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Bereitstellungszins: Worauf Käufer besonders achten sollten

Bereitstellungszinsen können eine Baufinanzierung teuer machen. Worauf Käufer bei Darlehen, Bauzeit und Auszahlung achten sollten, erklärt dieser Ratgeber kompakt und praxisnah.

8 min Lesezeit
Bereitstellungszins: Worauf Käufer besonders achten sollten

Beim Kauf oder Bau einer Immobilie geraten Bereitstellungszinsen schnell in Vergessenheit – und können die Finanzierung dann doch spürbar verteuern. Dabei handelt es sich um Zinsen oder Gebühren, die eine Bank verlangt, wenn ein zugesagtes Darlehen noch nicht vollständig abgerufen wird. Besonders bei Bauprojekten, bei denen das Geld in mehreren Tranchen nach Baufortschritt fließt, spielen Bereitstellungszinsen eine große Rolle. In diesem Ratgeber wird erklärt, wie Bereitstellungszinsen funktionieren, wann sie anfallen und worauf Käufer und Bauherren bei Vertragsgestaltung, Bauzeitplanung und Auszahlung besonders achten sollten.

Was sind Bereitstellungszinsen?

Bereitstellungszinsen – auch Bereitstellungsprovision genannt – sind Kosten, die eine Bank dafür verlangt, dass sie das vereinbarte Darlehen für den Kreditnehmer bereithält, obwohl es noch nicht oder nur teilweise abgerufen wurde. Die Bank reserviert das Kapital und kann es in dieser Zeit nicht anderweitig verleihen, weshalb sie eine Entschädigung in Form von Bereitstellungszinsen fordert. Anders als der normale Sollzins werden Bereitstellungszinsen also nicht auf bereits ausgezahltes Geld berechnet, sondern auf den noch nicht abgerufenen Teil des Darlehens.

Typischerweise fallen Bereitstellungszinsen bei Baufinanzierungen an, wenn der Kreditbetrag in mehreren Teilbeträgen ausgezahlt wird – etwa nach Baufortschritt, bei Umbau oder Sanierung. Auch bei einem späteren Kauftermin oder einer verzögerten Übergabe kann ein Teil des Darlehens noch nicht abgerufen sein. Bereitstellungszinsen sind nicht gesetzlich festgelegt und können je nach Bank und Vertrag variieren.

  • Bereitstellungszinsen sind Zinsen für nicht abgerufenes Darlehen.
  • Sie werden auf den noch nicht ausgezahlten Kreditbetrag berechnet.
  • Sie entstehen, weil die Bank das Kapital für den Kreditnehmer reserviert.
  • Sie fallen vor allem bei Baufinanzierungen und stufenweiser Auszahlung an.
  • Die Höhe ist vertraglich geregelt und nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Wann fallen Bereitstellungszinsen an?

Bereitstellungszinsen beginnen in der Regel erst nach Ablauf einer sogenannten bereitstellungszinsfreien Zeit zu laufen. Diese Frist ist im Darlehensvertrag festgelegt und beträgt meist zwischen drei und zwölf Monaten, je nach Bank und Art des Vorhabens. Während dieser Zeit kann der Kreditnehmer das Darlehen abrufen, ohne dass zusätzliche Bereitstellungszinsen anfallen. Erst wenn die bereitstellungszinsfreie Zeit überschritten wird und noch nicht der gesamte Kreditbetrag ausgezahlt ist, berechnet die Bank Bereitstellungszinsen auf den noch nicht abgerufenen Betrag.

Bei einem Neubau oder einer größeren Sanierung ist es üblich, dass die Bank das Darlehen in mehreren Tranchen nach Baufortschritt auszahlt. Bis alle Tranchen abgerufen sind, kann der Zeitraum zwischen Kreditzusage und vollständiger Auszahlung mehrere Monate betragen. Wird das Bauvorhaben verzögert oder der Kauftermin verschoben, kann die bereitstellungszinsfreie Zeit überschritten werden und Bereitstellungszinsen entstehen. Auch bei einem späteren Kauftermin oder einer verzögerten Übergabe kann ein Teil des Darlehens noch nicht abgerufen sein.

  • Bereitstellungszinsen fallen erst nach Ablauf der bereitstellungszinsfreien Zeit an.
  • Die bereitstellungszinsfreie Zeit liegt meist zwischen drei und zwölf Monaten.
  • Sie gelten für den noch nicht ausgezahlten Teil des Darlehens.
  • Sie entstehen, wenn das Bauvorhaben oder der Kauf verzögert wird.
  • Sie können bei stufenweiser Auszahlung nach Baufortschritt anfallen.

Wie hoch sind Bereitstellungszinsen?

Die Höhe der Bereitstellungszinsen ist nicht gesetzlich festgelegt und variiert je nach Bank und Vertrag. Bei den meisten Banken liegt der Bereitstellungszins bei rund 0,25 Prozent pro Monat, was etwa 3 Prozent pro Jahr entspricht. Einige Banken verlangen etwas weniger, etwa 0,15 Prozent pro Monat, andere etwas mehr. Bei KfW-Förderdarlehen sind die Bereitstellungszinsen oft etwas günstiger, etwa 0,15 Prozent pro Monat.

Die Bereitstellungszinsen werden auf den noch nicht abgerufenen Darlehensbetrag berechnet. Je höher der noch nicht ausgezahlte Betrag und je länger die Zeit, desto höher fallen die Kosten aus. Beispiel: Bei einem Darlehen von 200.000 Euro, von denen nach Ablauf der bereitstellungszinsfreien Zeit noch 100.000 Euro nicht abgerufen sind, und einem Bereitstellungszins von 0,25 Prozent pro Monat entstehen pro Monat 250 Euro Bereitstellungszinsen. Über ein Jahr wären das 3.000 Euro.

  • Die Höhe der Bereitstellungszinsen liegt meist bei 0,25 Prozent pro Monat.
  • Das entspricht etwa 3 Prozent pro Jahr.
  • Einige Banken verlangen weniger, etwa 0,15 Prozent pro Monat.
  • Die Bereitstellungszinsen werden auf den noch nicht ausgezahlten Betrag berechnet.
  • Je höher der noch nicht ausgezahlte Betrag und je länger die Zeit, desto höher die Kosten.

Wie können Bereitstellungszinsen vermieden werden?

Bereitstellungszinsen können durch sorgfältige Planung und Vertragsgestaltung vermieden oder zumindest minimiert werden. Eine längere bereitstellungszinsfreie Zeit, eine zügige Abwicklung nach dem Notartermin und eine frühzeitige Planung der Auszahlungen sind wichtige Schritte. Auch die Aufteilung des Kredits in mehrere Teilbeträge oder die Nutzung eines Bausparvertrags kann sinnvoll sein.

Eine längere bereitstellungszinsfreie Zeit gibt dem Kreditnehmer mehr Spielraum, ohne dass Bereitstellungszinsen anfallen. Viele Banken gewähren eine bereitstellungszinsfreie Zeit von drei bis zwölf Monaten, je nach Bank und Bauvorhaben. Eine längere Frist kann bei einem Neubau oder einer größeren Sanierung sinnvoll sein. Eine zügige Abwicklung nach dem Notartermin und eine frühzeitige Planung der Auszahlungen können ebenfalls helfen, Bereitstellungszinsen zu vermeiden.

  • Wählen Sie eine längere bereitstellungszinsfreie Zeit.
  • Planen Sie die Auszahlungen frühzeitig.
  • Achten Sie auf eine zügige Abwicklung nach dem Notartermin.
  • Teilen Sie den Kredit in mehrere Teilbeträge auf.
  • Nutzen Sie einen Bausparvertrag, wenn möglich.

Welche Rolle spielt die Bauzeitplanung?

Die Bauzeitplanung spielt eine entscheidende Rolle bei der Vermeidung von Bereitstellungszinsen. Eine gut geplante Bauzeit ermöglicht es, das Darlehen in mehreren Tranchen nach Baufortschritt auszuzahlen, ohne dass die bereitstellungszinsfreie Zeit überschritten wird. Eine verzögerte Bauzeit kann dazu führen, dass die bereitstellungszinsfreie Zeit überschritten wird und Bereitstellungszinsen anfallen.

Bei einem Neubau oder einer größeren Sanierung ist es wichtig, den Baufortschritt genau zu planen und mit der Bank abzustimmen. Die Bank zahlt in der Regel nur dann aus, wenn der Baufortschritt bestimmte Meilensteine erreicht hat. Eine verzögerte Bauzeit kann dazu führen, dass die bereitstellungszinsfreie Zeit überschritten wird und Bereitstellungszinsen anfallen. Eine gut geplante Bauzeit und eine enge Abstimmung mit der Bank können helfen, Bereitstellungszinsen zu vermeiden.

  • Planen Sie die Bauzeit sorgfältig.
  • Stimmen Sie den Baufortschritt mit der Bank ab.
  • Achten Sie darauf, dass die bereitstellungszinsfreie Zeit nicht überschritten wird.
  • Vermeiden Sie Verzögerungen im Bauablauf.
  • Nutzen Sie die bereitstellungszinsfreie Zeit optimal.

Welche Rolle spielt der Kauftermin?

Der Kauftermin spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Vermeidung von Bereitstellungszinsen. Wenn der Kauftermin verschoben wird, kann ein Teil des Darlehens noch nicht abgerufen sein und die bereitstellungszinsfreie Zeit überschritten werden. Eine frühzeitige Planung des Kauftermins und eine enge Abstimmung mit der Bank können helfen, Bereitstellungszinsen zu vermeiden.

Bei einem späteren Kauftermin oder einer verzögerten Übergabe kann ein Teil des Darlehens noch nicht abgerufen sein. Die Bank berechnet dann Bereitstellungszinsen auf den noch nicht ausgezahlten Betrag. Eine frühzeitige Planung des Kauftermins und eine enge Abstimmung mit der Bank können helfen, Bereitstellungszinsen zu vermeiden. Auch die Nutzung eines Bausparvertrags kann sinnvoll sein, wenn der Kauftermin unsicher ist.

  • Planen Sie den Kauftermin sorgfältig.
  • Stimmen Sie den Kauftermin mit der Bank ab.
  • Vermeiden Sie Verschiebungen des Kauftermins.
  • Nutzen Sie die bereitstellungszinsfreie Zeit optimal.
  • Überlegen Sie die Nutzung eines Bausparvertrags.

Welche Rolle spielt die Übergabe?

Die Übergabe der Immobilie spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Vermeidung von Bereitstellungszinsen. Wenn die Übergabe verzögert wird, kann ein Teil des Darlehens noch nicht abgerufen sein und die bereitstellungszinsfreie Zeit überschritten werden. Eine frühzeitige Planung der Übergabe und eine enge Abstimmung mit der Bank können helfen, Bereitstellungszinsen zu vermeiden.

Bei einer verzögerten Übergabe kann ein Teil des Darlehens noch nicht abgerufen sein. Die Bank berechnet dann Bereitstellungszinsen auf den noch nicht ausgezahlten Betrag. Eine frühzeitige Planung der Übergabe und eine enge Abstimmung mit der Bank können helfen, Bereitstellungszinsen zu vermeiden. Auch die Nutzung eines Bausparvertrags kann sinnvoll sein, wenn die Übergabe unsicher ist.

  • Planen Sie die Übergabe sorgfältig.
  • Stimmen Sie die Übergabe mit der Bank ab.
  • Vermeiden Sie Verzögerungen bei der Übergabe.
  • Nutzen Sie die bereitstellungszinsfreie Zeit optimal.
  • Überlegen Sie die Nutzung eines Bausparvertrags.

Welche Rolle spielt die Reservierung?

Die Reservierung einer Immobilie spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Vermeidung von Bereitstellungszinsen. Wenn die Reservierung verzögert wird, kann ein Teil des Darlehens noch nicht abgerufen sein und die bereitstellungszinsfreie Zeit überschritten werden. Eine frühzeitige Planung der Reservierung und eine enge Abstimmung mit der Bank können helfen, Bereitstellungszinsen zu vermeiden.

Bei einer verzögerten Reservierung kann ein Teil des Darlehens noch nicht abgerufen sein. Die Bank berechnet dann Bereitstellungszinsen auf den noch nicht ausgezahlten Betrag. Eine frühzeitige Planung der Reservierung und eine enge Abstimmung mit der Bank können helfen, Bereitstellungszinsen zu vermeiden. Auch die Nutzung eines Bausparvertrags kann sinnvoll sein, wenn die Reservierung unsicher ist.

  • Planen Sie die Reservierung sorgfältig.
  • Stimmen Sie die Reservierung mit der Bank ab.
  • Vermeiden Sie Verzögerungen bei der Reservierung.
  • Nutzen Sie die bereitstellungszinsfreie Zeit optimal.
  • Überlegen Sie die Nutzung eines Bausparvertrags.

Welche Rolle spielt das Vorkaufsrecht?

Das Vorkaufsrecht spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Vermeidung von Bereitstellungszinsen. Wenn das Vorkaufsrecht ausgeübt wird, kann ein Teil des Darlehens noch nicht abgerufen sein und die bereitstellungszinsfreie Zeit überschritten werden. Eine frühzeitige Planung des Vorkaufsrechts und eine enge Abstimmung mit der Bank können helfen, Bereitstellungszinsen zu vermeiden.

Bei der Ausübung des Vorkaufsrechts kann ein Teil des Darlehens noch nicht abgerufen sein. Die Bank berechnet dann Bereitstellungszinsen auf den noch nicht ausgezahlten Betrag. Eine frühzeitige Planung des Vorkaufsrechts und eine enge Abstimmung mit der Bank können helfen, Bereitstellungszinsen zu vermeiden. Auch die Nutzung eines Bausparvertrags kann sinnvoll sein, wenn das Vorkaufsrecht unsicher ist.

  • Planen Sie das Vorkaufsrecht sorgfältig.
  • Stimmen Sie das Vorkaufsrecht mit der Bank ab.
  • Vermeiden Sie Verzögerungen bei der Ausübung des Vorkaufsrechts.
  • Nutzen Sie die bereitstellungszinsfreie Zeit optimal.
  • Überlegen Sie die Nutzung eines Bausparvertrags.

Fazit

Bereitstellungszinsen können eine Baufinanzierung teuer machen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und geplant werden. Durch eine längere bereitstellungszinsfreie Zeit, eine sorgfältige Bauzeitplanung, eine frühzeitige Planung des Kauftermins, der Übergabe, der Reservierung und des Vorkaufsrechts sowie eine enge Abstimmung mit der Bank können Bereitstellungszinsen vermieden oder zumindest minimiert werden. Eine gut geplante Finanzierung und Bauzeitplanung sind entscheidend, um die Kosten für Bereitstellungszinsen zu reduzieren und die Finanzierung der Immobilie zu optimieren.

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