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Beleihungsauslauf: Welche Fristen gelten?

Der Beleihungsauslauf beeinflusst Zinsen und Konditionen – doch welche Fristen gelten wirklich? Ein Ratgeber zu Laufzeiten, Anpassungen und Grenzwerten bei der Baufinanzierung.

6 min Lesezeit
Beleihungsauslauf: Welche Fristen gelten?

Der Beleihungsauslauf ist ein zentraler Begriff bei jeder Baufinanzierung, doch viele Käuferinnen und Käufer fragen sich: Welche Fristen gelten eigentlich? Gemeint sind damit nicht nur die Laufzeit des Darlehens, sondern auch die Zeiträume, in denen sich der Beleihungsauslauf verändert, wie er sich im Laufe der Finanzierung entwickelt und welche Grenzen Banken in der Regel setzen. In diesem Ratgeber wird der Beleihungsauslauf im Kontext von Fristen, Laufzeiten und zeitlichen Entwicklungen erklärt – damit Sie verstehen, wie sich Ihr Beleihungsauslauf im Laufe der Jahre verändert und welche Spielräume Sie haben.

Was ist der Beleihungsauslauf – kurz erklärt

Der Beleihungsauslauf beschreibt das Verhältnis zwischen der aufgenommenen Darlehenssumme und dem Beleihungswert der Immobilie. Er wird in Prozent angegeben und zeigt, wie stark die Immobilie mit Fremdkapital belastet ist. Je höher der Beleihungsauslauf, desto größer das Risiko für die Bank – und desto höher sind in der Regel die Zinsen. Der Beleihungswert selbst ist der langfristig erwartbare Wert der Immobilie, den die Bank bei einem Verkauf oder einer Zwangsversteigerung erzielen würde. Er liegt in der Regel unter dem Kaufpreis, weil Banken einen Sicherheitsabschlag vornehmen.

Die Berechnung des Beleihungsauslaufs erfolgt in der Regel nach folgender Formel: Beleihungsauslauf = (Darlehenssumme + KfW-Darlehen + bestehende Vorlasten) / Beleihungswert. Das Ergebnis wird mit 100 multipliziert, um einen Prozentwert zu erhalten. Ein Beispiel: Der Beleihungswert einer Immobilie beträgt 300.000 Euro, die Darlehenssumme liegt bei 240.000 Euro. Der Beleihungsauslauf beträgt dann 80 Prozent. Dieser Wert ist für die Bank ein wichtiger Indikator für das Risiko und beeinflusst die Konditionen der Finanzierung.

  • Der Beleihungsauslauf ist ein prozentualer Wert, der die Kreditbelastung im Verhältnis zum Beleihungswert zeigt.
  • Je niedriger der Beleihungsauslauf, desto geringer das Risiko für die Bank und desto besser die Konditionen.
  • Der Beleihungswert liegt in der Regel unter dem Kaufpreis, da Banken einen Sicherheitsabschlag vornehmen.
  • Der Beleihungsauslauf wird für die erstrangige Finanzierung genutzt und berücksichtigt alle Kredite, einschließlich KfW-Darlehen und Vorlasten.
  • Ein Beleihungsauslauf von 80 Prozent gilt als gesunde Obergrenze, während Werte unter 60 Prozent als besonders günstig gelten.

Welche Fristen gelten für den Beleihungsauslauf?

Der Beleihungsauslauf ist kein statischer Wert, der sich nicht ändert. Er entwickelt sich im Laufe der Zeit, je nachdem, wie schnell die Darlehenssumme getilgt wird und wie sich der Beleihungswert der Immobilie entwickelt. In der Regel wird der Beleihungsauslauf zu Beginn der Finanzierung berechnet und dient als Grundlage für die Konditionen. Im Laufe der Laufzeit sinkt der Beleihungsauslauf, da die Darlehenssumme durch Tilgung abnimmt, während der Beleihungswert in der Regel stabil bleibt oder steigt.

Die Fristen, die für den Beleihungsauslauf gelten, beziehen sich vor allem auf die Laufzeit des Darlehens und die Anpassung der Konditionen. In der Regel wird der Beleihungsauslauf zu Beginn der Finanzierung festgelegt und bleibt für die Dauer der Zinsbindung unverändert. Nach Ablauf der Zinsbindung kann der Beleihungsauslauf erneut berechnet werden, da sich die Darlehenssumme durch Tilgung verändert hat. Dies kann zu besseren Konditionen führen, wenn der Beleihungsauslauf gesunken ist.

  • Der Beleihungsauslauf wird zu Beginn der Finanzierung berechnet und dient als Grundlage für die Konditionen.
  • Im Laufe der Laufzeit sinkt der Beleihungsauslauf durch Tilgung der Darlehenssumme.
  • Nach Ablauf der Zinsbindung kann der Beleihungsauslauf erneut berechnet werden, was zu besseren Konditionen führen kann.
  • Die Fristen für den Beleihungsauslauf beziehen sich auf die Laufzeit des Darlehens und die Anpassung der Konditionen.
  • Ein niedriger Beleihungsauslauf nach Tilgung kann zu günstigeren Zinsen führen.

Wie entwickelt sich der Beleihungsauslauf im Laufe der Zeit?

Der Beleihungsauslauf entwickelt sich im Laufe der Zeit, je nachdem, wie schnell die Darlehenssumme getilgt wird und wie sich der Beleihungswert der Immobilie entwickelt. In der Regel sinkt der Beleihungsauslauf durch Tilgung der Darlehenssumme, während der Beleihungswert in der Regel stabil bleibt oder steigt. Dies führt dazu, dass das Risiko für die Bank sinkt und die Konditionen im Laufe der Zeit verbessert werden können.

Ein Beispiel: Der Beleihungswert einer Immobilie beträgt 300.000 Euro, die Darlehenssumme liegt bei 240.000 Euro. Der Beleihungsauslauf beträgt 80 Prozent. Nach 10 Jahren Tilgung beträgt die Darlehenssumme 180.000 Euro. Der Beleihungsauslauf beträgt dann 60 Prozent. Dieser Wert liegt im Bereich der besten Konditionen und kann zu günstigeren Zinsen führen.

  • Der Beleihungsauslauf sinkt durch Tilgung der Darlehenssumme.
  • Der Beleihungswert bleibt in der Regel stabil oder steigt.
  • Ein niedriger Beleihungsauslauf nach Tilgung kann zu günstigeren Zinsen führen.
  • Die Entwicklung des Beleihungsauslaufs hängt von der Tilgung und der Wertentwicklung der Immobilie ab.
  • Ein niedriger Beleihungsauslauf nach Tilgung kann zu besseren Konditionen führen.

Welche Grenzwerte gelten für den Beleihungsauslauf?

Banken setzen in der Regel Grenzwerte für den Beleihungsauslauf, um ihr Risiko zu begrenzen. Traditionell gilt ein Beleihungsauslauf von 80 Prozent als gesunde Obergrenze. Werte darüber gelten als riskant und können zu höheren Zinsen führen. Werte unter 60 Prozent gelten als besonders günstig und können zu den besten Konditionen führen. Diese Grenzwerte können je nach Bank und Institutsgruppe variieren.

Ein Beispiel: Hypothekenbanken können bis zu 65 Prozent beleihen, Versicherungen haben einen maximalen Finanzierungsauslauf von ca. 60 Prozent, Geschäftsbanken und Sparkassen beleihen bis zu 90 Prozent. Diese Grenzwerte gelten in der Regel für die erstrangige Finanzierung und berücksichtigen alle Kredite, einschließlich KfW-Darlehen und Vorlasten.

  • Ein Beleihungsauslauf von 80 Prozent gilt als gesunde Obergrenze.
  • Werte darüber gelten als riskant und können zu höheren Zinsen führen.
  • Werte unter 60 Prozent gelten als besonders günstig und können zu den besten Konditionen führen.
  • Grenzwerte können je nach Bank und Institutsgruppe variieren.
  • Hypothekenbanken können bis zu 65 Prozent beleihen, Versicherungen bis zu 60 Prozent, Geschäftsbanken und Sparkassen bis zu 90 Prozent.

Wie kann der Beleihungsauslauf beeinflusst werden?

Der Beleihungsauslauf kann durch verschiedene Maßnahmen beeinflusst werden. Eine Möglichkeit ist die Erhöhung des Eigenkapitals, was die Darlehenssumme reduziert und den Beleihungsauslauf senkt. Eine andere Möglichkeit ist die Tilgung der Darlehenssumme, was den Beleihungsauslauf ebenfalls senkt. Zudem kann die Wertentwicklung der Immobilie den Beleihungswert beeinflussen und somit den Beleihungsauslauf verändern.

Ein Beispiel: Der Beleihungswert einer Immobilie beträgt 300.000 Euro, die Darlehenssumme liegt bei 240.000 Euro. Der Beleihungsauslauf beträgt 80 Prozent. Durch eine Tilgung von 60.000 Euro sinkt die Darlehenssumme auf 180.000 Euro. Der Beleihungsauslauf beträgt dann 60 Prozent. Dieser Wert liegt im Bereich der besten Konditionen und kann zu günstigeren Zinsen führen.

  • Erhöhung des Eigenkapitals senkt die Darlehenssumme und den Beleihungsauslauf.
  • Tilgung der Darlehenssumme senkt den Beleihungsauslauf.
  • Wertentwicklung der Immobilie kann den Beleihungswert beeinflussen und den Beleihungsauslauf verändern.
  • Ein niedriger Beleihungsauslauf nach Tilgung kann zu günstigeren Zinsen führen.
  • Ein niedriger Beleihungsauslauf nach Tilgung kann zu besseren Konditionen führen.

Welche Rolle spielt der Beleihungsauslauf bei der Zinsfestlegung?

Der Beleihungsauslauf spielt eine zentrale Rolle bei der Zinsfestlegung. Je höher der Beleihungsauslauf, desto höher das Risiko für die Bank und desto höher die Zinsen. Je niedriger der Beleihungsauslauf, desto geringer das Risiko und desto besser die Konditionen. Banken verwenden den Beleihungsauslauf, um die Kreditkompetenzen im Baufinanzierungsbereich festzulegen und die Zinsen entsprechend anzupassen.

Ein Beispiel: Ein Beleihungsauslauf von 80 Prozent gilt als gesunde Obergrenze und kann zu moderaten Zinsen führen. Ein Beleihungsauslauf von 60 Prozent liegt im Bereich der besten Konditionen und kann zu günstigen Zinsen führen. Ein Beleihungsauslauf von 90 Prozent gilt als riskant und kann zu höheren Zinsen führen.

  • Der Beleihungsauslauf beeinflusst die Zinsfestlegung.
  • Je höher der Beleihungsauslauf, desto höher die Zinsen.
  • Je niedriger der Beleihungsauslauf, desto besser die Konditionen.
  • Banken verwenden den Beleihungsauslauf, um die Kreditkompetenzen im Baufinanzierungsbereich festzulegen.
  • Ein Beleihungsauslauf von 80 Prozent gilt als gesunde Obergrenze, 60 Prozent als besonders günstig, 90 Prozent als riskant.

Fazit

Der Beleihungsauslauf ist ein wichtiger Indikator für das Risiko einer Baufinanzierung und beeinflusst die Konditionen und Zinsen. Er entwickelt sich im Laufe der Zeit durch Tilgung der Darlehenssumme und die Wertentwicklung der Immobilie. Banken setzen in der Regel Grenzwerte für den Beleihungsauslauf, um ihr Risiko zu begrenzen. Ein niedriger Beleihungsauslauf nach Tilgung kann zu günstigeren Zinsen führen. Durch Erhöhung des Eigenkapitals, Tilgung der Darlehenssumme und Wertentwicklung der Immobilie kann der Beleihungsauslauf beeinflusst werden. Ein Verständnis des Beleihungsauslaufs und seiner Entwicklung im Laufe der Zeit hilft, die besten Konditionen für eine Baufinanzierung zu erzielen.

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