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Projektentwicklung··2 min

Niersberger Group eröffnet Produktionshalle für serielle Holzfertigung in Lichtenau

Die Niersberger Group hat in Lichtenau, Franken, eine neue Produktionshalle für die serielle Fertigung von Holzrahmenelementen in Betrieb genommen, die auf 4.500 Quadratmetern Fläche eine Kapazität von bis zu 20.000 Quadratmetern Holzrahmenelementen jährlich ermöglicht.

Niersberger Group eröffnet Produktionshalle für serielle Holzfertigung in Lichtenau

Die Niersberger Group hat am Standort Lichtenau in Franken eine Produktionshalle für Holzrahmenelemente eröffnet. Die neue Anlage, mit einer Fläche von rund 4.500 Quadratmetern, ist auf die Herstellung von bis zu 20.000 Quadratmetern Holzrahmenelementen pro Jahr ausgelegt. Betrieben wird die Produktion durch die Tochtergesellschaft HR Holzelement, welche zwölf Mitarbeiter vor Ort beschäftigt. Die Energieversorgung ist durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach nahezu energieautark gestaltet. Die Errichtung dieser Fertigungsstätte etabliert sich als Kompetenzzentrum für Holzbau und unterstreicht die Positionierung in der seriellen Fertigung.

Das Produktportfolio umfasst die serielle Fertigung von Fassaden-, Decken- und Aufstockungselementen. Ein zentrales Element der Produktionsanlage ist eine CNC-gesteuerte Bearbeitungsbrücke, die verschiedene Arbeitsschritte, darunter Fräsen, Nageln, Schrauben, Klammern und Sägen, automatisiert zusammenführt. Diese Automatisierung ermöglicht eine präzise und effiziente Herstellung der Holzbauelemente, welche für verschiedene Bauvorhaben vorgesehen sind.

Nachhaltigkeit und Markttrends im Holzbau

René Fabian, Geschäftsführer der Niersberger Group, betonte die Bedeutung der neuen Produktionshalle als Signal für nachhaltiges Bauen. Er hob hervor, dass Holz als ökologischer Baustoff aus regionaler Produktion eine erhebliche CO₂-Reduzierung ermöglicht. Des Weiteren verwies er auf die Eignung von Holz für die zirkuläre Bauweise aufgrund seiner hohen Wiederverwertungsmöglichkeiten und seine Vorteile als leichter Baustoff für Aufstockungen.

Die Entwicklung des Holzbaus zeigt eine deutliche Aufwärtstendenz. Eine Studie des Immobilienberaters bulwiengesa weist für den Zeitraum von 2000 bis 2022 ein Wachstum des Holzanteils bei Neubauten in allen Nutzungsarten zwischen 100 Prozent (Mehrfamilienhäuser) und 500 Prozent (Bürogebäude) aus. Seit 2020 ist eine kontinuierliche Zunahme an Holzbauprojekten zu verzeichnen, die im Jahr 2024 einen vorläufigen Höhepunkt mit rund einer Million Quadratmetern erreichten.

Serielle Sanierung und Effizienz

Im Kontext der seriellen Sanierung spielen Holzfassaden eine wesentliche Rolle. Sie tragen durch CO₂-Bindung und eine verlängerte Haltedauer zu den Kernkomponenten nachhaltiger Sanierung bei. Eine im Oktober 2025 von der Deutschen Energieagentur (dena) veröffentlichte Studie belegt, dass sich die serielle Sanierung aufgrund wachsender Projekterfahrung zunehmend als Standardverfahren etabliert.

Die Effizienz serieller Sanierungsmaßnahmen hat sich in den letzten Jahren signifikant verbessert. So wurden im Jahr 2024 bereits 35 Prozent aller Wohneinheiten in Deutschland nach den Standards EH40 und EH55 seriell saniert. Die durchschnittliche Projektdauer für Sanierungsmaßnahmen, die ab 2023 begannen, hat sich von 42 auf 21 Wochen halbiert. Parallel dazu sanken die durchschnittlichen Kosten für diese Maßnahmen seit 2023 um rund ein Drittel, was die wachsende Akzeptanz und Wirtschaftlichkeit dieser Bauweise unterstreicht.

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