückzahlung
  • Familienfreundliche, größengerechte Wohnungen und Häuser
  • Prüfung der finanziellen Tragfähigkeit der Belastung

Förderung beim Erwerb bestehender Immobilien (Bestandserwerb)

Neben dem Neubau unterstützt Frankfurt auch den Erwerb bereits bestehender Immobilien durch das Frankfurter Programm zur Förderung von Wohnraum für selbst genutztes Wohneigentum – Bestandserwerb. Dieses Programm ist besonders interessant für Haushalte, die ein älteres Haus oder eine Eigentumswohnung kaufen und selbst nutzen möchten. Auch hier steht die Förderung von Familien mit Kindern im Vordergrund.

Die Förderung erfolgt wiederum über zinsgünstige Darlehen, die den Kaufpreis oder einen Teil davon finanzieren. Die Laufzeiten können mehrere Jahre betragen, und es sind in der Regel Tilgungsfreijahre vorgesehen, um die monatliche Belastung zu senken. Voraussetzung ist, dass die Immobilie im Stadtgebiet liegt und bestimmte Anforderungen an Zustand und Energieeffizienz erfüllt. Die Stadt prüft zudem, ob der Haushalt die finanzielle Belastung langfristig tragen kann.

  • Förderung des Erwerbs bestehender Eigenheime und Eigentumswohnungen
  • Zinsgünstige Darlehen mit Tilgungsfreijahren
  • Fokus auf Familien mit Kindern
  • Anforderungen an Zustand und Energieeffizienz der Immobilie
  • Prüfung der finanziellen Tragfähigkeit

Voraussetzungen und Zielgruppen der Programme

Die Förderprogramme für Wohneigentum in Frankfurt richten sich vor allem an Haushalte mit Kindern, die noch nicht im Besitz von Wohneigentum sind. Dazu gehören Familien, Paare und Alleinerziehende, die eine selbst genutzte Immobilie im Stadtgebiet erwerben oder bauen möchten. Die Stadt möchte damit verhindern, dass Haushalte mit mittlerem Einkommen aus der Stadt gedrängt werden und gleichzeitig die Stadtentwicklung unterstützen.

Wichtige Voraussetzungen sind unter anderem ein Mindestmaß an Eigenkapital, das in der Regel mindestens 15 Prozent der Gesamtkosten betragen muss. Zudem muss die Immobilie im Stadtgebiet Frankfurt liegen und bestimmte Anforderungen an Größe, Ausstattung und Energieeffizienz erfüllen. Die Stadt prüft zudem die finanzielle Situation des Haushalts, um sicherzustellen, dass die Belastung langfristig tragbar ist. Beispielrechnung: Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro wären mindestens 45.000 Euro Eigenkapital erforderlich.

  • Haushalte mit Kindern ohne bestehendes Wohneigentum
  • Mindestens 15 Prozent Eigenkapital der Gesamtkosten
  • Immobilie im Stadtgebiet Frankfurt
  • Erfüllung von Anforderungen an Größe, Ausstattung und Energieeffizienz
  • Prüfung der finanziellen Tragfähigkeit

Zinsgünstige Darlehen und Tilgungsfreijahre

Ein zentrales Element der Förderprogramme für Wohneigentum in Frankfurt sind zinsgünstige oder zinslose Darlehen. Diese Darlehen können den Kaufpreis oder einen Teil davon finanzieren und werden über einen längeren Zeitraum zurückgezahlt. Die genauen Konditionen wie Zinssatz, Laufzeit und Tilgungsfreijahre können je nach Programmstand und Haushaltssituation variieren.

Tilgungsfreijahre sind besonders wichtig, um die monatliche Belastung zu senken. In der Regel werden die ersten Jahre ohne Tilgung zurückgezahlt, sodass nur die Zinsen gezahlt werden müssen. Danach beginnt die Tilgung, die über die restliche Laufzeit verteilt wird. Beispielrechnung: Ein Darlehen von 200.000 Euro mit 2 Prozent Zinsen und 5 Tilgungsfreijahren würde in den ersten Jahren nur Zinsen von etwa 4.000 Euro pro Jahr verursachen, bevor die Tilgung beginnt.

  • Zinsgünstige oder zinslose Darlehen
  • Langfristige Rückzahlung über mehrere Jahre
  • Tilgungsfreijahre zur Senkung der monatlichen Belastung
  • Prüfung der finanziellen Tragfähigkeit
  • Kombination mit anderen Förderprogrammen möglich

Energetische Modernisierung und Modernisierungsbonus

Neben der Förderung des Erwerbs oder Neubaus von Wohneigentum unterstützt Frankfurt auch energetische Modernisierungen bestehender Immobilien. Der Modernisierungsbonus ist ein Zuschussprogramm, das Maßnahmen wie Dämmung der Gebäudehülle, Erneuerung der Heizungsanlage oder Installation von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung fördert. Die Förderhöhe richtet sich nach dem Maßnahmenumfang und kann je nach Projekt variieren.

Die Kombination mit anderen Förderprogrammen ist in der Regel ausgeschlossen, wenn die Maßnahmen vergleichbar sind. Es ist jedoch möglich, verschiedene Programme zu kombinieren, solange die Rahmenbedingungen dies zulassen. Beispielrechnung: Eine Dachdämmung mit Kosten von 10.000 Euro könnte mit einem Zuschuss von 3.000 Euro gefördert werden, was die Investition deutlich entlastet.

  • Zuschuss für energetische Modernisierungen
  • Dämmung der Gebäudehülle, Erneuerung der Heizungsanlage, Lüftungsanlagen
  • Förderhöhe nach Maßnahmenumfang
  • Kumulierung mit anderen Programmen eingeschränkt
  • Entlastung der Investitionskosten

Gemeinschaftliches Wohnen und gemeinwohlorientierte Projekte

Frankfurt baut die Förderung für gemeinwohlorientiertes Wohnen aus. Zwei neue Instrumente sollen gemeinschaftliche Wohnprojekte finanziell unterstützen. Mit einer neuen Bauförderung und einer bereits gestarteten Strukturförderung will die Stadt Genossenschaften, gemeinschaftliche Baugruppen und andere nicht profitorientierte Akteure stärken. Ziel ist es, eine Wohnform zu fördern, die bislang oft an finanziellen und organisatorischen Hürden scheitert.

Die Bauförderung für sogenannte Gemeinwohlimmobilien sieht zinsvergünstigte Darlehen und Zuschüsse vor, mit denen gemeinwohlorientierte Träger Wohnungen errichten können, ohne die Kosten später über hohe Mieten refinanzieren zu müssen. Die Strukturförderung unterstützt die Organisation und Planung solcher Projekte. Diese Programme sind besonders interessant für Haushalte, die in gemeinschaftlichen Wohnprojekten leben möchten.

  • Förderung gemeinschaftlicher Wohnprojekte
  • Zinsvergünstigte Darlehen und Zuschüsse
  • Unterstützung von Genossenschaften und Baugruppen
  • Fokus auf gemeinwohlorientierte Träger
  • Entlastung der Kosten ohne hohe Mieten

Wie man einen Antrag stellt und was zu beachten ist

Die Anträge auf Förderung für Wohneigentum in Frankfurt werden bei der städtischen Wohnungsbauförderstelle eingereicht. Dort erhalten Interessierte auch Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung. Wichtig ist, alle erforderlichen Unterlagen wie Einkommensnachweise, Baupläne und Kostenvoranschläge vollständig einzureichen. Die Stadt prüft dann die Anträge und entscheidet über die Förderung.

Beim Antrag auf Förderung ist darauf zu achten, dass die Immobilie den Anforderungen entspricht und die finanzielle Situation des Haushalts tragfähig ist. Zudem sollten alle relevanten Förderprogramme geprüft werden, um die bestmögliche Kombination zu finden. Beispielrechnung: Ein Haushalt mit einem Einkommen von 60.000 Euro pro Jahr könnte sowohl ein zinsgünstiges Darlehen für den Erwerb einer Immobilie als auch einen Zuschuss für energetische Modernisierung beantragen.

  • Antragstellung bei der städtischen Wohnungsbauförderstelle
  • Vollständige Unterlagen einreichen
  • Prüfung der Anforderungen und finanziellen Tragfähigkeit
  • Kombination verschiedener Förderprogramme
  • Beratung und Unterstützung durch die Stadt

Fazit

In Frankfurt am Main gibt es eine Vielzahl von Förderprogrammen für Wohneigentum, die den Erwerb oder Neubau einer selbst genutzten Immobilie finanziell tragbar machen. Von zinsgünstigen Darlehen für den Neubau über Förderungen beim Erwerb bestehender Immobilien bis hin zu Zuschüssen für energetische Modernisierungen – die Stadt unterstützt Haushalte mit Kindern und mittlerem Einkommen gezielt. Wichtig ist, die Anforderungen der Programme zu erfüllen und alle relevanten Fördermöglichkeiten zu prüfen, um die bestmögliche Unterstützung zu erhalten.

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