Aktuelles Hotel Asset Management als zentraler Erfolgsfaktor
Die gezielte Steuerung von Hotelimmobilien durch aktives Asset Management gilt im gegenwärtigen Marktumfeld als entscheidend für den Erfolg, wie eine aktuelle Analyse von mrp hotels hervorhebt.

Im Rahmen des „mrp hotels quarterly“ wurde erörtert, dass aktives Asset Management heute mehr denn je über den Erfolg oder Misserfolg von Hotelimmobilien entscheidet. Die Debatte, an der Martin Schaffer und Hannah Struck von mrp hotels, Rainer Singer von der Erste Group, Michael Schoppe von LLB Immo KAG, Henning Schneekloth-Plöger von der Lindner Hotel Group sowie Christian Habermann von Livory Capital teilnahmen, konzentrierte sich auf die Herausforderungen und strategischen Optionen der Hotellerie in einem dynamischen Markt.
Die Kernerkenntnis der Diskussion ist, dass die reine Nachfrage nicht mehr den primären Leistungsindikator darstellt. Vielmehr ist die Fähigkeit, Kostenstrukturen, operative Abläufe und die strategische Ausrichtung eines Hotels präzise zu managen, von Bedeutung. Martin Schaffer von mrp hotels unterstreicht, dass die Analyse der Performance und die kontinuierliche Anpassung der strategischen Ausrichtung unumgänglich sind, um Transparenz über die wirtschaftliche Entwicklung zu gewährleisten und proaktiv Impulse setzen zu können.
Marktbedingungen und die Notwendigkeit zur Anpassung
Die wirtschaftliche Lage bleibt aufgrund steigender Energiepreise, geopolitischer Unsicherheiten und einer verhaltenen Konsumneigung angespannt. Rainer Singer von der Erste Group beschreibt ein sehr dynamisches Umfeld mit sich täglich ändernden Rahmenbedingungen. Er weist zudem auf die Möglichkeit weiterer Zinsanhebungen hin, sollte die aktuelle Krise länger andauern. Für Asset Manager bedeutet dies, Strategien fortlaufend zu überprüfen und bei Bedarf kurzfristig anzupassen. Dies erfordert ein hohes Maß an Agilität und Präzision in der Entscheidungsfindung.
Die Analyse eines Portfolios von rund 20 Hotels in der DACH-Region durch mrp hotels zeigt, dass die Nachfrage stabil ist, die Profitabilität jedoch zunehmend unter Druck gerät. Im ersten Quartal 2026 stieg die Auslastung um 2,3 Prozent, während die durchschnittliche Zimmerrate lediglich um 1,0 Prozent zulegte. Der RevPAR stieg um 3,4 Prozent, primär getragen durch die höhere Belegung. Hannah Struck erläutert, dass der Fokus auf Volumen statt auf Rate lag und Gäste sichtlich preissensibler geworden sind. Trotz eines positiven GOPPAR-Wachstums von 3 Prozent belasten Energie- und Personalkosten weiterhin die Margen. Die Profitabilität rückt somit, insbesondere die Kostenseite, verstärkt in den Fokus.
Verschiebung der Nachfrage und operative Anforderungen
Die Nachfrage nach Hotelzimmern verändert sich strukturell. Reisen werden kurzfristiger geplant, und regionale Ziele erfahren eine erhöhte Relevanz, während internationale Verbindungen teilweise unter Druck stehen. Henning Schneekloth-Plöger von der Lindner Hotel Group bezeichnet diese Entwicklung als einen
- —Märkte, Zielgruppen und Vertriebskanäle müssen aktiv und in kürzeren Zyklen gesteuert werden.
- —Das Budgetsegment performt aktuell besser als die klassische Vier-Sterne-Hotellerie.
- —Budget- und Economy-Hotels sowie Serviced Apartments profitieren von schlankeren Servicestrukturen.
Die Anforderungen an das Asset Management steigen, wobei operative Aspekte zunehmend an Bedeutung gewinnen. Hotels, die bereit sind, ihre Konzepte anzupassen und operative Flexibilität zu erhöhen, navigieren besser durch das aktuelle Umfeld, so Hannah Struck. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit zwischen Eigentümern und Betreibern als entscheidender Erfolgsfaktor hervorgehoben. Michael Schoppe betont die Notwendigkeit eines strukturierten und offenen Dialogs.
Investitionen, insbesondere in Energieeffizienz, werden jedoch oft verzögert. Christian Habermann von Livory Capital identifiziert dies als strukturelles Problem, da unterschiedliche Interessen von Eigentümern und Betreibern die Umsetzung wirtschaftlich sinnvoller Maßnahmen behindern. Er argumentiert, dass eine gemeinsame Strategie und partnerschaftliche Lösungen erforderlich sind, um die Potenziale eines Assets nachhaltig zu heben. Die Branche verbleibt in einem kontinuierlichen Anpassungsmodus, der Agilität erfordert, wie Henning Schneekloth-Plöger feststellt.
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