Real Estate Arena in Hannover: Treffpunkt für Zukunftsstrategien der Immobilienbranche
Die Real Estate Arena in Hannover fungiert als zentrale Plattform, auf der über 400 Unternehmen und rund 8.000 Teilnehmende Lösungsansätze und Strategien für die aktuellen Herausforderungen der Bau- und Immobilienwirtschaft diskutieren.

Die Bau- und Immobilienwirtschaft sieht sich seit nahezu vier Jahren mit anhaltenden Herausforderungen konfrontiert. Trotz initialer politischer Weichenstellungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen wirken sich internationale Sicherheitslagen, Inflation, steigende Energiekosten und Lieferkettenengpässe weiterhin dämpfend auf eine rasche Trendwende aus. Vor diesem Hintergrund positioniert sich die Real Estate Arena in Hannover als maßgebliche Veranstaltung, um konkrete Schritte und Lösungen für die Zukunft der Branche zu entwickeln.
Vom 10. bis 11. Juni versammelt die fünfte Ausgabe der Messe in Hannover über 400 beteiligte Unternehmen und erwartet rund 8.000 Fachbesucher. Im Zentrum der Gespräche steht die zentrale Fragestellung, wie aus Ideen, verfügbaren Flächen, Kapital und politischem Willen wieder realisierbare Projekte entstehen können. Die Veranstaltung zielt darauf ab, der vorherrschenden negativen Marktstimmung und unsicheren Prognosen entgegenzuwirken.
Austausch und Vernetzung als Grundpfeiler
Inga Frauendorf, Projektleiterin der Real Estate Arena, betont die Bedeutung des direkten Austauschs in einem schwierigen Marktumfeld, in dem Zeit, Kapital und Planungssicherheit entscheidende Faktoren sind. Die Real Estate Arena bietet hierfür einen strukturierten Rahmen, der die Transformation von Kontakten in konkrete Projekte ermöglicht. Hier wird die gesamte Wertschöpfungskette der Immobilie abgebildet, von der Projektentwicklung und Planung über die Finanzierung, den Bau und Betrieb bis hin zu Revitalisierung, Rückbau und Nachnutzung. Ziel ist die Zusammenführung von Akteuren zur beschleunigten, wirtschaftlicheren und nachhaltigeren Realisierung von Projekten.
Carolin Hegenbarth, Bundesgeschäftsführerin des Immobilienverband Deutschland IVD, unterstreicht die Notwendigkeit des Dialogs zwischen Politik, Praxis und Innovation in der Branche. Aygül Özkan, Hauptgeschäftsführerin des Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA e.V., ergänzt, dass die Real Estate Arena Trends, Innovationen und Netzwerke zusammenführt. Sie hebt hervor, dass Zukunft nicht ausschließlich durch Ideen entsteht, sondern durch deren Zusammenführung und Umsetzung gebaut wird.
REAL Future Conference: Strategische Einordnung und Innovationen
Die Real Estate Arena wird durch die REAL Future Conference ergänzt, die von blackprint kuratiert wird und den strategischen Rahmen bildet. Auf neun Bühnen werden in verschiedenen Formaten wie Keynotes, Panels, Fishbowls, Masterclasses und Projektvorstellungen die entscheidenden Fragen beleuchtet, die bis 2026 für die Bau- und Immobilienwirtschaft relevant sind. Dazu gehören unter anderem neue Geschäftsmodelle, die Rolle von Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung und Energieintegration sowie die Betrachtung von Immobilien als kritische Infrastruktur. Ein Fokus liegt auf der Beschleunigung der Innovationsimplementierung. Über 150 PropTechs präsentieren sich auf der Bühne des PropTech Germany Awards und demonstrieren die Dynamik des Sektors.
Sarah Schlesinger, CEO von blackprint und Konferenzpartnerin, verdeutlicht, dass die REAL Future Conference strategische Einordnung, operative Umsetzung und den Zugang zu relevanten Gesprächspartnern zur rechten Zeit ermöglicht. Wer Innovationen in den Markt einführen möchte, findet hier direkte Kontakte zu Entscheidungsträgern aus Investment, Kommunen und Bauwirtschaft. Dies fördert die Geschwindigkeit von Prozessen, die 2026 als entscheidender Wettbewerbsfaktor gilt.
Die Konferenz erweitert den Blick über traditionelle Immobilienthemen hinaus, da Gebäude und Quartiere zunehmend als integraler Bestandteil von Versorgung, Energie, Dateninfrastruktur, Sicherheit und wirtschaftlicher Resilienz verstanden werden. Als Redner sind unter anderem Florence Gaub, NATO-Sicherheitsexpertin, Armin Schaus, Bundeswehr-Oberst im Generalstab, Zukunftsforscher Max Thinius und Autorin Katja Berlin angekündigt.
Das Programm umfasst zudem konkrete Projekte zu Wohnungsbau, Bestand und Stadtentwicklung. Ein Beispiel hierfür ist Europas größtes modulares Wohnquartier in Berlin, das als Modell für serielles und modulares Bauen zur Bewältigung von Wohnungsmangel, Baukosten und Umsetzungsdruck diskutiert wird. Weitere Programmpunkte widmen sich digitalen Prozessen, KI-Anwendungen, neuen Finanzierungs- und Geschäftsmodellen, ESG-Kriterien, Dekarbonisierung sowie der Stadtentwicklung als Standortstrategie.
Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, betont, dass aus dem Austausch auf der Real Estate Arena konkretes Handeln resultieren muss. Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft sei bereit, weiter zu investieren, benötige hierfür jedoch niedrigere Baukosten und eine beschleunigte Umsetzung für den Wohnungsbau. Der GdW sowie der vdw Niedersachsen Bremen bündeln im WoWi-Quartier und auf der zugehörigen Quartiers-Bühne Themen und Partnerschaften der Wohnungswirtschaft.
Jörn P. Makko, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen e.V., sieht ebenfalls die Notwendigkeit schneller Entscheidungen zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.
Ein weiterer Programmschwerpunkt liegt auf Energie- und Regulierungsfragen. Beiträge wie „Das Gebäudemodernisierungsgesetz als Möglichmacher – Theorie trifft Praxis“ mit Alexander Renner vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie Gert W. Riegel von Apleona werden präsentiert. Ein Netzwerk-Meet-up befasst sich mit Energiegewinnung, Versorgung und Speicherung und erörtert, wie Technologien, integrierte Systeme und Kooperationen die Energieversorgung, den Betrieb und die Dekarbonisierung in Immobilien und Quartieren optimieren können.
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