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Förderung für Vermieter: Wie senke ich meine Nebenkosten?

Förderprogramme können Vermieter dabei unterstützen, Nebenkosten dauerhaft zu senken – von Heizung bis Hausmeisterdienstleistungen.

4 min Lesezeit
Förderung für Vermieter: Wie senke ich meine Nebenkosten?

Viele Vermieter stehen vor dem Dilemma: Die laufenden Betriebskosten steigen, die Mieten sind aber durch Mietpreisbremse oder Kostenmiete begrenzt. Eine sinnvolle Antwort ist die gezielte Nutzung staatlicher und kommunaler Förderprogramme. Mit der richtigen Förderung lassen sich Investitionen in Energieeffizienz, Hausverwaltung und Infrastruktur finanzieren, die sich direkt in niedrigeren Nebenkosten niederschlagen. Dieser Ratgeber zeigt, wie Vermieter Fördermittel nutzen können, um Heizkosten, Wasser, Strom, Hausmeisterkosten und andere umlagefähige Positionen dauerhaft zu senken.

Was überhaupt zu den Nebenkosten gehört

Bevor sich Vermieter mit Förderungen beschäftigen, sollte klar sein, welche Kosten überhaupt als Nebenkosten auf die Mieter umgelegt werden dürfen. Die Betriebskostenverordnung listet rund 17 umlagefähige Betriebskostenarten auf, darunter Heizung, Warmwasser, Wasser, Abwasser, Müll, Hausreinigung, Hausmeister, Grundsteuer, Straßenreinigung und Schornsteinfeger. Diese Positionen machen in der Regel den größten Teil der Nebenkostenabrechnung aus.

Wichtig ist: Nicht jede Ausgabe ist umlagefähig. Reparaturen, Instandhaltung und Verwaltungskosten gehören grundsätzlich nicht zu den Betriebskosten, sondern zu den Instandhaltungsaufwendungen des Vermieters. Förderprogramme, die genau in diesen Bereichen ansetzen – etwa bei der energetischen Sanierung oder der Modernisierung der Hausverwaltung – können daher indirekt die Nebenkosten senken, ohne dass die Mieter direkt dafür zahlen müssen.

Energieeffizienz: Die größte Hebelwirkung

Der größte Anteil der Nebenkosten entsteht meist durch Heizung und Warmwasser. Wer hier investiert, kann langfristig die höchsten Einsparungen erzielen. Förderprogramme für Energieeffizienz unterstützen unter anderem die Dämmung von Fassaden, Dächern und Kellerdecken, den Austausch von Fenstern, die Modernisierung der Heizungsanlage sowie die Installation von Wärmerückgewinnungssystemen.

Ein Beispiel: Ein Mehrfamilienhaus mit 10 Wohnungen verbraucht derzeit 200.000 kWh Heizenergie pro Jahr. Nach einer umfassenden Sanierung – Dämmung, neue Heizung, Wärmerückgewinnung – sinkt der Verbrauch auf 120.000 kWh. Bei einem Energiepreis von 0,10 Euro pro kWh bedeutet das eine Einsparung von 8.000 Euro pro Jahr – verteilt auf die Mieter als niedrigere Heizkosten.

  • Förderung für Dämmmaßnahmen an Fassade, Dach und Kellerdecke
  • Zuschüsse für den Austausch alter Heizkessel gegen moderne Brennwert- oder Wärmepumpen
  • Förderung für die Installation von Wärmerückgewinnungssystemen in Lüftungsanlagen
  • Zuschüsse für die Optimierung der Heizungsregelung und Hydraulik
  • Förderung für die Installation von Wärmemengenzählern zur verbrauchsabhängigen Abrechnung

Wasser und Abwasser: Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Auch bei Wasser und Abwasser lassen sich durch gezielte Maßnahmen Kosten senken. Förderprogramme unterstützen unter anderem den Austausch von alten Armaturen gegen wassersparende Modelle, die Installation von Durchlauferhitzern oder die Modernisierung der Wasserleitungssysteme.

Ein Beispiel: Ein Mehrfamilienhaus mit 10 Wohnungen verbraucht derzeit 1.000 m³ Trinkwasser pro Jahr. Nach dem Austausch aller Armaturen sinkt der Verbrauch auf 700 m³. Bei einem Wasserpreis von 3 Euro pro m³ bedeutet das eine Einsparung von 900 Euro pro Jahr – verteilt auf die Mieter als niedrigere Wasser- und Abwasserkosten.

  • Förderung für den Austausch von alten Armaturen gegen wassersparende Modelle
  • Zuschüsse für die Installation von Durchlauferhitzern
  • Förderung für die Modernisierung der Wasserleitungssysteme
  • Zuschüsse für die Installation von Wasserzählern zur verbrauchsabhängigen Abrechnung
  • Förderung für die Installation von Regenwassernutzungssystemen

Hausmeister und Verwaltung: Effizienz steigern

Die Kosten für den Hausmeister sind umlagefähig, aber nur, wenn der Hausmeister keine Reparaturen oder Verwaltungstätigkeiten übernimmt. Förderprogramme können helfen, die Effizienz der Hausmeisterdienstleistungen zu steigern, indem sie beispielsweise die Anschaffung von modernen Reinigungsgeräten oder die Digitalisierung der Hausverwaltung unterstützen.

Ein Beispiel: Ein Mehrfamilienhaus mit 10 Wohnungen zahlt derzeit 10.000 Euro pro Jahr für den Hausmeister. Durch die Anschaffung moderner Reinigungsgeräte und die Digitalisierung der Hausverwaltung sinken die Kosten auf 7.000 Euro pro Jahr. Die Einsparung von 3.000 Euro pro Jahr verteilt sich auf die Mieter als niedrigere Hausmeisterkosten.

  • Förderung für die Anschaffung moderner Reinigungsgeräte
  • Zuschüsse für die Digitalisierung der Hausverwaltung
  • Förderung für die Schulung des Hausmeisters in effizienten Reinigungs- und Wartungsverfahren
  • Zuschüsse für die Installation von Hausmeister-Software zur Optimierung der Arbeitsabläufe
  • Förderung für die Anschaffung von Ersatzteilen und Werkzeugen zur Verlängerung der Lebensdauer der Anlagen

Grundsteuer und andere umlagefähige Kosten

Die Grundsteuer ist ebenfalls umlagefähig, sofern im Mietvertrag eine entsprechende Vereinbarung besteht. Förderprogramme können hier indirekt helfen, indem sie die Wirtschaftlichkeit der Immobilie verbessern und so die Grundsteuerbelastung senken. Beispielsweise können Förderungen für die energetische Sanierung oder die Modernisierung der Infrastruktur die Grundsteuer senken, da die Immobilie wertvoller und effizienter wird.

Ein Beispiel: Ein Mehrfamilienhaus mit 10 Wohnungen zahlt derzeit 5.000 Euro pro Jahr Grundsteuer. Nach einer umfassenden Sanierung steigt der Wert der Immobilie, aber die Grundsteuer sinkt auf 4.000 Euro pro Jahr. Die Einsparung von 1.000 Euro pro Jahr verteilt sich auf die Mieter als niedrigere Grundsteuerkosten.

  • Förderung für die energetische Sanierung zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Immobilie
  • Zuschüsse für die Modernisierung der Infrastruktur zur Senkung der Grundsteuer
  • Förderung für die Digitalisierung der Hausverwaltung zur Optimierung der Kostenstruktur
  • Zuschüsse für die Installation von Energieeffizienzmaßnahmen zur Senkung der Grundsteuer
  • Förderung für die Anschaffung von Ersatzteilen und Werkzeugen zur Verlängerung der Lebensdauer der Anlagen

Fazit

Förderprogramme bieten Vermietern eine hervorragende Möglichkeit, Nebenkosten dauerhaft zu senken. Durch gezielte Investitionen in Energieeffizienz, Wasser- und Abwassersysteme, Hausmeisterdienstleistungen und Grundsteuer können Vermieter nicht nur die Kosten für die Mieter reduzieren, sondern auch die Wirtschaftlichkeit ihrer Immobilien verbessern. Wichtig ist, die Fördermöglichkeiten frühzeitig zu prüfen und die Maßnahmen sorgfältig zu planen, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

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